Kriminachrichten aus Österreich

Liegt der Standard im Sommerloch? Anders kann man es kaum erklären, dass wir dort lesen müssen, dass →Frau Leon Charles Dickens liebt, seit sie 15 ist. Naja. Interessanter ist da schon die Rezension von →“Tiburn“ von Ian Levinson, rezensiert von Ingeborg Sperl. Es gehe um einen Geschichtsprofessor, der sich von der minderjährigen Tochter seines Nachbarn verführen lasse und dabei von einem Bankräuber beobachtet werde. Das ist nun eine interessante Konstellation. „Absolut empfehlenswert“ findet Frau Sperl das Buch.

Die Wienerzeitung bringt ein „Extra“ zum Thema →“Heftchenromane“ von Christina Zoppel und Andreas Walker. Heftchen sind nun eine Form, in der bekanntlich auch Krimis erscheinen: Jerry Cotton habe sich bisher über 850 Millionen Mal verkauft. Außerdem berichtet sie über den →“Mädchen!“ Schreibt! Krimis!“ – Wettbewerb, dem „Mentoring-Programm der mörderischen Schwestern“, wer dieses Blog liest, hat die →Nase allerdings vorne, bei uns steht das schon seit über einem Monat. →Hier geht es zum Wettbewerb.

Der Kurier-Blog „Kult“ bloggt über ein neues →“Sherlock Holmes“- PC-Spiel, das Anfang August mit neun neuen Fällen in den Handel kommt. Sherlock Holmes löse sogar Sudokus! Jaja, er wird auch nicht jünger, wahrscheinlich muss er seine grauen Zellen trainieren. Ansonsten werden bei Kurier wie auch andernorts die Krimis ein bisschen von diversen Festspielen aus den Kulturseiten verdrängt.

Die Presse berichtet unter dem Motto →“Wien soll Leipzig werden“ über die Wiener Buchmesse, die im November erstmals im Messegeländer stattfinden soll, nachdem sie bislang im viel kleineren Rathaus war. Allerdings gestalte sich die Anmeldung der deutschen Verlage schleppend. Das ist natürlich ein Problem, wenn man Leipzig werden will. Also, liebe hier mitlesende Leipziger Verlage, bitte meldet Euch an, es gibt in Wien die schönsten Lippizaner der Welt, die beste Sachertorte der Welt, die größten Raunzer der Welt und im November ist es auch schön morbid, also bestens geeignet für die Krimibranche. Ihr werdet es nicht bereuen!

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15 Responses to “Kriminachrichten aus Österreich”


  1. 1 JL Juli 28, 2008 um 14:21

    mein Lieblingsthema: Leons literarischer Geschmack, der — einmal wenigstens — mit dem eines deutschen Krimipapstes konform geht.

    Beste Grüße!

  2. 2 krimi0krimi Juli 28, 2008 um 14:36

    Dann ist die Nachricht also doch gewichtiger als ich dachte.

  3. 3 Reinhard Juli 28, 2008 um 15:44

    Nicht vergessen wollen wir Jerry Cotton, zu dessen bekennenden Anhängern ich mich zähle. Da muss wohl ich einmal eine Rezension schreiben, wenn es sonst keiner tut.

  4. 4 JL Juli 28, 2008 um 16:35

    Jerry Cotton: in mir hätten Sie unbedingt einen Leser!

  5. 5 Reinhard Juli 28, 2008 um 19:19

    Jerry Cotton habe ich ja schon lange nicht mehr gelesen, aber als Jugenderinnerung bleibt er lebendig wie Elvis. Die alten Filme versäume ich nie. Für mich ist er so ein McDonald der Literaturszene, er gibt nicht vor, mehr zu sein, als er ist. Beim Mac bekomme auch ein vollsynthetisches essen, Cola Light und Eis mit Caramel. Das mag ich genau so gerne.

  6. 6 krimi0krimi Juli 28, 2008 um 19:37

    Hallo Reinhard, Jerry Cotton vergessen wir nicht. Sowohl die Wienerzeitung als auch ich haben ihn erwähnt. Das mit der Rezension ist wirklich eine gute Idee!

  7. 7 thewritingfranz Juli 28, 2008 um 20:22

    Bitte bald eine Jeremias Baumwolle-Rezension. Weißt du noch den Namen von Jerrys Chef?
    Ich schreibe dann gerne auch noch eine Rezension von einem Lassiter oder, noch besser, von einem Sylvia-Roman.

  8. 8 JL Juli 28, 2008 um 20:50

    ist das nicht Mr. High — Zugang nur über die ‚patente‘ Sekretärin?

  9. 9 thewritingfranz Juli 28, 2008 um 21:01

    Richtig, und wer spielte ihn im Film?

  10. 10 thewritingfranz Juli 28, 2008 um 21:46

    Psychologisch geben Jerry und sein Freund einiges her. Whiskey on the Rocks in Mengen, ein roter Jaguar mit langer Schnauze, sehr, sehr enge Freundschaft.

  11. 11 thewritingfranz Juli 28, 2008 um 21:49

    Und bei einer Pistole (welche Marke war das bloss?) mit langem Lauf, kommt so mancher Psychologin schon so ein Gedanke. Die haben ja schon Gedanken zu Gamsbärten.

  12. 12 krimi.krimi Juli 28, 2008 um 22:10

    Also bitte schön, mir kommt keinerlei Gedanke, wenn ich einen Gamsbart sehe. Wenn ich über Gamsbärte und Männlichkeit rede, ist das ein rein wissenschaftlicher Vorgang, ich zitiere →Girtler.

  13. 13 krimi0krimi Juli 28, 2008 um 22:12

    Jerry Cotton habe ich tatsächlich auch gelesen, so mit 16, 17. Gerne. Ich kann mich aber nicht mehr erinnern.

  14. 14 thewritingfranz Juli 30, 2008 um 19:10

    Ich dachte, junge Frauen lesen Sylvia-Romane und Rosamunde Pilcher, während wir als junge Männer heimlich die Mutzenbacher verschlangen, neben Jerry Cotton natürlich. Beide führten natürlich bei den Heranwachsenden zu neurotischen Störungen. Noch dazu war es die Zeit des Minirocks, wobei uns aber die Klassenkameradinnen das Anfassen verboten. Ausser einmal, in Spießbergers Weinstube. Aber das ist eine andere Geschichte.

  15. 15 Reinhard Juli 30, 2008 um 19:28

    Habe bei Girtler nachgesehen, schrecklich. Der verbrachte seine Kindheit im Spital? Arg.

    Und der Jerry hatte keine Pistole, sondern eine 38er Special, Smith & Wesson. Und was war in Weinbergers Spießstube? Wenn das die Margit sieht!


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