Agatha Christie Krimipreis 2009

Endlich einmal ein Wettbewerb, bei dem auch der Reinhard mitmachen darf. Gerüchteweise war er ja sehr enttäuscht, dass er nicht in die Zielgruppe von →Lizzynet fällt, also weiblich und zwischen 12 und 22.

Der Fischer Taschenbuch Verlag, Hugendubel, FOCUS Online und das Krimifestival München vergeben den Agatha-Christie-Krimipreis und suchen die besten Krimiautoren Deutschlands.

Das steht auf der Seite der Fischerverlage und das klingt jetzt einmal gar nicht gut für den Reinhard, denn der beste Krimiautor Deutschlands kann er genau genommen nicht werden, dazu ist er zu tirolerisch. Außerdem schaut es so aus, als dürften nur Männer teilnehmen. Weiter unten heißt es aber:

Am Agatha-Christie-Krimipreis 2009 kann jeder teilnehmen – außer Mitarbeitern der Veranstalter und deren Angehörigen.

Jeder, das wären dann also auch Österreicher und Frauen. Reinhard kann also mitmachen und Anobella auch. Dass es den Veranstaltern ernst ist mit den Ausländern und den Frauen zeigt die Preisträgerliste des letzten Jahres, da sind drei Frauen und ein Mann drauf und eine Frau stammt aus der Schweiz. Wenn eine Schweizerin bester Krimiautor Deutschlands werden kann, dann kann das sicher auch der Reinhard.

Gewinnen kann man eine sündteure Uhr und einen sündteuren Füller, außerdem werden die Gewinnertexte in einer Anthologie veröffentlicht und bei Fischer veröffentlicht zu haben, klingt doch gut. Gefragt wird nach einer Kurzgeschichte von maximal 10 Standardmanuskriptseiten zum Thema „Die Uhr läuft ab“ und die ganze Ausschreibung gibt es bei →Fischers drüben. Einsendeschluss ist der 22.8.2008.

Gefunden per →Glarean Magazin.

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18 Responses to “Agatha Christie Krimipreis 2009”


  1. 1 Reinhard Juni 25, 2008 um 10:40

    Die Rettung naht, nachdem ich mich betrübt – wegen Inkompatibilität – von lizzynet abwenden musste. krimi.krimi’s Adlerauge sieht alles.

    Allerdings sind die Preise nicht verlockend. Eine Rolex habe ich seit dreissig Jahren und eine 400 Euro Pelikan auch schon lange. Das erinnert mich gelegentlich daran, dass man sich von der Schriftstellerei ziemlich wenig kaufen kann.

    Ganz brotlos ist sie natürlich nicht. Nach der Jahresabrechnung des ersten Krimis bin ich mit meiner Freundin gleich zu unserem Chinesen gefahren, Mittagsmenü. Eine Veröffentlichung in einer Anthologie (einer meiner sehnlichsten Wunschträume) würde mir zweifellos eine Montebianco und ein Cola Light beim Valier finanzieren.

    Ich denke, ich setze mich nachmittags auf mein Bike, reite zum Valier und zahl dort gleich selbst.

  2. 2 krimi.krimi Juni 25, 2008 um 16:57

    Reinhard, Du enttäuscht mich. Nicht einmal Ruhm und Ehre kann Dich locken? Bester Krimiautor Deutschlands?

  3. 3 Reinhard Juni 25, 2008 um 17:13

    Das enttäuscht nun aber mich, Margit, dass du mich für jemand hältst, der für Ruhm und Ehre auch nur einen Finger krumm machen würde. Nicht eine Sekunde.

    Stattdessen war ich nicht beim Valier, sondern bei meiner Lieblingsbuchhändlerin. Ein kühles Bier im Gastgarten, mit einer schönen Frau plaudern, die auch noch meine Bücher verkauft, diesen Sexappeal hat keine Jury der Welt.

    Um Epikur zu wiederholen, die Natur hat alles Notwendige als leicht erreichbar geschaffen, alles Schwierige dagegen als nicht notwendig.

  4. 4 krimi0krimi Juni 25, 2008 um 18:17

    Man kanns dem Mann einfach nicht recht machen. Eine Uhr hat er schon, wahrscheinlich seit der Firmung, berühmt werden will er auch nicht. Ich bin frustriert.

  5. 5 Franz Juni 25, 2008 um 18:29

    Wer braucht schon eine Rollex? Und einen Füllhalter? Ich sehe hier keinen, der mit der Hand schreibt. Aber Rum, deutschen Rum, Schriftstellerrum, dafür sollte man schreiben. Obwohl, unser Strohrum ist besser. Deshalb kaufen sich ja alle deutschen Schriftsteller im Urlaub bei uns Rum. Er ist ein rumreicher Autor, sagt man dann. Oder: Reinhard ist weltberumt.
    Möchte wissen, ob er mit der Buchhändlerin unter der Birke sass, weil manche sind gegen Birken allergisch. Also, wenn sie rot angelaufen ist, war das nicht die Lust, sondern vielleicht eine Allergie. Wer kennt sich bei Frauen schon aus?
    Rum und Ehe, Rum und Ehe, das hat schon was.

  6. 6 Reinhard Juni 25, 2008 um 19:12

    Ich hab ja alles, ich verlang eh nix. Deshalb lass ich die Preise denen, die auf sowas stehen. Ich plag keine Jury und verstell Nachwuchshoffnungen nicht das Siegerpodest, oder den Platz im unteren Mittelfeld, oder wo ich halt landen würde. Wenns einen unkomplizierteren Menschen gibt als mich, dann möcht ich den sehen.

    Und Franz, meine Birke ist nicht rot, sonder satt grün, und abends trink ich drunter meinen Single Malt.

  7. 7 Franz Juni 25, 2008 um 20:47

    Ich habe 2 Monate in Kärnten Bier unter einem Kastanienbaum getrunken und zwar jeden Abend. Erst zum Schluss erfuhr ich, dass es eine Linde oder ähnliches war. Wir blieben aber dabei: Gehn wir zum Kastanienbaumwirt auf ein Bier. Was schert mich die Bezeichnung des Baumes, wenn es dem Baum auch wurscht ist.

  8. 8 Reinhard Juni 25, 2008 um 21:58

    Recht hast, Franz, ein autonomer Mensch lässt sich da nix aufzwingen.

  9. 9 Ludger Juni 26, 2008 um 14:47

    Jungs, so wird das nun gar nix auf dem deutschen Krimimarkt. Ma‘ ein bisschen mehr Elan.

  10. 10 Reinhard Juni 26, 2008 um 15:09

    Da ist was dran, Ludger, aber die Margit hat ja erst eine Karte ausgespielt. Am Anfang eine niedrige, sie hat aber noch den Franz im Talon.

  11. 11 krimi0krimi Juni 26, 2008 um 15:49

    Der Franz ist mehr ein Dichter. Eigentlich bist Du mein Ass für den deutschen Krimimarkt. Wär schon fesch, wenn ich sagen könnte: Ach den, den kenne ich seit Langem. Könnte ich mich grad ein bisschen in Deinem Ruhm sonnen. Ludger hat Recht, wenn er meint, nur →hungernde Autoren sind gute Autoren. Hättest Du noch keine Uhr, könnte man vielleicht mit Dir reden. Aber so.

  12. 12 Reinhard Juni 26, 2008 um 18:01

    Ludger hat recht, und du auch. Wenn ich aber an meinem Ruhm arbeite, bin ich schnell ein hungernder Autor.

    Aber Ernst beiseite: Die Wettbewerbe haben allesamt ein Thema, und das lasse ich mir am Allerwenigsten vorschreiben. Kurzgeschichten mag ich nur von Meistern, etwa Edgar Allan Poe.

    Die Sonne meines Ruhms wird noch eine ganze Weile niemand wärmen, aber jetzt ist eh ein warmer Sommer.

  13. 13 krimi0krimi Juni 26, 2008 um 19:40

    Franz macht derweil Karriere in Deutschland. Auf dem Blog des führenden Karlsruher Literaturwissenschaftlers wird er schon mit →Karl Valentin verglichen.

  14. 14 krimi0krimi Juni 26, 2008 um 20:03

    Mit Karl Valentin oder Anarchisten, um exakt zu sein.

  15. 15 Franz Juni 26, 2008 um 20:18

    He Reinhard, liegst du gerade wieder unter der Wirtin und sprichst zum Lindenbaum? Ärgere dich nicht, dass du eine Rollex hast, von der kannst eh nichts abbeißen und wenn man hungern will um Künstler zu werden, kann man das auch mit einer teuren Uhr. Hungernde Künstler singen auch oft grossartige Arien über eine Mimi z.B. und der Liebe zu ihr. Die Mimi stirbt dann aber , wenn die Arien ausgehen an Lungenentzündung oder Schwindsucht und der Schriftsteller hungert weiter, aber nur noch mit Männern. Also halte Dich vor Mimis zurück, wenn du hungern willst. Habt ihr nicht sogar eine Hungerburg in Innsbruck für Künstler? Da beneide ich Euch, hier muss ich ganz allein hungern und muss das oft beim Fleischer tun.

  16. 16 Franz Juni 26, 2008 um 20:20

    Birke! Ich vergass, es ist eine Birke. Sorry R.
    Ich denke gerade darüber nach, was ich heute hungern soll. Soll ich keine Lebernkässemmel essen oder kein Butterbrot. Mit was nicht hungert man mehr? Und wie kann man am schnellsten hungern? Vielleicht mit keinem Brathendl? Ich will nämlich endlich schreiben.

  17. 17 Reinhard Juni 26, 2008 um 20:41

    Dein Ordnungsruf, Franz, kommt zur rechten Zeit. Ich war dran, in den tierischen Ernst zurück zu fallen, und das ist kein Scherz.

    Ich habe mir eben eine saftige Tortilla reingehungert, und ein kühles Budweiser. Die Birke ist zur Zeit disabled, zwegen der Gewitter.

    Von wegen Leberkässemmel, ich war vor Jahren im Kloster, zum Abnehmen. Da hatten wir 1000 Kalorien am Tag. Abends sind wir herumgekurvt, die Eingeweihten haben uns die Heurigen gezeigt. Dort gabs tolle Diäthendln und Diätschmalzbrote.

  18. 18 thewritingfranz Juni 28, 2008 um 23:12

    Die Geschichte der Lindenkastanie steht jetzt auf →meinem Blog.


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