Kriminachrichten aus Österreich

Auf Ingeborg Sperl ist Verlass: →Jede Woche eine Rezension. Diese Woche schreibt sie über Anne Holts „Der norwegische Gast“: „In Norwegen entgleist ein Zug wegen eines Schneesturms. Die Passagiere können trotz des Orkans evakuiert und in ein nahegelegenes Berghotel gebracht werden.“ Dort passiert ein Mord. Ermittlerin ist „Hanne Wilhelmsen“, eine Ex-Polizistin, die nach einem Schusswechsel querschnittgelähmt im Rollstuhl sitzt. Frau Sperl gefällt das Buch.

Und was ist das jetzt? →“Bücher können zerstören, ja töten“, steht im Standard. Und damit sei nicht gemeint, dass einem Bücher auf den Kopf fallen können. Vielmehr geht es um das Buch „Akademie Pessoa“ von Julika Brandestini. Die „Akademie Pessoa“ sei eine „Vereinigung literarischer Schiffbrüchiger, minderbegabter Autoren, die Schreibblockaden nicht überwanden, an Romanen scheiterten, als Verlagszuarbeiter ihre Existenz fristen und gegen die Literatur zu Felde ziehen.“ Nach und nach kämen sie zu Tode. Das Buch wird aufs wärmste empfohlen. Die Rezension stammt von Alexander Kluy.

Überhaupt, der Standard, der muss jetzt einmal als Ganzes empfohlen werden. Dort gibt es aktuell eine literarische Sonderausgabe zum Thema: „Lesen&Schreiben – Schriftsteller schildern, was sie lesen und wie ihre persönlichen Zugänge zum Schreiben sind“, u.a. mit Beiträgen von Paulus Hochgatterer, der hier letzte Woche im Schaufenster stand, Wendelin Schmidt-Dengler, Marlene Streeruwitz und Peter Turrini. Leider ist die Sache sehr schwer zu verlinken, weil sie ziemlich verstreut ist. Besonders ungünstig ist auch, dass der Autor/die Autorin nicht drüber steht, sondern irgendwo, so auf Seite sieben dann. Den Hochgatterer-Beitrag unter dem Titel „→Petzi, Eisenbahn, Schakal“ habe ich immerhin aufgespürt. →Hier gibt es auch ein paar Beiträge dazu, es sind jene mit der gelben Schrift quer drüber.

Was ist denn mit den anderen los? Es ist ja nicht so, dass ich nur im Standard nachschaue, aber die anderen schaffen es immer wieder, ihre Krimi-Beiträge so vor mir zu verstecken, dass ich sie nicht finde.

Gut, dass wir noch die Eselsohren haben. Dort wurde zuletzt „→Amberville“ von Tim Davys renzensiert. Es gefiel nicht schlecht. Darüber hat sich doch letzthin ein Blog despektierlich geäußert, wo war das noch? Ahja, bei →Georg: Ein Krimi, bei dem die ProtagonistInnen Stofftiere sind. Bei dieser Gelegenheit muss ich doch gleich loswerden, was ich auf meinem Streifzug gerade im →Literaturhaus gefunden habe (kein Krimi): „Rainer Maria sucht das Paradies“. „Rainer Maria“ ist eine Nacktschnecke aus dem Waldviertel. Rainer Maria lernt die Garnele „Tiger Lilly Prawn“ kennen, die von einem Meeresfrüchtetransporter gepurzelt ist und macht sich mit ihr auf den Weg nach Italien. Ein Buch „→für große Kinder und kindische Erwachsene“ von Daniel Glattauer, beim Literaturhaus rezensiert von Christine Schranz.

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