Knallharter Thriller in idyllischer Landschaft

Da freu ich mich schon drauf. Die Salzkammergut-Information →salzi.at →vermeldet, dass Teil zwei des Kinothrillers „In drei Tagen bist Du tot“ bald fertig ist. Teil eins hat mich begeistert, allerdings mit einem starken Arm an meiner Seite, an den ich mich anklammern konnte.Ich beschäftige mich ja sehr mit dem Salzkammergut, weil mein Regiokrimi dort spielt. Und nicht nur meiner, die Landschaft scheint KrimischreiberInnen anzuziehen wie die Motten das Licht. Der Bekannteste dürfte wohl der Herr →Komarek sein, der aus dieser Landschaft stammt. Zwar spielen seine Polt-Krimis nicht im Salzkammergut, aber etliche Romane und da wird schon einmal ordentlich →gepascht. Sein Sachbuch →“Salzkammergut-Reise durch ein unbekanntes Land“ dient mir übrigens als wichtige Recherchequelle, denn ich bin ja im Gegensatz zu Komarek dort nicht einheimisch. Salzkammergut-Regiokrimis im engsten Sinn, was detaillierte Beschreibungen des Interieurs von Kaffeehäusern und der Autobahn zwischen Seewalchen und Regau einschließt, hat in den letzten Jahren →Beate Maxian veröffentlicht. Auch →Paul Jaeg und →Helmut Korherr haben – so hört man – in jüngster Zeit Krimis veröffentlicht, die im Salzkammergut spielen. Warum dort so viele Geschichten spielen müssen? Ich kann das nur für mich beantworten: Es ist das Schrullige, das Widersprüchliche, das mich anzieht. Man glaubt manchmal, die Zeit ist stehen geblieben, das gibt es nicht im Jahr 2008. Und das spielt in den Büchern, die ich kenne, auch meist eine Rolle: Da wird die unvergleichliche Landschaft mit ihren ungefähr 30 Seen auf ein paar Kilometern, die Schroffheit der Berge und der Menschen, sowie das seit jahrhunderten gepflegte Brauchtum ausgiebig dargestellt.

→“In drei Tagen bist Du tot“ ist da anders. Natürlich spielt der Thriller in dieser Landschaft, der Traunsee ist ein ganz zentraler Schauplatz, aber anstatt der schmucken Esplanade von Gmunden und dem fernsehberühmten Schloss Orth wird aus dieser Gegend ein Kreisverkehr und eine Tankstelle gezeigt. Keine Gmundner Keramik, keine Stahelschützen, keine Pascher, sonder banaler Alltag als Kulisse. Bei mir kommt derlei Attraktion vor, ich schreibe ein kitschiges Buch. Aber ich will nicht verschweigen, dass mir das gefällt: Dass man einen zutiefst österreichischen Film machen kann, der kein bisschen österreicherlt, sondern einfach nur spannend ist.

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2 Responses to “Knallharter Thriller in idyllischer Landschaft”


  1. 1 thewritingfranz April 24, 2008 um 23:07

    Ich – Häuptling starker Arm – kann mich an den
    Film erinnern. War wirklich gut und schauerlich. Da kurz nachher Wahlen waren, erhielten alle Ebenseer in Anlehnung an den Filmtitel von einBinnneniem Unbekannten eine SMS: In drei Tagen bist Du rot. Vor einem der unheimlichen Plätze des Filmes (Tatort)in Traunkirchen sass ich einmal mit einer schönen Frau nach ihrer bestandenen Prüfung und sie hatte das schönste und bezaubernste Lächeln der Welt. Man also auch kann auch an Tatorten lächeln.
    Starkarm


  1. 1 Kriminachrichten aus Österreich « krimi.krimi Trackback zu August 18, 2008 um 1:06

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