Ein Quantum Trost

Ich habe den neuen James Bond, der zum Teil in Bregenz spielt und in Feldkirch, das sich aber für Bregenz ausgibt, natürlich unverzüglich anschauen müssen.

Es ist ein schöner Actionfilm mit wunderbaren Szenen von der Bregenzer Seebühne. Was mir abgegangen ist, sind identitätsstiftende Merkmale eines James Bond: Miss Moneypenny, Wodka Martini geschüttelt, nicht gerührt und technische Spielereien. Die gibt es zwar, aber sie sind auf Handy-Computer-Ebene und für normale Menschen nicht sehr imposant, denn dass Computer fast alles können, glauben wir eh, damit kann man uns kaum imponieren. Ein Handy, mit dem ich Fotos in schlechter Qualität versenden kann, habe ich auch schon. Uhren mit Sprengfunktion und Autos mit Tauchfunktion wie in alten Zeiten habe ich dagegen nicht. Jetzt ist klar, dass Herr Bond heute anders ausgerüstet ist als 1962, aber seine Handys können sich nicht in Waffen verwandeln, seine Computer können weder schwimmen noch fliegen noch sind sie irgendwie faltbar oder sonst irgendwie multifunktionell oder praktisch. Hätte es in den 60ern und 70ern schon Handys und Computer gegeben, hätte man wohl mehr damit anfangen können als heute, aber das ist ja kein Wunder, wenn „Q“ nicht mehr mitspielt. Wieviel James Bond man aus einem James Bond herausnehmen kann, dass es noch einer bleibt, das ist schon die Frage. Aber gut, Daniel Craigs blaue Augen entschädigen für viel.

Weh tut dagegen, dass in Österreich nur ein einziger Satz von einer Einheimischen gesagt wird und zwar am „Bregenzer Flughafen“. Dieser eine Satz klingt aber bayrisch. Jetzt nehmen sie auch noch den Vorarlbergern die identitätsstiftende Sprache weg.

Ähnliche Artikel:

→Vorarlberg jagt James Bond

→James Bond macht Vorarlberg unsicher

→Wo ich jetzt gerne wäre

Advertisements

9 Responses to “Ein Quantum Trost”


  1. 1 thewritingfranz November 8, 2008 um 20:12

    Ohne Miss Moneypenny? Das ist ja wie Tarzan ohne Jane oder ohne Lendenschurz! Und was da noch alles weggelassen ist, fürchterlich. Ist das noch Bond?

  2. 2 Dominik November 9, 2008 um 19:42

    Hallo,

    ich glaube, dein zweiter Satz bringt’s auf den Punkt. „Ein Quantum Trost“ ist ein guter Actionfilm – nicht mehr und nicht weniger. Wer Story sucht oder die alten „Tugenden“, so wie du sie beschreibst (und die mir übrigens in dem Moment als ich deinen Eintrag las, auch abgingen), sollte sich den alten Streifen zuwenden. Schade irgendwie …

    Ich hoffe auf den nächsten Bond. Der hat alle Chancen, denn mit dem Quäntchen Trost ist die Story aus Casino Royale ja abgeschlossen. Hoffe ich zumindest …

  3. 3 thewritingfranz November 9, 2008 um 21:31

    Ich hoffe auch bald wieder zu hören: Mein Name ist Bond, James Bond.

  4. 4 thewritingfranz November 10, 2008 um 17:23

    Und ich höre nicht einmal: Mein Name ist Krimi, krimikrimi.:-(

  5. 5 krimi0krimi November 10, 2008 um 20:50

    @ Dominik: der englische Humor geht mir auch ab. Aber ich habe Casino Royale noch nicht einmal gesehen, der soll ja sehr gut sein, obwohl die alten Tugenden auch ziemlich reduziert sein sollen. Den leih ich mir demnächst aus, da bin ich wirklich gespannt, woraus der seine Bond-Identität bezieht.

  6. 6 thewritingfranz November 10, 2008 um 22:02

    Ich freue mich auf den vorherigen Bond.

  7. 7 thewritingfranz November 10, 2008 um 22:02

    Ich freue mich auf den vorherigen Bond. Übrigends glaube ich, dass es schon einmal einen Bondfilm mit dem Titel Casino Royal mit Sean Connery gab.


  1. 1 ..:: Straub - Daniel ::.. » Blog Archive » Ein Quantum ????? Trackback zu November 8, 2008 um 11:26
  2. 2 Bond, Bond, Bond « krimi.krimi Trackback zu November 12, 2008 um 22:46

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s




November 2008
M D M D F S S
« Okt   Dez »
 12
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930

Archive

Im Schaufenster

Robert Pucher: Katerfrühstück, Prolibris 2006

→Journal of Medical Internet Research

→medicalblogs.de

→Alblog aus Zams


%d Bloggern gefällt das: