Amerikanischer Fleiß – National Novel Writing Month

Übermorgen beginnt er wieder: Der November, der von einem Team um Chris Baty aus Kalifornien zum „National Novel Writing Month“ ausgerufen wird. Ziel des Projekts ist, im November einen 50000 Wörter starken Roman zu schreiben, jeder und jede, der/die das schafft, wird zum „Gewinner“ oder zur „Gewinnerin“ ernannt.

Dabei wird nicht erwartet, dass druckreife Bücher entstehen (wenngleich das immer wieder vorkomme, zumindest nach einer Überarbeitung), vielmehr gehe es um den Prozess des Schreibens: Den Mut, einfach draufloszuschreiben, ohne viel zu hinterfragen und zu sehen was passiert. So soll man unter Umständen „Flow“ herbeirufen können. Dass es lustiger wird und wohl auch, um sich gegenseitig über Tiefen zu helfen, pflegen die TeilnehmerInnen Kontakte: Sie treffen sich, trinken starken Kaffee, kommunizieren über das Internet. Bei einer eigenen „→Procrastination Station“ kann man sich dort auch noch die Zeit vertreiben, ohne am Roman zu schreiben, zum Beispiel in der Abteilung „Scare yourself with your own writing“.

Der „National Novel Writing Month“ ist inzwischen nicht mehr „national“, sondern international, die Homepage allein schon fünfsprachig, unter anderem Deutsch. Letztes Jahr soll es über 100000 Teilnehmer und 15333 Gewinner gegeben haben.

Links:

→NaNoWriMo

→NaNoWriMo Blog

→NaNoWriMo auf Deutsch

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14 Responses to “Amerikanischer Fleiß – National Novel Writing Month”


  1. 1 thewritingfranz Oktober 30, 2008 um 21:04

    Das ist ein ganz tolles Project, gefällt mir. Wieviele Seiten wohl 50 000 Wörter sind?
    Ich hoffe, Du wirst bald wieder gesund.

  2. 2 krimi0krimi Oktober 30, 2008 um 21:07

    Das hängt von der Länge der Wörter ab.

    Wenn Du Wörter wie Sarahpalinhalloweenkostümverleihsbesitzer nimmst, sind 50000 Wörter viel mehr Seiten als bei Sätzen wie „He Du, Oida, tua di net obi.“

  3. 3 krimi0krimi Oktober 30, 2008 um 21:32

    So wie ich momentan schreibe: Etwa 230 Normseiten, also gerundet 7,6666666666666666666666666666666666666666666667 Seiten pro Tag.

  4. 4 thewritingfranz Oktober 30, 2008 um 21:33

    Habe gerade eine Seite gezählt, eine Seite von meinem Geschreibsel, da waren 539 Wörter, da waren auch einige Absätze. Also sagen wir, dass im besten Fall 600 Wörter auf die Seite kommen, dann sind 50 000 Wörter ca. 850 Seiten. Das ist ganz schön viel für einen Monat.

  5. 5 thewritingfranz Oktober 30, 2008 um 21:40

    Stimmt nicht. Da ist ein Rechenfehler drinnen. Es sind ca. 85 Seiten. Auf der NaNoWri-Seite werden ca. 175 Seiten angegeben. Da sind wahrscheinlich viele Absätze eingerechnet oder kleinere Seiten als DINA4.

  6. 6 krimi0krimi Oktober 30, 2008 um 21:43

    Bei mir sind es nur 83,3333333333333333333333333333333333 Seiten, wenn Du 600 Wörter auf eine Seite quetscht. Komisch. Fünfzigtausend dividiert durch sechshundert sind dreiundachtzig Komma drei Periodisch, also rund 2,7666666666666666666666666666667 Seiten pro Tag. Du schaffst anscheindend eine sehr dichte Athmosphäre auf Deinen Seiten, ich schreibe nur an die 230 Wörter drauf.

    Warum kommen da nur ständig so unrunde Zahlen raus? Schon 50001 Wörter ergäbe bei 600 Seiten eine normale dreistellige Kommazahl (83,335).

  7. 7 krimi0krimi Oktober 30, 2008 um 21:49

    Ach so, jetzt haben wir uns überschnitten. Sie rechnen wahrscheinlich Standardmanuskriptseiten also 30 Zeilen zu 60 Zeichen.

    Bei mir passen auf eine Standardmanuskriptseite weniger Wörter, weil ich lange Wörter mag und wenn die Silbentrennung aus ist, gibt es Löcher.

  8. 8 krimi0krimi Oktober 30, 2008 um 21:56

    Wir beide haben jetzt und hier zusammen auch schon einfach aus Jux und Tollerei über 500 Wörter produziert, das wäre schon ein Drittel des Tagespensums. Man glaubt ja gar nicht, was man den ganzen Tag so zusammenschreibt, ohne, dass man es merkt.

  9. 9 KaLie November 14, 2008 um 14:57

    Servas!!!!

    Na wie läufts den bei NaNoWriMo?
    Ich habe leider bereits wieder aufgegeben, da ich durch meinen Prüfungsstress einfach keine Zeit mehr habe, wieso eigentlich immer November??! ;)
    Viel Spaß wünsch ich dir noch, ich beneide dich!
    LieGrü

    KaLie

  10. 10 krimi0krimi November 14, 2008 um 20:26

    Hallo!

    Ich habe auch nicht mitgemacht, von Anfang an. Obwohl es mich reizen würde, einfach einmal diese Erfahrung zu machen: Sich in einen Rausch hineinzuschreiben und zu sehen was kommt. Und ich denke, um das einen Monat durchzuziehen, braucht es das Ziel und das Kollektiv, denn da wird es viele Stunden geben, in denen es einen anzipft. Aber das geht sich auch bei mir nicht aus: Zu viel andere Dinge um die Ohren und ich kann es mir auch nicht leisten, in der Arbeit ständig übernächtig zu sein, weil ich bis drei in der Früh herumtippe. Ich kann es ja einmal mit einem Schreibschwipserl probieren, so ein Wochenende lang.

    November? Ich weiß es ja nicht, was sie sich gedacht haben: Aber für mich ist der November schon der Schreibmonat Nummer eins: Draußen ist es grausig, Feiertage gibt es auch noch nicht. Da hat man nix Besseres zu tun.

  11. 11 KaLie November 17, 2008 um 10:07

    Servas! *winkt*
    Menschen sollten vorher wirklich überlegen bevor sie unbedacht lostippen und Fragen in den Raum stellen, nun erscheint es natürlich klarer, dass sie den Termin im November ansetzten, was für ein Aha-Effekt! ;)
    Trotzdem, für mich is es eigentlich eine sehr aufregende Zeit vom November her, ob es jetzt das Lernen betrifft oder die internen eigenen Feiertage die man mit den Freunden verbringt!
    Heute zum Beispiel ist es wunderschön sonnig draußen bei uns in der grünen Steiermark, Schneefallgrenze bei 500-900m.
    Keine Ahnung warum, aber für mich ist der November einfach meine Zeit, sogar wenns draußen grausig ist, ein Spaziergang in dieser Jahreszeit, wo sich das Laub bereits gefärbt hat, auch wenn mal kein Sonnnenstrahl zu sehen ist, hat doch was unglaublich schönes.
    Nagut, in diesem Sinne noch einen wunderschönen Arbeitstag! *winkt*

  12. 12 thewritingfranz November 17, 2008 um 17:24

    De gustibus non est dispudandum stimmt schon. Aber so ein grauslicher Nebeltag im November, da ist mir doch eher brrrrr. Laub haben wir auch keines mehr, nackte Bäume umgeben mich und grinsen mich an wie Gerippe. Auch Du auch du schreien sie mir zu. Jaja, rufe ich zurück, schreit nur ruhig, aber bald wird die Schneefallgrenze wirklich auf 500m sinken, und dann seid ihr, die Bäume, wieder ruhig und schön. Dann kommt meine Zeit, auch wenn mir der Sommer lieber ist, mit 40 Grad in der luft und 28 Grad im Wasser.

  13. 13 krimi,krimi November 17, 2008 um 20:50

    @ KaLie

    * winkt zurück. Bei uns war es heute auch sonnig. Aber aufgewachsen bin ich im Rheintal: Also im Nebel. Und dann war ich drei Jahre in Vöcklabruck: Dauernebel von Oktober bis März. Ich habe wahrscheinlich für mein Leben genug November und werde mich nie dran gewöhnen, dass er nicht immer und überall schrecklich ist.

    @ Franz

    Geh, der Hallstättersee hat 28 Grad? Du bist ein Schmähtandler. Oder ein Pessimist, der schon die Erderwärmung vorwegnimmt.

  14. 14 franz November 17, 2008 um 21:19

    Weer redet vom Hallstättersee? Da gehst höchstens du hinein bei 15 Grad, brrrrrrrrrrrr. Ich denke an den Süden.


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