Das Psychiatriekrimiprojekt – worum geht’s?

Hier stand einmal ein langer, langer Artikel über unser Psychiatriekrimiprojekt. So lange, dass ich ihn eines Tages unterteilen wollte und per Ungeschicklichkeit ins Jenseits bevördert habe. Jetzt ist er also weg.

Da es nichts Ärgeres gibt als zu schreiben, was man schon einmal geschrieben hat, gibt es jetzt die Informationen noch einmal in aller Kürze.

In unserem („unserem“ umfasst vier PsychiaterInnen, von denen ich eine bin) Psychiatriekrimiprojekt geht es darum, Rollen und Funktionen von PsychiaterInnen in Krimis und Thrillern zu untersuchen. In aktuellen Krimis und Thrillern. „Aktuell“ ist dabei pragmatisch definiert. Wir wollen keine Kuckucksnest-Thriller. Mit PsychaterInnen, die schlüsselklappernd durch lange Schlafsäle ziehen, hinter sich zusperren und den Leuten ungefiltert Elektroschocks angedeihen lassen, wollen wir hier nichts zu tun haben (und diese Zeiten sind noch nicht lange vorbei). Nein, unsere Krimifiguren sind PsychiaterInnen wie Du und ich, moderne, best ausgebildete Menschen mit einem Methodenrepertoire, das sich zwischen hochwirksamen Psychopharmaka und Psychotherapie bewegt. Und selbstverständlich spielt das Ganze in einem sozialpsychiatrischen Setting, in dem jeder und jede selbst nach schwerster psychischer Krankheit wieder in ein ausgewogenes Leben mit Arbeit, Freizeit, Familie integriert wird (Wer hier Ironie findet, darf sie ruhig behalten).

Das Ganze soll per Kongressposter auf einem Psychiatriekongress präsentiert werden. Und dass dieses kleine, banale Thema zwischen wichtigen Erkenntnissen wie: „Die Wirksamkeit von Juxatonin auf xFEr-12-Z9-Genmäuse bei Einmalgabe um zwölf Uhr Mittags“ nicht untergeht, haben wir uns für einen reißerischen Titel entschieden: „Kollege Dr. Hannibal Lecter – PsychiaterInnen als literarische Figuren in aktueller Suspense – Literatur“.

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1 Response to “Das Psychiatriekrimiprojekt – worum geht’s?”


  1. 1 Psychotherapie psychotherapy psychoterapia психотерапия Juli 18, 2015 um 14:20

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