Archive for the 'Dies und das…' Category

Endgültiger Abschied

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe schon lange nicht mehr die Zeit, das Blog zu aktualisieren. Und ist man erst Mal raus aus dem Thema, ist es sehr, sehr schwer, wieder hinein zu kommen.

Das lesen, diskutieren und verfolgen von anderen Blogs und neuen Entwicklungen hat damals sehr viel Spaß gemacht. Jetzt ist das Blog schon lange verwaist und ich denke, es ist langsam Zeit, es abzuschalten. Die Inhalte werden ja nicht akuteller.

Da ich sehe, dass immer noch viele Leute hier lesen, möchte ich mich verabschieden und mich bei allen bedanken, die hier gelesen, kommentiert und diskutiert haben.

Ich lasse das Blog heuer noch stehen und schalte es dann ab.

Allen weiterhin viel Freude mit Krimis

Margit

Zurück

Nach einer längeren Pause, die ich eingelegt habe, weil ich sehr mit Angelegenheiten beschäftigt war, die so gar nichts mit Krimis zu tun haben, staube ich hier ab, ziehe die Vorhänge zurück und schreibe wieder. Nicht mehr so häufig wie früher, aber doch regelmäßig, so habe ich es mir vorgenommen.

Ich beginne einmal mit Erwähnenswertem, das sich bei mir angesammelt hat:

  • Ronald Henss hat mich auf eine →Regio-Krimi Ausschreibung aufmerksam gemacht. Das Projekt wird von Jörg Christian Sprave betreut und eine Anthologie mit dem besten Beiträgen soll im Dr. Ronald Henss Verlag erscheinen. Der Wettbewerb ist mit 1000 Euro dotiert, Beiträge sollen direkt im →Forum eingestellt werden und werden dort diskutiert. Achtung: Einstellschluss ist →Morgen, also Schubladen plündern oder die ganze Nacht durchschreiben! Dr. Ronald Henss ist übrigens Psychologe. Das ist in diesem Zusammenhang zwar völlig belanglos, aber es ist nun einmal Stil dieses Blogs,  jede noch so geringe Verbindung zwischen der Vorsilbe „Psych-“ und Krimis auf penetranteste Art und Weise zu unterstreichen. Ich habe dort selber einmal veröffentlicht und kann den Verlag empfehlen.
  • Gerne weise ich auch auf das neue Buch von Edith Kneifl hin. Es heißt →“Glücklich, wer vergisst“, spielt am Attersee, erscheint bei Haymon in Tirol und  wird am 2. April in der Buchhandlung Morawa in Wien →präsentiert. Und am 17. April liest Frau Kneifl in der Innsbrucker Wagnerischen! Das schreibe ich gleich hier her, dass ich es nicht vergesse. Edith Kneifl ist Psychologin und Psychoanalytikerin und hat uns in den Anfängen unseres Psychiatriekrimiprojekts einen Artikel zur Verfüung gestellt,  der uns sehr geholfen hat, Fragen zum Thema „Psychiatrie und Krimis“ zu formulieren. Jetzt frag‘ ich mich natürlich, was es zu bedeuten hat, wenn ein Buch einer Psychoanalytikerin ausgerechnet „glücklich, wer vergisst“ heißt. Ich hoffe, ich kann das am 17. April diskutieren.
  • Therese Bauer hat mir gemailt, dass gerade ihr erster Krimi erscheint. Er heißt „Kinderspiel“, ist im →“Verlagshaus Hernals“ erschienen und mit „ein Krimi für Mütter“ untertitelt. Jetzt erwähne ich das hier freundlich, weil ich der Meinung bin, dass man Erstlingsbücher, die in kleinen Verlagen erscheinen, grundsätzlich freundlich empfangen soll. Ob der Titel gscheit ist, weiß ich nicht, da er 50% der möglichen Leserschaft von vornherein ausschließt und einen guten Teil der Frauen auch. Ich zum Beispiel fühle mich nicht angesprochen, für mich ist das Buch ganz offensichtlich nicht gedacht. Jedenfalls wünsche dem Buch viele geeignete Leserinnen und Alles Gute.

Eine aktuelle Meldung aus der Krimszene …

… haben sie in Tirol heute grad angekündigt. Und dann über einen Bankraub in Südtirol berichtet. Jetzt können wir rätseln, wie der ORF wohl „Krimi“ definiert. Eigenwillig.

Soziokrimi? Regiokrimi? – Fernsehtipp!

Der nächsten Sonntag augestrahlt werdende Tatort spielt in Telfs in Tirol, das ist ein Katzensprung von Innsbruck weg. In der Nachbarschaft praktisch.

Das türkische Mädchen Ayse wird erhängt im Wald aufgefunden, an einem Baum an dem sich zuvor schon Mädchen erhängt haben, die in der Türkei zwangsverheiratet werden sollten. Gleichzeitig ist Ayses Tiroler Freund Martin verschwunden. Am Mädchen werden Spuren der Gewaltanwendung gefunden und auch Martin wird ermordet aufgefunden. Kurz zuvor wurde in Telfs ein Minarett errichtet. Die Tiroler Volksseele kocht.

Um 22 Uhr strahlt der dann ORF ein „Schauplatz spezial“ aus, eine Reportage über Telfs in Tirol. Dort hat die türkische Gemeinde nämlich ein Minarett errichtet. Seither hätten sich die Gegensätze zwischen alteingesessenen TirolerInnen und türkischen Zuwanderern verschäft. Der FPÖ-Gemeinderat warne vor „Überfremdung“, der Bürgermeister werde als „Türkenbürgermeister“ bezeichnet. Türkische Telfer dagegen beklagten, als Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden. Christine Grabner und Alfred Schwarz sind über mehrere Wochen hindurch der Frage nachgegangen, wie es um das Verhältnis zwischen urtirolerischen und türkischen Telfern bestellt ist.

→Via TV-Media

Ein gutes Neues Jahr!

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern ein Gutes Neues Jahr!

Ablehnungsgrund

Meine Novelle hatte ich Korrodi geschickt, der eine idiotische Kritik zurückgeschrieben hat und die Geschichte refüsiert. Das Faktum des Refüsierens hat mir nichts gemacht, aber die Begründung. Es sei zu naturalistisch, ein Dieb interessiere nicht durch das Gefängnis, zu wenig Innenleben, romantischer Schluss, das ganze ende nicht.

Das schieb Friedrich Glauser am 8.12.1920 an seinen Freund Bruno Götz.

aus: Friedrich Glauser: Man kann sehr schön mit Dir schweigen.  Briefe an Elisabeth von Ruckteschell und die Asconeser Freund, Nimbus 2008

Meinten Sie Killer?

Ich gebe gerade „Gieler“ in Amazon ein, einen der wichtigsten deutschen Vertreter psychosomatischer Dermatologie. Und was fragt mich Amazon: „Meinten Sie Killer?“. Jetzt denke ich mir schon: Was ist mit Amazon los?

Vertragsentwurf

Viel wird derzeit geschrieben über →Verträge zwischen LeserInnen und AutorInnen, die von AutorInnen einseitig aufgekündigt werden, was die LeserInnen unzufrieden mache, worauf von Dritten wiederum die →Gültigkeit oder überhaupt nur die Existenz des Vertrags →in Frage gestellt wird. Ein klassisches psychologisches Problem: Schlechte Kommunkation. Das will ich nicht. Ich will zufriedenen LeserInnen haben und habe deshalb für all die LeserInnen meiner ungeschriebenen Bücher einmal einen Vertragsentwurf entwickelt.

1. Gegenstand: Gegenstand dieses Vertrages ist das noch zu schreibende Buch …… (Titel wird eingesetzt), Vertragsparteien sind die Autorin, im Folgenden „Autorin“ genannt und die Leserin, im Folgenden „Leserin“ genannt. Zur besseren Lesbarkeit wurde auf die Nennung männlicher und weiblicher Formen verzichtet, Männer sind in „Leserin“ mitgemeint.

2. Autorin verpflichtet sich, Leserin über einen Dritten, kurz Verlag genannt, eine Geschichte über mindestens 200 Seiten zur Verfügung zu stellen. Die Geschichte trägt den Titel „Krimi“. Autorin unternimmt alle Anstrengungen, das Interesse von Leserin zu befriedigen. Daraus erwachsen Leserin aber keinerlei Rechte auf eine deftige Leiche, einen gescheiten Komissar oder ein aufgelöstes Ende. Die Gestaltung der Straftat, ob und wie überhaupt ermittelt wird und ob ein Ende aufgelöst ist, ungelöst oder unerhört, obliegt allein der Autorin. Jedenfalls hat Leserin das Recht auf ein Ende.

3. Leserin verpflichtet sich, das Buch in der Richtung von vorne nach hinten zu lesen und Interesse zur Verfügung zu stellen. Das Interesse kann sich auf die Struktur, den Plot, die Figurencharakterisierung, die politischen und gesellschaftlichen Prämissen oder auch das Autorinnenfoto auf der Rückseite beziehen. Da das Buch jedenfalls eine Struktur, einen Plot, eine Figurencharakterisierun, politische und gesellschaftliche Prämissen und ein Autorinnenfoto aufweist, wird das Interesse auf jedem Fall befriedigt. Wenn nicht, hat Leserin zu wenig Interesse gezeigt und muss von vorne anfangen.

4. Die Begeisterung für das Buch ist zumindest im Familienkreis, besser aber in einem Blog binnen einer Frist von drei Tagen kundzutun. Dabei sind jedenfalls die Wörter „komplex“, „tiefgründig“ und „literarisch“ zu verwenden,

3. Lesetempo und – haltung können frei gewählt werden. Möglich ist jeden beliebige Form des Stehens, Liegens oder Sitzens in allen Abwandlungen. Die Haltung des Buchs soll aber jedenfalls derart gestaltet sein, dass die Überschriften nicht auf dem Kopf stehen. Vor dem Lesen im Gehen sind Vorkehrungen zu treffen, die Leserin vor Zusammenstößen mit lebenden und unbelebten Objekten schützen. Lesen während des Chaffierens zwei- oder mehrrädriger Fahrzeuge ist streng untersagt.

4. Autorin haftet nicht für psychische und körperliche Schäden an Leserin, Buch oder in ihrer Umgebung befindlicher lebender und unbelebter Objekte.

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So. Der Vertrag ist zur juristischen Begutachtung freigegeben!

Polizisten und Polizistinnen erzählen

Ständig schreiben wir über die Polizei, doch hier schreibt die Polizei: Die →Polizei-Poeten bilden eine Plattform für schreibende PolizistInnen. Sie haben auch schon →drei Anthologien beim Piper-Verlag veröffentlicht. Untertitel: „Polizisten erzählen“ und „Polizistinnen“ erzählen. Vielleicht eine lohnende Lektüre für KrimiautorInnen, die jetzt nicht gerade mit PolizistInnen verwandt oder verschwägert sind oder sonst eine gute Informationsquelle zur Hand haben.

Krimi-Couch TV

Nachdem mir der ORF zu grausig ist, da sich dort gerade zwei Skorpione umzubringen versuchen und so die echte Grausamkeit des Lebens demonstrieren, sehe ich lieber →Krimi-Couch TV: Interviews mit Karin Slaughter, Linwood Barclay, Daniela Larcher, Marc Billingham, Martyn Waites und Colin Cotteril.


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