Archive for the 'Das Psychiatriekrimiprojekt' Category

Erschienen

ist der Artikel „Kollege Hannibal Lecter“ von Margit Breuss, Renate Gross, Susanne Maislinger und Wilhelm Kantner-Rumplmair in →“ClinicumNeuorpsy.“

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Krimi ohne Mord und ohne Ermittler, jedoch mit Psychiater

Weil das Genre ja stets im Wandel bleiben muss und das gar nicht so leicht ist mit dem immergleichen Personal aus ErmittlerInnen und Opfern und MörderInnen, will ich hier extra drauf hinweisen, dass in Kabelkas Krimi „dünne Haut“ nicht gemordet, nicht geklaut, nicht geraubt, eigentlich fast nichts verbrochen wird. Ein Verbrechen wird vereitelt und eins „geoutet“, zum Aufklären bleibt keins übrig. Der Kommissar ist mit den Nerven am Ende und weilt in einer Psychosomatik. Dass ihn dort die Leichen der Vergangenheit einholen, fällt mehr einer therapeutischen Klärung anheim als einer polizeilichen.

Das wäre an sich schon kurios für einen Krimi, noch kurioser sind aber die Psychiaterfiguren, die so reden, als quelle direkt ein Psychotherapielehrbuch aus ihrem Mund. Das klingt dann so:

Wenn ich Ihre Geschichte höre, Ernst, sehe ich, wie Sie durch die Forderungen und Ansprüche Ihrer Eltern in eine permanente Übererregtheit gedrängt wurden. In eine Art von Aktionismus, der sich – vielleicht auch beruflich bedingt – bis heute ständig gesteigert hat. Wo ihnen jede Entspannung fremd ist und Sie sie deshalb abwehren. Nur wenn Sie aktiv sind, am besten auf einer öffentlichen Plattform, glauben Sie, mit sich selbst deckungsgleich zu sein. Aber merken Sie eigentlich, Ernst, dass Sie mit dieser Haltung dem Leistungsdenken mehr verhaftet sind als mancher Kapitalist, den Sie auf der Kabarettbühne bekämpfen?

Ernst ist übrigens nicht der Kommissar, um hier keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Ernst ist von Beruf Wiener Kabarettist, er weilt ebenfalls in besagter Psychosomatik. Sagen wir es so: Wenn meine Studierenden in den Gesprächsführungsseminaren so daherreden würden, hätten sie ein echtes Problem hinsichtlich der Prüfung. Weil’s doch die Aufgabe jeglicher ärztlicher und therapeutischer Kommunikation ist, Kontakt herzustellen und Verständnis und da wird man schon so reden müssen, dass es die Leut‘ auch verstehen. Ehrlich gesagt: Ich musste das zwei, dreimal lesen, um ungefähr zu kapieren, was damit gemeint ist. Als gesprochene Intervention gegenüber PatientInnen ist sowas undenkbar. Aber die Psycholeute in diesem Buch übertreiben es auch in anderen Dingen gern. Den Vogel schießt eine Therapeutin ab, die die längste Zeit „mit verzogener Schulterpartie und schiefem Kopf“ ihrem Patienten gegenübersitzt, um ihn zu „spiegeln“.

Persiflage, könnte man jetzt denken, das ist Kabarret. Die Psychos werden einfach völlig übertrieben. Aber dann auch wieder nicht. Wenn sie miteinander reden, wirken sie mitunter plötzlich ziemlich normal. Nur den PatientInnen gegenüber wissen sie nicht, wie sie sich aufführen sollen. Und der Rest des Buches kommt jetzt auch nicht sehr satirisch daher, vieles ist sehr naturalistisch dargestellt. Am ehesten wird der Kaberettist „Ernst“ noch auf die Schippe genommen. Einerseits durch seinen Namen und andererseits durch einen Auszug aus seinem Programm, das auch mehr ernst ist als satirisch. Psychiater, die völlig abgehoben sind, ein Kabarettist, der Ernst ist und dessen Programm ernst ist. Und das kommt alles ziemlich ernsthaft daher. Ehrlich gesagt, ich kenn‘ mich nicht aus. Was ist das? Teilsatire?

Franz Kabelka: Dünne Haut, Haymon 2008

Rezension:

von Ingeborg Sperl beim →Standard

Psychopathen in den USA und in Europa

Wir haben es hier ja derzeit viel mit Psychopathen zu tun und da „Psychopath“ im deutschprachigen Raum kein aktueller klinisch-psychopathologischer Begriff ist, musste ich mich selbst kundig machen, was denn die KollegInnen aus den USA damit meinen. Wobei – es ist wichtig, das gleich an den Anfang zu schreiben – ich mich mit dem aktuellen psychopathologischen Begriff beschäftige. Das Problem der psychopathologischen Terminologie ist ja, dass sie sich alle paar Jahre ändert. Und wie ein Begriff dann in den Medien und in der Literatur verwendet wird, ist noch einmal eine ganz andere Sache.

So. Soweit ich weiß, ist das in den USA offiziell verwendete Diagnosesystem das →DSM-IV. Das verwenden wir nebenbei auch, gebräuchlicher ist bei uns aber →ICD-10. Und im DSM-IV gibt es genauso wenig Psychopathen wie im ICD-10. Jetzt sind DSM-IV und ICD-10 aber Diagnosesysteme, die auf internationalen Konsensprozessen beruhen und sie haben deutliche Löcher, denn diese Konsensfindungsprozesse sind etwas schwerfällig. Für mich zum Beispiel ist der Traumabegriff im ICD-10 viel zu undifferenziert, die dort vorhandenen Diagnosekategorien passen lang nicht auf alle PatientInnen. Dann verwende ich für die Krankenkassa eben die ICD-10 Wischiwaschi-Restkategorie „nicht näher bezeichnete Reaktion auf schwere Belastung“ und weiche in der täglichen Kommunikation auf spezifischere diagnostische Begriffe aus, die es nebenbei auch noch gibt. Und so ähnlich stelle ich es mir mit dem US-Psychopathenbegriff vor: Er steht zwar nicht im offiziellen Diagnosemanual, ist aber dennoch spezifisch definiert, gebräuchlich und es gibt eine eigene Forschung dazu. Das schließe ich aus Publikationen.

In der Forschung scheint ein Psychopath hauptsächlich durch die →Hare Psychopathy Checklist in ihrer revidierten Form festgelegt zu werden (PCL-R). Diese Checkliste hat 20 Punkte (in einer Übersetzung von →neuro24):

  1. Trickreich sprachgewandter Blender mit oberflächlichem Charme
  2. Erheblich übersteigertes Selbstwertgefühl
  3. Stimulationsbedürfnis (Erlebnishunger)
  4. Pathologisches Lügen (Pseudologie)
  5. Betrügerisch-manipulatives Verhalten
  6. Mangel an Gewissensbissen oder Schuldbewusstsein
  7. Oberflächliche Gefühle, Gefühlskälte
  8. Mangel an Empathie
  9. Parasitärer Lebensstil
  10. Unzureichende Verhaltenskontrolle
  11. Promiskuität
  12. frühe Verhaltensauffälligkeiten
  13. Fehlen von realistischen, langfristigen Zielen
  14. Impulsivität
  15. Verantwortungslosigkeit
  16. Mangelnde Bereitschaft und Fähigkeit, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen
  17. viele kurzzeitige ehe(ähn)liche Beziehungen
  18. Jugendkriminalität
  19. Missachtung von Weisungen und Auflagen
  20. polytope Kriminalität

Für jede Kategorie werden 0 bis 20 Punkte vergeben, für die Diagnose „Psychopathie“ müssen mindestens 30 Punkte erreicht werden.

Jetzt ist es so, dass es ja auch in Europa Leute gibt, die in dieses Muster passen würden, wir nennen sie trotzdem nicht „Psychopathen“. Als halbwegs äquivalente Begriff gelten im ICD-10 die „dissoziale Persönlichkeitsstörung“, im DSM IV die „antisoziale Persönlichkeitsstörung“, wobei in der PCL-R Checkliste auch Aspekte der „narzisstischen Persönlichkeitsstörung“ und der „histrionischen Persönlichkeitsstörung“ nach ICD-10 enthalten sind. Tatsächlich würden wir amerikanische Psychopathen wohl am ehesten der dissozialen Persönlichkeitsstörung zuordnen, dennoch ist es nicht daselbe. Die Punkte für die dissoziale Persönlichkeitsstörung nach ICD-10 sind:

  1. Herzloses Unbeteiligtsein gegenüber den Gefühlen anderer
  2. Deutliche und andauernde Verantwortungslosigkeit und Missachtung sozialer Normen, Regeln und Verpflichtungen
  3. Unvermögen zur Beibehaltung längerfristiger Beziehungen, aber keine Schwierigkeiten, Beziehungen einzugehen
  4. Sehr geringe Frustrationstoleranz und niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten
  5. Unfähigkeit zum Erleben von Schuldbewusstsein oder zum Lernen aus Erfahrung, besonders aus Bestrafung
  6. Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen für das eigene Verhalten anzubieten, durch welches die Person in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist.

Drei von sechs Punkten müssen für die Diagnose vorhanden sein, weiters müssen die allgemeinen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung zutreffen. Der Wichigste ist, dass es sich um tiefgreifende, situationsüberschreitende und anhaltende Verhaltensweisen handelt und nicht um etwas Vorübergehendes. Und diesen Verhaltensweisen darf keine andere körperliche oder psychische Erkrankung zugrunde liegen. Die antisoziale Persönlichkeitsstörung nach DSM-IV enthält mehr →deviante Verhaltensweisen.

Für mich gibt es zwei eklatante Unterschiede zum US-Psychopathen: Erstens sind im ICD-10 die Dispositionen beschrieben, die zu kriminellem Verhalten führen können. Die Kriminalität ist jedoch nicht (oder nur andeutungsweise im „gewalttätigen“ Verhalten) beschrieben, beim Psychopathen ist sie schon Teil des Konzepts. Das heißt, dass ein Mensch mit einer dissozialen Persönlichkeitsstörung für Durchschnittsmenschen zwar durchaus ein unangenehmer Zeitgenosse ist, aber nicht zwangsläufig kriminell und schon gar kein Mörder. Die oben genannten Eigenschaften disponieren immerhin auch zu leitenden Positionen in Politik und Wirtschaft, das darf man nicht vergessen. Einer, der nicht zu viele Skrupel hat, Grenzen und Normen verletzt und das gut vertuscht, kann es weit bringen. Auch ein Psychopath muss allerdings nicht zwangsläufig kriminell sein, schreibt die Zeitschrift „Scientific American“ in ihrem Artikel →“What Psychopathy means“. Nur: Anders als beim europäischen Konzept ist kriminelles Verhalten durchaus ein Teil des Konzepts. Es können natürlich auch die anderen Punkte zutreffen und einen Psychopathen aus einem Menschen machen. Aber kriminelles Verhalten ist durchaus Teil der Definition. Dass einer, der teilweise durch kriminelles Verhalten definiert wird, dann auch kriminelles Verhalten zeigt, das ist – vorsichtig formuliert – kein Wunder. Insofern scheinen mir die literarischen Zirkelschlüsse, so landläufig der Begriff „Psychopath“ in Krimis auch verwendet wird, schon auch eine Entsprechung in der wissenschaftlichen Terminologie zu finden.

Ein weiterer Unterschied zwischen den Konzepten ist, dass Konstrukte wie „Gewissensbisse“ und „Schuldbewusstsein“ ziemlich schlecht →operationalisiert sind. Das wiederum bedeutet, dass das Ergebnis sehr stark vom Konzept dessen abhängt, der das beurteilt. Also, falls ich einmal straffällig werde, will ich nicht, dass meine Diagnose dann von der Moral des Psychiaters abhängt. ICD-10 und DSM-IV versuchen, sich auf besser zu beschreibende Faktoren zu beschränken.

Interessant ist für mich die Konzeptualisierung, die ich hinter den beiden Modellen zu erkennen glaube: Persönlichkeitsstörungen und in deren Bereich bewegen wir uns hier, sind ja definiert als „andauernde und gleichförmige Verhaltensmuster“, die auch durch Therapie kaum zu beeinflussen sind. Verhaltensmuster, die eigentlich Eigenschaften von Menschen gleichkommen wie große Ohren oder blaue Augen. Und da ist es ein Riesenunterschied ob ich Kriminalität als Verhalten auffasse und über einen Serienmörder sage: Der hat so und so viele Leute umgebracht. Oder ob ich Kriminalität als Eigenschaft auffasse und sage: „Der ist ein Serienmörder.“ Jetzt ist „Serienmörder“ zwar kein Teil des Psychopathenkonzepts, wohl aber „polytope Kriminalität“ und „Jungendkriminalität“. Das Psychopathenkonzept scheint deviantes Verhalten viel mehr als Eigenschaft zu begreifen und festzuschreiben als wir es in Europa gewohnt sind.

Das Zitat des Tages

Sie war innerhalb der ärztlichen Kollegenschaft die Fahnenträgerin der Ernsthaftigkeit. Dazu passte, dass sie sich seit mehr als einem Jahr mit dem Aufbau einer Hopsizstation befasste – obwohl sie in Hinblick auf den Tod keine traumatischen Kindheitserlebnisse vorzuweisen habe, wie sie Horn gegenüber immer wieder betonte.

aus: Paulus Hochgatter, Die Süße des Lebens, Deuticke 2006

Dazu passt meine Idee, dass man sich heutzutage schon rechtfertigen muss, wenn man ein Verhalten nicht durch ein Trauma erklären kann.

MörderInnen, ErmittlerInnen und ihr Trauma

Nachdem mir jetzt amtlich beschieden wurde, dass ich das Kriminalliteratur für →psychiatrische Fallstudien halte, werde ich diesen erfolgversprechenden Weg weiter verfolgen:

Was die armen Heiter, die im Krimis mitspielen, so alles erlebt haben! Und ich rede jetzt von TäterInnen und ErmittlerInnen, nicht nur von den Opfern! Ein paar Beispiele von Krimifiguren, die mir in letzter Zeit untergekommen sind:

Giselle Leguerche (1):

Rolle: zweifache Mörderin; genannte Diagnose: keine, wird aber als „psychisch krank“ bezeichnet

Trauma: glaubt, am Tod ihrer Mutter schuld zu sein, vom Vater vergewaltigt

Hakim Salem (1):

Beruf: Polizist, schießt schnell; Diagnose: keine

Trauma: Die Mutter wurde im Krieg vor seinen Augen vergewaltigt und ermordet

Fabrice Markovitch (1)

Beruf: Erdölmagnat, treibt seine Frau durch häusliche Gewalt in den Tod, Diagnose: keine

Trauma: Keins, kommt aus vorgeblich allerbester Familie! Sowas gibts auch!

John Havilland (2)

Beruf: Psychiater, mordet und bildet Mörder aus; genannte Diagnosen: „Psychopath“ („Moby Dick unter den Psychopathen“), „beglaubigter Paranoider“

Trauma: von Vater misshandelt, hat Vater bei Gemetzel an einer Frau beobachtet

Thomas Goff (2)

Beruf: Handlanger von Dr. Havilland, Killer; genannte Diagnosen: „Psychopath“ und diverse Abwandlungen („psychopathische Sackratte“), „Psychose“, „Leptomeningitis“

Trauma: war im Gefängnis die längste Zeit mit der Leiche eines Zellengenossen eingesperrt, der sich dort erhängt hat

Linda Wilhite (2)

Beruf: Prostituierte, Geliebte des Ermittlers; Diagnose: keine

Trauma: Der Vater war ein gewalttätiger Spieler, hat die Mutter umgebracht und sich dann selbst erschossen,

Johnah Wrens (3)

Beruf: Psychiater; Frauenmörder; Diagnose: „Psychopath“, „Schizophrener(!)*

Trauma: Die Mutter hat ihren Sohn sadistisch misshandelt, wird als „schizophren“ bezeichnet

Frank Clevenger (3)

Beruf: Psychiater und Ermittler; genannte Diagnose: „Drogenprobleme“, derzeit abstinent

Trauma: Der Vater war Alkoholiker, er hat seinen Sohn gedemütigt und misshandelt.

Billy Bishop (3)

Beruf: Schüler, kriminell (Schlägereien, Drogen); genannte Diagnose: Drogenprobleme

Trauma: gewalttätiger und krimineller Stiefvater

Liliane Fender (4)

Beruf: Psychiaterin, wird als Zeugin befragt; Diagnose: keine

Trauma: gibt sich die Schuld an einem Verbrechen, das an einer Freundin begangen wurde

Die Mörderin des Toten vom Maschsee** (4)

Beruf: wird nicht verraten; Diagnose: keine

Trauma: Verbrechen an der Tochter, Schuldgefühle

Angela Connor (5)

Patientin; genannte Diagnose: „Borderline Persönlichkeitsstörung“

Trauma: wurde von Vater wiederholt sexuell missbraucht

Joel Ashman (5):

Beruf: Psychiater, Ermittler, Mörder; Diagnose: keine

Trauma: Komlexes Kindheitstrauma (der eigene Vater hat die erste Jugendliebe missbraucht und in den Suizid getrieben); seine Frau wurde von Onkel missbraucht und mit Clamydien angesteckt, daraus resultierte eine Eileiterverengung, die Frau starb schließlich an einer Eileiterschwangerschaft

Wayne Hacking (5)

Rolle: Mörder; Dagnose: „Soziopath“, „Psychopath“, „Dissoziativer Zustand“ (Gefälligkeitsdiagnose)

Tauma: wurde von der Mutter gezwungen, Mädchenkleider anzuziehen

Stanley Kolberg (5)

Beruf: Psychiater, Mörder; Diagnosen: Sadomasochismus, Zwangsstörung (Eigendiagnose), Soziopath

Trauma: Die Biographie des Dr. Kolberg wird uns nicht verraten. Sowas gibt’s auch.

„Rumpelstilzchen“ (6)

Pseudonym des Täters in Katzenbachs „Patient“; Diagnose: keine

Trauma: hat Mutter durch Ärztefehler verloren

Hannibal Lecter (7):

Beruf: Psychiater; Diagnose: „Kannibale“

Trauma: Seine kleine Schwester wurde, wie international bekannt ist, ermordet und gegessen.

Clarice Starling (7):

Beruf: FBI-Agentin; Diagnose: keine

Trauma: hat Vater bei Polizeieinsatz verloren

___________________________

* Da der Autor Psychiater ist, ist diese Fehldiagnose unverzeihlich. Der Mann hat ein ganzes Buch lang nicht die Symptome einer Schizophrenie!

** Da es sich um einen Whodunnit handelt, kann ich den Namen nicht verraten

  1. Brac, Virginie (F): Du hast ein dunkles Lied mit meinem Blut geschrieben, Deutsch bei Rowohlt
  2. Ellroy, James (USA): In der Tiefe der Nacht, Deutsch bei Ullstein, 2006
  3. Ablow, Keith (USA): Psychopath, Deutsch bei Goldmann 2005
  4. Mischke, Susanne (D): Der Tote vom Maschsee, Piper 2008
  5. Kalla, Daniel (CAN): Rage – Die Therapie, Deutsch bei Heyne 2008
  6. Katzenbach, John (USA): Der Patient, Deutsch bei Droemer/Knaur 2006
  7. Harris, Thomas (USA): Die Hannibal Lecter Romane, Gesamtausgabe bei Heyne 2008

Freudianisch-humanistische Ethik

definiert von James Ellroy in „Tiefe der Nacht“:

Stelle die Kenntnis von Verhaltensmustern zur Verfügung, um dem Subjekt einen Standpunkt der Objektivität zu eröffnen, von dem aus seine Neurosen dem Schrottplatz nicht funktionierender Dinge übeantworten kann. Zeige ihm, dass seine Ängste und extremen Phantasien irrational sind, und überzeuge es davon, dass es ein liebevoller, langweiliger, glücklicher Mensch ist.

aus: James Ellroy, „In der Tiefe der Nacht“, übersetzt von Rainer Schmidt, Goldmann 2006

Die Wahrheit

Während ich auf Claire und Dev wartete, dachte ich über die Unterschiede zwischen einer psychiatrischen und einer kriminalistischen Befragung nach. Psychiater gehen nicht besonders häufig nach der Masche “guter Bulle – böser Bulle” vor, und ich glaube, wir sind in der Regel ein bisschen einfühlsamer. Aber alles in allem verfolgen wir daselbe Ziel: Die Wahrheit.

Der Psychiater Joel Ashman in: Rage – die Therapie von Daniel Kalla. Hat da schon wieder einer zuviel →Sherlock Holmes gelesen?


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Im Schaufenster

Robert Pucher: Katerfrühstück, Prolibris 2006

→Journal of Medical Internet Research

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