Wie man einen langweiligen Krimi liest

Überhaupt nicht, wird der geneigte Leser oder die geneigte Leserin dieses Blogs wahrscheinlich sagen. Man verscherbelt ihn bei ebay, legt ihn unter einen wackligen Tisch oder schenkt ihn der Schwiegermutter oder dem Ex. Das Leben ist zu kurz für langweilige Krimis.

Nun haben wir hier aber unser Psychiatriekrimiprojekt. Wir lesen nicht zu unserem Vergnügen, nein, sondern aus wissenschaftlichem Interesse und da muss man eben durch, wenn ein Krimi langweilig ist. Jetzt lese ich schon die ganze Woche an demselben und das Ende will und will nicht näher rücken, pflege ich doch regelmäßig einzuschlafen. Hier die Strategien, die mir zumindest über die ersten 152 Seiten geholfen haben.

* Kaffee, Kaffee, Kaffee (man sieht es dem Buch an)
*etwas anderes lesen – bewährt sich nicht
* nebenbei einen Thriller im Fernsehn schauen – das hält eventuell wach
* ein Liedchen pfeifen, pfeifen und schlafen schließt sich aus
* sich selber kneifen (an Stellen, die man nicht sieht)
* Fenster aufreißen (woher kommt nur der Schnupfen?)
* Riechsalz von der Oma
* Bewegung zwischendurch: Putzen, Nachbars Hund spazieren führen, Bier trinken gehen
* Zielmotivation: sich vorstellen, dass man mit der wissenschaftlichen Arbeit reich und berühmt wird
* Gehirnzellen anregen: die Morde für die nächsten vierzig Bücher planen, bei →wtd Ratekrimis lösen
* Emotionale Stimulation: die berühmte Zahnpastatube offen lassen und den Konflikt austragen, den Müll vor der Wohnungstür stehen lassen, Nachbars Katze bei offenem Fenster ein Mistvieh nennen …

….. über weitere Tipps bin ich sehr dankbar

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