Kriminachrichten aus Österreich

Einen irischen Krimi bespricht dieses Mal der Standard: Das Debut der in Dublin lebenden Autorin →Tana French. 600 Seiten ohne Durchhänger, meint die Rezensentin Ingeborg Sperl und das ist in der Tat beachtlich.

Im Literaturhaus rezensiert Barbara Angelberger →“Kreuzigers Tod“ von Peter Oberndorfer: „Ungewöhnlich und wohltuend an Oberdorfers Erstling ist, dass er im Gegensatz zur sonst übliche Autro Krimi Produktion keinen lustig-flapsigen Ton anschlägt, sondern sich um Ernsthaftigkeit bemüht. Da frage ich mich jetzt schon, ob das nicht eine Generalsierung ist. Was ist denn zum Beispiel lustig-flapsig am Polt? Ist Slupetzky so flapsig? Oder Thomashoff? Aber vielleicht haben Haas und Raab viel überstrahlt. Jedenfalls gelte hier: der Krimi-Plot und die psychologische Zeichnung der HandlungsträgerInnen (sic! gendergerecht!) stehe im Vordergrund und nicht die Pointe. Trotz mancher Unstimmigkeiten sei Oberdorfer ein Debut gelungen, das Lust auf mehr macht, fasst die Rezensentin zusammen.

Die Wienerzeitung würdigt in aller Kürze →Janwillem van de Wetering.

Und die KollegInnen von den Eselsohren schreiben und schreiben und →schreiben. Dieses Mal über „Dr. Siri und seine Toten“ von Colin Cotteril unter der sehr österreichischen Überschrift „An was für Haaren herbei gezogen“ und über „Nasses Grab“ von Helena Reich unter dem international verständlichen Titel „Nicht mein Fall“. Außerdem über „Im Namen des Mörders“ von Giorgio Faletti.

Nachgereicht und nur um nicht den Eindruck zu erwecken, dass in Österreich praktisch niemand über den Tod von Janwillem van de Wetering schreibt: Auch der →Standard schreibt und der →ORF. Und der →Hauptverband des Österreichischen Buchhandels. Besonders ergiebig ist das aber alles nicht.

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6 Responses to “Kriminachrichten aus Österreich”


  1. 1 Georg Juli 13, 2008 um 11:06

    Kannst du den Link zu Cotterill noch nachreichen? Der jetzige führt zu Weterings grausig geschriebenem Kurznachruf und dem noch viel grausigeren Kommentar dazu. Danke.

  2. 2 krimi0krimi Juli 13, 2008 um 22:28

    Ohje, ohje. Es ist korrigiert. Danke für den Hinweis.

  3. 3 krimi0krimi Juli 13, 2008 um 22:56

    Und für Leute, die gescheitere Nachrufe auf Wetering lesen wollen, →verweise ich gerne auf →Dich.

  4. 4 krimileser Juli 14, 2008 um 10:11

    Ich frag‘ mich gerade, was Wörtche zu der Frenchrezension sagte – im Ergebnis stimme ich der Rezension übrigens vollinhaltlich zu.

  5. 5 krimi.krimi Juli 14, 2008 um 16:43

    Hallo Bernd,

    was Wörtche sagte, weiß ich nun auch nicht. Aber selber erlaube ich schon eine Meinung dazu: Das ist einfach eine andere Baustelle als das, was Ihr macht. Diese Baustelle, die Herr Klingenmaier bei Ludger →beschrieben hat. Mich selber lassen diese Kurzrezensionen oft sehr unzufrieden zurück, da ich mehr will, aber gut, das hat andere Ziele, andere Hintergründe, bedient sich auch anderer Methoden. Dieses Textfetzerl jetzt mit Deiner Rezension zu vergleichen, um eine Qualitätsdiskussion zu führen, erschiene mir wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

  6. 6 krimileser Juli 15, 2008 um 10:03

    Lieber Margit,

    OK, ich gebe es zu, meine Reaktion war dümmlich. Flashreviews sind schwierig, sehr schwierig der Individualität des Buches gerecht zu werden (Grabesgrün hat diese sackweise); Klingenmaier, nun der macht das gut.


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