Reich durch Bücher?

Auf den Seiten des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur kann man eine kürzlich veröffentlichte →Studie zur sozialen Lage der Künstler und Künsterinnen in Österreich einsehen.

Der Studie ist zu entnehmen, dass KünstlerInnen im Erhebungsjahr aus ihrer künstlerischen Tätigkeit im Schnitt 4500 Euro netto eingenommen haben, das Einkommen der Frauen war noch um 35% niedriger als das der Männer. LiteratInnen haben mit 2600 Euro im Jahr das geringste Einkommen aller KünstlerInnen. Wen wundert es da, dass 76% der KünstlerInnen zusätzlich in kunstnahen* und kunstfernen Bereichen tätig sind?

Rechnet man alle Einkünfte zusammen, beträgt das mittlere Äquivalenzeinkommen** der Kunstschaffenden durchschnittlich 1000 Euro pro Monat und liegt damit knapp über der Armutsgefährdungsgrenze, die mit 832 Euro angegeben wird, 37% der Kunstschaffenden unter der Armutsgefährdungsgrenze.

__________________

* genannt werden Lehr- und vermittlungstätigkeiten

** berücksichtigt die Haushaltsgröße

→via Kulturmanagement-Blog

Advertisements

15 Responses to “Reich durch Bücher?”


  1. 1 Georg November 21, 2008 um 11:04

    Armutsgefährdungsgrenze! Schönes Wort. Das sich wohl Leute ausgedacht haben, die an die 10.000 Euro im Monat verdienen. Bande!

  2. 2 Gamsbartfranz November 21, 2008 um 12:15

    Zustimmung, Zustimmung. So muss man es sehen. Oder der , der das mit den 1000 Euro meint, spricht vom Kosovo?

  3. 3 Gamsbartfranz November 21, 2008 um 12:16

    Ausserdem, wer ist gefährdet, wenn man von Armutsgefährdungsgrenze spricht. Die Armutß

  4. 4 Claudia November 21, 2008 um 14:11

    Ich liebe dies Wort. Und noch mehr des Gamsbarts Interpretation. (Zusammengesetzte Wörter sind ja immer interpretationsbedürftig, so ist z.B. Jägerschnitzel in der Regel keine Analogbildung zu Schweineschnitzel.)
    Meine Armut ist übrigens durch meine schriftstellerische und rezitatorische Arbeit leider nicht ernstlich gefährdet.

  5. 5 krimi0krimi November 23, 2008 um 18:06

    Ich vermute einmal, beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur gibt es eine eigene Abteilung, an der derartige Wörter ersonnen werden.

  6. 6 Gamsbartfranz November 24, 2008 um 18:27

    Die Armutgefährdungsabteilung der Claudia Schmidt. Sorgen mache ich mir jetzt auch um die Plassnik. Was wird nur aus der werden? Basketballspielerin?

  7. 8 Gamsbartfranz November 24, 2008 um 21:55

    Sind die jetzt alle so klein die Minister?

  8. 9 krimi0krimi November 24, 2008 um 22:06

    Nein, geschnürt.

  9. 10 krimi0krimi November 24, 2008 um 22:21

    Im Durchschnitt kleiner wohl auch, …

  10. 11 JL November 24, 2008 um 23:17

    wieso zeigen alle meine Uhren jetzt 22.16 Uhr an — und der letzte Eintrag von Frau Krimi.Krimi stamm von 22.21?

    Beste Grüße!

  11. 12 JL November 24, 2008 um 23:19

    ach so: alles klar: WordPress (mein Eintrag zeigt jetzt 23:17). Nochmals: Beste Grüße!

  12. 13 krimi0krimi November 24, 2008 um 22:24

    Hm, ich hätte wohl auf Winterzeit umstellen sollen. Ich hoffe, es geht jetzt.

  13. 14 krimi0krimi November 24, 2008 um 22:27

    Aha. Und weil jetzt umgestellt ist auf 22:27, reihen sich meine Reaktionen auf die Postings von 23:17 vorher ein. Das wird jetzt ein Chaos.

    Wie machen das andere Leute? Vielleicht sollte man wirklich um vier Uhr in der Früh umstellen, wenn die Wahrscheinlichkeit, dass jemand binnen einer Stunde schreibt, sehr gering ist.

  14. 15 Gamsbartfranz November 25, 2008 um 16:23

    Uhrentest, ich schreibe um genau, nach Armbanduhr, um 16.22


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




November 2008
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Archive

Im Schaufenster

Robert Pucher: Katerfrühstück, Prolibris 2006

→Journal of Medical Internet Research

→medicalblogs.de

→Alblog aus Zams


%d Bloggern gefällt das: