Georges Simenon – ein Mann der Superlative

Er habe Groschenromane unter 23 Pseudonymen geschrieben, bis zu 80 Seiten an einem Tag geschafft und sechs bis elf Tage für einen 200-Seiten-Roman gebraucht. Er habe der Nachwelt 200 Trivialromane und 1500 Erzählungen und Reportagen, dazu weitere 200 Romane unter seinem richtigen Namen hinterlassen. Die Gesamtauflage seiner Bücher werde auf eine halbe Milliarde* geschätzt, sein Werk sei in mehr als 60 Sprachen übersetzt worden. Auch privat mochte er Extreme: Er habe 29 Häuser besessen und wieder verkauft, zuletzt habe er einen Haushalt in der Schweiz mit fünf Limousinen, einem eigenen Privatspital mit Operationssaal und dem größten privaten Swimmingpool Europas geführt.

Das alles steht im aktuellen →Profil, Wolfgang Paterno hat den Artikel anläßlich der Neuedition von 75 Maigret-Romanen bei Diogenes verfasst. Der Artikel ist leider nicht online.

* korrigiert, vorher fälschlich: Million

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22 Responses to “Georges Simenon – ein Mann der Superlative”


  1. 1 JL Juli 18, 2008 um 6:14

    die halbe Mio Gesamtauflage kann nicht stimmen, oder? Beste Grüße!

  2. 2 krimi.krimi Juli 18, 2008 um 7:20

    Milliarde! Danke für die Korrektur!

  3. 3 krimi0krimi Juli 18, 2008 um 7:25

    Ich weiß jetzt nicht, was ihm ihm neidiger sein soll: Die 80 Seiten pro Tag oder das Privatspital.

  4. 4 Reinhard Juli 18, 2008 um 10:26

    Wenn man die 80 Seiten pro Tag in den Buchhandel bringt würde ich das vorziehen.

  5. 5 Michael Petrikowski Juli 19, 2008 um 10:12

    Der Diogenes Verlag, der Georges Simenon seit 1974 verlegt, bringt zur Zeit sämtliche Kommissar Maigret-Romane neu heraus, in chronologischer Reihenfolge und in revidierten Übersetzungen. Die 75 Bände erscheinen zwischen April 2008 und September 2009, pro Monat sind vier Romane als elegante Pappbände mit Paris-Karte geplant.

  6. 6 Georg Juli 20, 2008 um 17:14

    Gut: Trackback funktioniert.

  7. 7 krimi0krimi Juli 20, 2008 um 22:56

    Außerdem habe er nach eigenen Angaben mit ungefähr 10000 Frauen geschlafen, darunter 8000 Prostituierten. Steht auch im Profil.

  8. 9 krimi0krimi Juli 20, 2008 um 23:03

    Die Seite „Gomgut“ listet übrigens →Pseudonyme auf (französich).

  9. 10 Georg Juli 20, 2008 um 23:06

    Pro Nacht? Mannomann. Schappo! Und das als Belgier.

  10. 11 Georg Juli 20, 2008 um 23:08

    Plick et Plock? Das ist ja besser als Dieter & Paul.

  11. 12 krimi0krimi Juli 21, 2008 um 0:01

    Nicht in einer Nacht: „Ich habe 10000 Frauen gehabt, seit ich dreizehneinhalb war“, soll Simenon 1977 gesagt haben. Wenn er also im Februar 1903 geboren ist, war er im Juli 1916 dreizehneinhalb, bis 1977 waren es von da ab gerechnet doch rund 61 Jahre. Wann genau 1977 er das gesagt hat, steht leider nicht da, insofern ist das jetzt bis auf ein halbes Jahr gerundet.

  12. 13 krimi0krimi Juli 21, 2008 um 0:04

    61 Jahre sind übrigens rund 22265 Tage (die Schaltjahre sind nicht berücksichtigt), das geht sich also locker aus, es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln. Prekär wird es erst, wenn man das alles zusammenrechnet, also die Frauen und die 80 Seiten und das alles. Unglaublich, der Mann.

  13. 14 krimi.krimi Juli 21, 2008 um 20:08

    Hmmmmm. „Plick et Plock“ ist schon gut. Und „Misti“, und „Bobette“ und „Miquette“. Und natürlich „Gom Gut“. Aber anscheinend hat er Pseudonyme bevorzugt, die sich von „Georg“ ableiten:

    Georges d’Isly
    Georges Sim
    Georges Caraman

    Georges Martin-Georges!!!!

  14. 15 thewritingfranz Juli 22, 2008 um 21:17

    Merkwürdig, ich dachte hier kämen mehr Kommentare zu dem enormen Frauenkonsum. 22 000 Nächte und 10 000 Frauen, das ergibt ca. 2,2 Nächte pro Frau oder 0,49 Frauen pro Nacht.
    Wobei man sich einer Frau auch am Tage nähern kann. Aber bei dieser Anzahl darf man für eine nicht zu viel Zeit verwenden. Wie hat er das gemacht? Und 8000 Prostituierte sind ja auch nicht wenig, die muss man zuerst aufsuchen und dann bezahlen. Woraus sich die Fragen ergeben, wo hat er diese aufgesucht und was hat das gekostet? Geld dürfte für ihn ja keine Rolle gespielt haben. Aber die zeitfrage bleibt ungeklärt. Spätestens im Alter muss er nach dem Akt doch ein wenig müde und zittrig gewesen sein, andererseits war er ein Mann. Da gibt es diesen Witz, .. Ah nein, den erzähle ich hier nicht.
    Für mich ergibt sich auch, dass eine grosse Anzahl von Geliebten offensichtlich Phantasie, Kreativität und Arbeitskraft steigern. Hilfe, ich lebe im falschen Ort, hier gibt es nur 7000 Einwohner, davon sind viele männlich. Wie soll ich kreativ werden?

  15. 16 krimi.krimi Juli 22, 2008 um 23:00

    Ich glaube, er musste sie nicht aufsuchen, er konnte sie bestellen. Trotzdem ist es beachtlich.

  16. 17 thewritingfranz Juli 22, 2008 um 23:27

    Und wann schreibst du die ersten 89 Seiten?

  17. 19 thewritingfranz Juli 22, 2008 um 23:32

    Lebt Reinhard noch oder fiel er vom Pferde? Vielleicht als er seinen Knaben zum Hof bringen wollte? Oder das Pferd scheute vor der Birkenwirtin?

  18. 20 thewritingfranz Juli 24, 2008 um 20:36

    Oder Reinhard muss ein krankes Pferd tragen?

  19. 21 krimi0krimi Juli 24, 2008 um 22:45

    Hat Reinhard einen Knaben? Ich hoffe, er stürzt nicht vom Pferd.


  1. 1 giorgione.twoday.net Trackback zu Juli 20, 2008 um 17:13

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