Austriazismen-Prüfung

Ich bin wieder da, aber so mit dem Schreiben von Dingen beschäftigt, die selbst bei liberalster Definition von „Krimi“ nicht als Krimi duchgehen, dass das Blog verlassen dahindarbt.

Bis ich wieder mehr Zeit habe, will ich wenigstens auf einen Link zum Spiegel verweisen, dort geht es um die Verknüfung zwischen Medizin und Sprache und da auch Krimis etwas mit Sprache zu tun haben, ist das Thema irgendwie eh auch verwandt mit Krimis. Weitläufig. Hintergrund ist die leidige Diskussion, wieviele deutsche MedizinstudentInnen wir in Österreich ausbilden können und ob es legitim ist, die Zahl zu beschränken. In Deutschland werden von 40000 Anwärtern nur 10000 aufgenommen, sagt unser interimistischer Rektor →Manfred Dierich im Standard, dabei sei das Land 10 Mal so groß. Damit meint er wohl die Bevölkerung, nicht die Fläche, habe ich grad errechnet, sonst wäre es nur etwa 4 Mal so groß. Jetzt wollen sicher nicht alle 30000 Leute, die in Deutschland keinen Studienplatz bekommen, zwischen hohen Bergen studieren, aber Österreich hat insgesamt nur 1500 Studienplätze für alle Nationen inklusive Österreich und das ist ein bisschen knapp (wenn es auch wieder um die Hälfte mehr sind als in Deutschland, wenn man es pro Kopf rechnet). Deshalb gibt es für fünf Jahre eine Quote, ich weiß gar nicht, wie hoch sie ist, aber ein Teil der Plätze ist für ÖsterreicherInnen reserviert. In diesen fünf Jahren muss Österreich in Brüssel nachweisen, dass es ohne diese Quote in einen ÄrztInnenmangel schlittert, denn Quoten lässt die EU im Prinzip ja nicht zu. Eine deutsche Studentin →klagt jedenfalls jetzt schon ihren Studienplatz in Österreich ein, darüber schreiben sogar  →deutsche Zeitungen.

Und weil das Thema „Zulassungen zum österreichischen Medizinstudium“ so brisant ist, hat der Spiegel inzwischen einen eigenen Aufnahmetest veröffentlicht, den „Numerus austriacus“, der den geschmeidigen Umgang mit Austriazismen überprüft. Entwickelt habe den Test Helmut Schliesselberger von den „Salzburger Nachrichten“. Da das Österreichische bekanntlich nicht allerorten gleich ist, habe ich mich selber anstrengen müssen. Meine Lieblingsfrage:

Ein wamperter Tschecherant steht blunznfett mit einer Eitrigen auf einem Fensterbankl im Mezzanin. Sind notfallmedizinische Maßnahmen aus ärztlicher Sicht angezeigt?

Das klingt sehr Wienerisch, aber die haben immerhin auch die größte UNI. Wer hier studieren will oder urlauben oder auch nur sich amüsieren, muss das lesen und zwar →hier.

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