Tiere als Mordopfer

Ich bin mir ja besonders innovativ vorgekommen, als ich meinem aktuellen Krimi im Vogelfänger-Milieu des Salzkammerguts mit dem Mord an einer Kuh begonnen habe. Nicht, dass ich glaubte, dass es das noch nie gegeben hätte, ich glaube überhaupt nicht, dass ich in meinem Leben etwas schreibe, dass nicht in der einen oder anderen Form schon vorher da war. Aber außergewöhnlich, ja, das glaubte ich schon, dass es ein außergewöhnlicher Anfang ist. Eine menschliche Leiche – das gibt es in jedem Krimi, aber eine tote Kuh am Anfang, das ist doch interessant, so dachte ich.

Seither bekomme ich es als Krimileserin aber ständig mit ermordeten Tieren zu tun. Das mag an der erhöhten Aufmerksamkeit liegen, jede Tierleiche ist immerhin ein kleiner Beweis, dass ich doch nicht so einmalig kreativ bin wie ich dachte. Oder Tierleichen sind wirklich „in“. Wie auch immer.

Was ich in der letzten Zeit so zusammengelesen habe:

Dass in Wolf Haas‘ „wie die Tiere“ auch Tiere zu Tode kommen, hätte ich mir ja gleich denken können. Wenn die Tiere schon im Titel vorkommen, ist das nicht weiter verwunderlich. Ähnlich steht es mit „das Schweigen des Lemming“ von Stefan Slupetzky. Allerdings kommen hier keine Lemminge ums Leben wie erwartet (Lemminge sollen ja schnell in den Suzizid zu treiben sein), sondern ein wirklich unschuldiger Pinguin. Kein Wunder, denke ich mir an dieser Stelle, wenn ich es immer mit toten Tieren zu tun bekomme, wenn ich mir schon die Bücher mit den Tiertiteln zulege. Aber gar so einfach ist es nicht. Henning Mankells „Vor dem Frost“ trägt einen absolut unverdächtigen Titel, doch alsbald werden Schwäne und ein Kalb ermordet. Die Sache mit dem Kalb trifft mich natürlich schwer.

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