Kriminachrichten aus Österreich

Der Standard berichtet dieses Wochenende über „→Marionetten“, den neuen Spionagethriller von John le Carré, der sich mit der „allgemeinen Paranoia“ nach 9/11 befasse. Ein „routinierter Thriller“ meint Ingeborg Sperl.

Und in den USA – der Standard weiß das – wurden Peter Mathiessen und Anette Gordon Reed mit den „→National Books Awards“ ausgezeichnet: Peter Mathiessen für „Shadow Country“, eine überarbeitete Fassung von drei Serienkillerromanen der 90er, Anette Gordon Reed für eine Geschichte über die Sklavenfamilie von Thomas Jefferson.

Die Presse zeigt eine →Bildergalerie zur „Buch Wien“ von Daniel Breuss, der mit mir weder verwandt noch verschwägert ist. Es sei recht →eng und rechteckig dort, eben „→Messekubismus.“

Die →Wienerzeitung hat den Film „der Mann, der niemals lebte“ von Ridley Scott gesehen und findet ihn nicht hundertprozentig überzeugend. Die Handlung sei nicht immer schlüssig, meint Christina Mondolfo und das beruhigt mich, denn ich habe den Film gesehen und nicht immer verstanden. Es liegt also an der Handlung und nicht an mir, das ist ja beruhigend.

Außerdem in der Wienerzeigung: Im Theater Rabenhof in Wien jage der Polizist Delacroix einem Fantom hinterher, das seine Frau entführt habe, nämlich im →Musical „Fantomas“. Brigitte Suchan sieht Potenzial zum „Kultmusical.“

Die Kleine Zeitung hat →Karl Markovics interviewt. Anlass ist die Nominierung seiner Darstellung des Briefbombenattentäters „Franz Fuchs“ in Elisabeth Scharangs Film für einen „Emmy“.

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11 Responses to “Kriminachrichten aus Österreich”


  1. 1 krimi,krimi November 23, 2008 um 18:58

    Allerding ist „der Mann, der niemals lebte“ wohl nicht für Frauen gedacht. Zumindest hier in Innsbruck wird der Film am „Men’s Day“ gespielt. Vielleicht ist das einfach nur männliche Logik, was Christina Mandolfo und mir so unlogisch vorkommt.

  2. 2 JL November 23, 2008 um 23:30

    ach, liebe Frau Krimi.Krimi, vielleicht sollten wir (der Standard, Sie, ich) die Matthiessen-Romane lesen, ehe wir von „Serienkiller-Romanen“ sprechen. Man kann immerhin bei Amazon reinschauen und das Vorwort des Autors lesen, um sich belehren zu lassen.

    Nichts für ungut und beste Grüße!

  3. 3 krimi0krimi November 24, 2008 um 0:25

    Ich finde zwar dieses Vorwort nicht, wohl aber eine Inhaltsangabe. Sie haben wohl Recht.

  4. 4 krimi0krimi November 24, 2008 um 0:32

    Gefunden: Eine →Rezension von „Shadow Country“ in der „Los Angeles Times“.

  5. 5 JL November 24, 2008 um 6:54

    Amazon ist hier. Nicht, daß ich vorhätte, diesen Multicide-Frontier-Schinken zu lesen. Mich irritiert lediglich die extreme Vereinfachung, die mit der SK-Etikettierung einhergeht (übrigens querbeet in allen Pressemeldungen zum NBA).

    Beste Grüße!

  6. 6 Gamsbartfranz November 24, 2008 um 18:25

    Wieso ist die Ettiketierung schwierig? einen SK definiert man doch leicht.

    Natürlich ist „Der Mann der niemals lebte“ auch für Frauen anzusehen. Ich habe ihn zusammen mit einer klugen und schönen Frau gesehen, die sich nur zweimal in meinen Arm gekrallt hat. Außerdem hat sie wieder einmal meine Sportgummi gegessen. Der film selbst ist halt so lala, viel Action, viele Explosionen aber man reist durch einige Länder im nahen Osten. Verwundert hat mich nur eine riesige Müllhalde, von der man nicht weiß, ob sie in Amman ist oder außerhalb. Jedenfalls ist sie ein Treffpunkt für Agenten aller Länder und gut zum Hinrichten geeignet. Und Agenten tragen alle Sonnenbrillen, sind in schwarze Anzüge gekleidet und fahren grosse, schwarze Autos. So viel an Clichés habe ich schon lange nicht mehr gesehen.

  7. 7 krimi,krimi November 24, 2008 um 20:37

    @ JL: Das habe ich wohl gefunden, aber ich habe den Anfang des Buches nicht als Vorwort des Autors gelesen, sondern bereits als Anfang der Geschichte.

    Es klang mir so, als erzähle da ein Zeitgenosse des Mr. Watson aus dem Jahr 1892, das hat mich irritiert.

    @ Franz: Bitte definiere SK!

  8. 8 Gamsbartfranz November 24, 2008 um 21:39

    Das ist einer, der in zeitlichen Abständen mehrmals hintereinander mordet.

  9. 9 JL November 24, 2008 um 22:57

    ganz, lieber Herr Franz, so einfach ist es nicht: Jesse James, z. B., hat in zeitlichen Abständen mehrmals hintereinander gemordet.

    Beste Grüße!

  10. 10 Gamsbartfranz November 25, 2008 um 22:55

    Wenn JJ mehrmals hintereinander aus gleichem Grund gemordet hat, ist er ein Serienkiller. Ich kenne schon das Problem. Er entspricht nicht dem Bild, das wir von einem Serienkiller haben, aber per Definition war er es. Ebenso Billy the kid.

    Das Problem liegt im Motiv. Wenn einer Banken ausraubt und jedesmal dabei einen Banker erschießt, der sich ihm in den Weg stellt, ist er kein Serienkiller, sondern ein Bankräuber, der über leichen geht. Sein Motiv war aber der Raub, Geldgier etc., nicht jemanden zu töten. Wenn jemand vergewaltigt in Serie und dann jedesmal die arme Frau tötet, steht auch die Vergewaltigung im Vordergrund und der Mord geschieht „nur“ um die Tat zu verdecken, keinen Zeugen zu haben. Wir nenen ihn einen Serienvergewaltiger oder könnten ihn so nennen, aber nicht Serien mörder, weil eben der Mord nicht im Vordergrund steht.


  1. 1 Bod-Titel auf Bestsellerliste « krimi.krimi Trackback zu November 24, 2008 um 21:00

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