Kriminachrichten aus Österreich

Im Standard wird dieses Mal nicht nur gelesen, sondern auch gehört: Christoph Winder rezensiert →“Maigret und der Weinhändler“ von Georges Simenon, hier in einer Hörbuchfassung, gelesen von Gert Heidenreich: „Der Dramaturg, Schauspieler, Autor und Journalist Gert Heidenreich liest den Roman mit wohltönend sonorer Stimme und einem gelegentlichen Anflug von dezenter Ironie. Ein schönes Hörbuch zur Einstimmung auf den nahenden Herbst“, meint Herr Winder. Ich meine, man kann es genauso gut als Einstimmung auf Italien im Tauerntunnelstau hören. Das ist doch ein tolles Staubuch.

Direkt für den Urlaub empfiehlt Ingeborg Sperl Nicci Frenchs →“Bis zum bitteren Ende“. „French kann gut erzählen, erfordert ihre Leser aber nicht durch allzu viel Tiefgang“, meint Frau Sperl. Deshalb eigne es sich für den Urlaub, denn es unterhalte, ohne einen derart in Beschlag zu nehmen, dass man seine Umgebung ausblenden muss. Für den Stau dürfte es dennoch nicht geeignet sein, soweit ich weiß, darf man während dem Auto fahren, gar nicht lesen.

Ebenfalls beim Standard gibt es einen Text der Schrifstellerin →Brigitte Schwaiger. Er handelt von Wien und der Psychiatrie in dieser Stadt und im Allgemeinen. Mit Krimis hat das gar nichts zu tun, aber es geht um Regionales und Psychiatrie und passt daher so gut in dieses Blog, dass es einfach herein muss.

John Harveys „Schlaf nicht so lange“ hat Ingeborg Sperl schon letzte Woche besprochen. Seltsam, ich habe ihre Rezension letzte Woche →vermisst und jetzt ist die Rezension plötzlich da. Vielleicht ist das jetzt ein Spiel. Denk ich mir nur, denn →“Vermisst und wieder aufgetaucht“, ist der Titel dieser Rezension.

Außerdem →erfahren wir beim Standard, dass der zweite Teil des österreichischen Horrorfilms →“In drei Tagen bist Du tot“ von Andreas Prochaska schon einmal bei den Filmfestspielen in Locarno gezeigt wurde, dass er zum Teil in Tirol spielt und dass „degenerierte Hinterwäldler“ vorkommen. Über die Filmfestpiele in Locarno berichten auch die →Oberösterreichischen Nachrichten.

Der Kurier feiert den 65 Geburtstag von Robert de Niro, den er →“Experte für Außenseiter und Mafiosi“ nennt. Er könnte auch ein Schnitzel spielen, wird der Schauspieler in jenem Artikel zitiert. Da fühlen wir ÖsterreicherInnen uns natürlich geehrt. Wenn er das wirklich so gesagt hat. Es wäre immerhin viel naheliegender, dass er seine Schauspielkunst untermalte, indem er verkündet, einen Hamburger oder einen Doughnut spielen zu können. Ich bin da allerdings skeptisch. Eher hat wohl irgendein eifriger Übersetzer ein beliebiges Stück amerikanischen Fleisch in „Schnitzel“ übersetzt. Aber gut. Ich hoffe, dass trotz dieses Talents, Lebensmittel zu verkörpern, auch in Zukunft bessere Rollen als Schnitzel oder Doughnuts angeboten bekommt.

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