Lose Enden

Ich habe jetzt schon sehr lange keinen Krimi mehr gelesen, bei dem ein Fall am Ende ordentlich gelöst wird. Ich frage mich jetzt:

  • Ist das eine Modeerscheinung? Praktisch ein „must have“ in der Saison 2008?
  • Wird der Krimi dadurch „literarisch“?
  • Sind die ErmittlerInnen heutzutage alle so unfähig …
  • … oder die AutorInnen zu faul, den Krimi ordentlich zu Ende zu schreiben?
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6 Responses to “Lose Enden”


  1. 1 thewritingfranz Oktober 27, 2008 um 21:42

    Die Maxian, die löst schon, auch wenn sie sich beim Mörder mit den perversesten Methoden – z. B. stopft er seine Mutter aus – fragt, ob dieser psychisch gestört sei.

    vielleicht gibt es auch keine klaren Lösungen mehr, wenn man sich mit Systemen – mit der Forschung, der Medizin, der Justiz etc. – als Schuldige befasst. Und das kommt doch immer häufiger vor. Oder täusche ich mich?

  2. 2 krimi0krimi Oktober 27, 2008 um 21:46

    Das kann gut sein. Dass es keine klaren Lösungen mehr gibt, wenn man all diesen komplizierten Dinge im Krimi berücksichtigen will. Ich habe schon gedacht, jetzt hat sich die Sache ins Gegenteil verkehrt: So wie früher ein ordentlicher Krimi ein ordentliches Ende hatte, hat heutzutage ein ordentlicher Krimi ein unordentliches Ende. Ich aber bin dringend für die Freiheit der Enden.

  3. 3 krimileser Oktober 30, 2008 um 10:39

    Vielleicht liegt’s an der Auswahl Deiner Lektüre ?

  4. 4 krimi,krimi Oktober 30, 2008 um 19:35

    Das kann gut sein. Vielleicht sollte ich lieber Liebesromae lesen, die werden sicher aufgelöst. In Tränen der Rührung normalerweise.

  5. 5 Krimileserin Januar 12, 2009 um 15:03

    Ich kann deine Frage nur allzugut nachvollziehen. Stört mich ebenfalls maßlos an vielen Krimis heutzutage. Kann dir in diesem Sinne „Blutschrift“ von J. Jaeger empfehlen, spannend von Anfang bis Ende – und keine losen Enden am Schluss!

  6. 6 thewritingfranz Januar 13, 2009 um 19:45

    Bei Liebesromanen fängt der Krimiteil erst nach dem – vorläufigen – Schluß mit Rührung an.


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