Kreativitätstrip im Fernsehn

Neben mir wurde gerade im ORF jemand mit einem Stich ins Herz mittels einer Akupunkturnadel erstochen. Und das ganz ohne Ironie. Wenn man weiß, wie lang und dick eine Akupunkturnadel ist und wie dick die Nadeln sind, mit denen Ärzte in den Herzmuskel hineinstechen, um Muskelgewebe zu Untersuchungszwecken zu entnehmen und dabei keinesfalls den Patienten zu ermorden, fragt man sich wirklich, wie das gehen soll. Schon kurios so ein Mord, der nicht glaubwürdig ist. Was den Damen und Herren DrehbuchautorInnen alles so einfällt. Da werde ich mich demnächst auch beim ORF bewerben. Ich werde folgende Morde vorschlagen:

– Das Opfer wird mit einem Kaugummi erstickt, der in einen Keks eingebacken ist.
– Eine Krankenschwester spuckt auf eine Spritze und verursacht so eine tödliche Infektion.
– Einem Katzenhaarallergiker wird das Fell einer toten Katze unters Bett geschmuggelt. Seine Bronchialschleimhäute schwellen an und er erstickt erbärmlich.
– Ein Kaktus wird mit Pfeilgift präpariert. Das Opfer sticht sich beim Umtopfen und stirbt daran.
– In einem chinesischen Glückskeks findet sich eine schlechte Prophezeiung. Das Opfer ist so verwirrt, dass es über die Straße läuft und frontal in ein Auto kracht.
– Fliegenpilze werden braun eingefärbt und in ein köstliches Steinpilzgericht verwandelt.
– Das Opfer wird hypnotisiert und dazu gebracht, auf einen fliegenden Teppich zu steigen. Der Teppich fliegt natürlich nicht, das Opfer stürzt erbärmlich ab.

P.S. Franz sagt gerade, er glaube nicht, dass man sich mit einer Akupunkturnadel nicht umbringen kann. Er werde das ausprobieren. Haftungsausschluss: Ich übernehme keine Haftung für Funktion oder Nichtfunktion der oben angeführten Methoden.

P.P.S.: Der perfekte Mord: Man behauptet, dass man sich mit einer Akupunkturnadel nicht umbringen kann und bringt das Opfer dazu, zu beweisen, dass man im Unrecht ist.

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2 Responses to “Kreativitätstrip im Fernsehn”


  1. 1 wortman März 23, 2008 um 22:36

    also, um ehrlich zu sein, bei dem weiten stand der krininalistischen spurensuche und den sehr weit entwickelten methoden der pathologie etc.
    denke ich, den perfekten mord gibt es nicht (mehr).

  2. 2 krimi0krimi März 23, 2008 um 22:52

    Hallo Wortman,

    doch. Ich habe Gerichtsmedizinvorlesungen besucht und der Vorlesende hat immer gesagt, der perfekte Mord ist der, der nicht untersucht wird.

    lg
    Margit


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