Wie gründe ich in Österreich einen Kleinverlag?

Seit letztem Jahr bin ich stolze Kleinverlegerin. Um Missverständnisse gleich auszuräumen: Nein, ich verlege mich nicht selber. Das macht man einfach nicht. Zumindest nicht, wenn es einem ernst ist mit dem Schreiben. Zumindest nicht, wenn es einem ernst ist mit dem Schreiben und man sich erst noch etablieren will. Wäre ich Frau Rowling, könnte ich wohl auch im Selbstverlag Kochrezepte herausgeben, aber ich bin nicht Frau Rowling.

Da Kleinverlage „in“ sind, möchte ich hier eine Schritt für Schritt Anleitung geben, wie man zu seinem eigenen Verlag kommt. Meines Wissens stammen alle deutschsprachigen Online-Anleitungen aus Deutschland und da gibt es natürlich andere Behörden.

Schritt eins: Man lasse sich bei der Wirtschaftskammer beraten
Das hat zwei Vorteile: Erstens wird man schlauer, denn Leute, die schlau genug sind ohne Beratung einen Verlag zu gründen, werden das hier wohl kaum lesen. Wer das hier liest, kann wohl auch Beratung brauchen. Zweitens: Man spart sich einen Haufen Geld, denn nach dem österreichischen Neugründungs-Förderungsgesetz wird man von fast allen Gebühren, die so eine Neugründung nach sich ziehen, befreit, wenn man eine Bestätigung über diese Beratung vorweisen kann.

Voraussetzungen für die Förderung sind (nach den Angaben auf Gruenderservice.at):

* Es handelt sich um eine echte Neugründung, also keine Erweiterung eines bestehenden Betriebs oder lediglich um eine Änderung der Rechtsform.
* Der oder die Betriebsinhaber (die die Betriebsführung beherrschende(n) Person(en)) haben sich innerhalb der letzten 15 Jahre nicht in vergleichbarer Art (in einer vergleichbaren Branche) sowohl im Inland als auch im Ausland betrieblich betätigt.

Die zuständige Niederlassung der Wirtschaftskammer kann man hier heraussuchen.

Zweiter Schritt: Die Gewerbeanmeldung
Man besorgt sich eine Gewerbeberechtigung. Verlage gehören zu den freien Gewerben, das heißt, dass man keine Befähigung nachweisen muss. Das bedeutet im Prinzp: Man spaziert in die zuständige Bezirkshauptmannschaft und sagt, man will Verlegerin werden. Das ist fast alles. Mitnehmen muss man nur (sofern es ein Einzelunternehmen ist, auf andere Rechtsformen gehe ich hier nicht ein, weil ich es schlicht nicht weiß. Ich gebe hier nur meine Erfahrungen wider):

* den Reisepass
* allenfalls die Heirats- bzw. Scheidungsurkunde
* allenfalls Unterlagen über akademische Grade
* NEUFÖG-Bestätigung der Wirtschaftskammer (dann entfallen die Gebühren)

Das wars dann. Ein Grund zum feiern. Ein neuer Verlag wurde geboren!

So einfach ist das? Ja, so einfach ist das. Im Prinzip. Der Haken an der Sache: Der Verlag kann bei der BH nur auf den eigenen Namen gemeldet werden, er heißt dann also Verlag Eugen Müller oder Verlag Gretl Hinterhuber. Wer das nicht will und zum Beispiel seinen Verlag „Bestseller-Verlag“ oder „Verlag Schöne Lyrik“ nennen will, muss ihn beim Firmenbuch eintragen. Dazu ist Schritt drei nötig:

Schritt drei: Das Firmenbuch
Den Antrag auf Eintragung ins Firmenbuch muss man man beim zuständigen Handelsgericht stellen. Das Handelsgericht wiederum befindet sich beim Landesgericht. Wer in einer Kleinstadt oder einem Dorf wohnt, kann sich also nicht einfach ans nächste Bezirksgericht wenden. Eine Gerichtsdatenbank gibt es hier. Den Antrag muss man selber tippen, bei der Neufög-Beratung bekommt man eine entsprechende Vorlage, im Netz habe ich nichts gefunden. Auf den Antrag müssen zwei Stück beglaubigte Unterschriften, die habe ich beim Grundbuch bekommen, das in meinem Fall wiederum dem Bezirksgericht angeschlossen ist. Achtung: Von den Gebühren für die Firmenbucheintragung wird man nach einer Neufög-Beratung befreit, die Beglaubing der Unterschriften fällt da aber nicht drunter. Das kostet 25 Euro pro Unterschrift. Die Einträge ins Firmenbuch werden in der Wienerzeitung veröffentlicht.

So, jetzt ist es endgültig an der Zeit, eine Flasche Sekt zu öffnen. Der Verlag trägt jetzt einen richtigen Verlagsnamen.

Und nun? Nun ist man UnternehmerIn. Zeit, sich nach den Amtswegen einmal auszurasten, hat man jetzt aber nicht, denn als UnternehmerIn hat man von Anfang an gewisse Pflichten:

Erstens: Man ist Mitglied der Wirtschaftskammer (das kostet Geld)
Zweitens: Man muss sich binnen eines Monats beim Finanzamt und bei der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft melden. Grundsätzlich ist man sozialversicherungspflichtig, es gibt aber umsatzabhängige Befreiungsmöglichkeiten. Man muss sich entscheiden, ob man als KleinunternehmerIn umsatzsteuerbefreit sein will oder nicht, usw. Und spätestens hier merkt man, wie wichtig eine gute Beratung im Vorfeld ist.

Und dann geht es endlich ans Büchermachen. Viel Erfolg!

Nützliche Links:

Die österreichische Verlagslandschaft: eine Branche unter Druck? (pdf zum Download von der Bibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien)

Das Gründerservice der österreichischen Wirtschaftskammer

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25 Responses to “Wie gründe ich in Österreich einen Kleinverlag?”


  1. 1 wortman März 23, 2008 um 22:47

    ich hatte auch mal einen klein- oder miniverlag in deutschland. allerdings betrieb ich den nebenberuflich. so war es überaus einfach:
    gewerbeamt – gewerbeschein geholt und 25 euro bezahlt
    beim finanzamt steuerbefreiung beantragt
    bei buchhandel.de den verlag mit namen eingeteagen, nicht mit meinem normalen rufnamen :)

    vielleicht ist es in österreich etwas komplizierter…

  2. 2 Reinhard Mai 18, 2008 um 15:16

    man sagt…

    …das tut man nicht, ei Buch selbst verlegen. Vermutlich sagt man das lediglich, weil es so viele andere sagen. Wenn es so viele sagen, dann muss etwas dran sein, denn es sind alles ehrenwerte Leute.

    Warum tut man das nicht, sich selbst verlegen? Margit wiederholt, das macht man einfach nicht, und setzt hinzu: zumindest nicht, wenn einem ernst ist mit dem Schreiben. Denn das sagen alle, und ehrenwerte Leute sind sie, allesamt.

    Aber: Für mich ist das lediglich eine Behauptung, nichts weiter. Warum sie das alle sagen, ist leicht zu verstehen. Ein Verlag will seinen Vertriebskanal alleine kontrollieren. Das ist sein Recht, deckt sich aber nicht meinen Zielen. Dieses Argument ist damit erledigt.

    Autoren sagen das auch, was ich gar nicht verstehe. Sie geben freiwillig Chancen auf und verbrämen dieses Aufgeben mit hehren und hohen Interessen. Es ist aber viel einfacher zu verstehen, die meisten haben lange gesucht, bis sie einen Verlag hatten. Auch Umberto Eco musste 27 Ablehnungen über sich ergehen lassen, bevor er durchkam. Wenn jetzt einer hergeht und sich selbst verlegt, wo kämen wir denn da hin? Auch dieses Argument hat sich damit erledigt.

    Da bleibt noch die Frage der Qualität. Ein Autor, der sich selbst verlegt und den Aufwand für ein Lektorat scheut, macht eine traurige Figur. Das ist der Knackpunkt, nichts anderes. Das Lektorat ist das, was man anderswo als Qualitätskontrolle bezeichnen würde. Problem ist das aber keines, denn Germanisten oder Menschen, die mit der Sprache umgehen können, gibt es genug. Den Rest entscheidet der Markt, so wie beim „ordentlich“ verlegten Buch. Bei denen gibt es inzwischen allerdings genug Beispiele für mieses Lektorat.

    Das Schreiben ernst nehmen? No na, möchte man sagen. Dazu kommt aber noch etwas, was im Volk der Dichter und Denker regelmäßig zu kurz kommt: Das Verkaufen ernst nehmen. Salopp gesagt, reißen sich die Verlage da keinen Haxen aus. Sie pflegen lediglich den Mainstream, wo immer sie den gerade zu erkennen glauben. Autoren müssen das Verkaufen sowieso selbst in die Hand nehmen. Was zählt ist, ob der Verlag mich erstens ins Regal bringt und zweitens, ob die Ausstattung des Buches den potenziellen Käufer anspricht. Für den Inhalt ist und bleibt der Autor selbst verantwortlich.

    Das Schreiben ernst nehmen? Ogottogott. Für Rum und Ehre? Der verkauften Exemplare zählen, sonst kaufe ich keinem ab, dass er/sie das Schreiben ernst nimmt. Ein Bestseller hat in Österreich 3000-4000 Exemplare. Das sind die Wenigsten. Autoren, die 1000 Bücher oder mehr selbst verkaufen, dürfen sich mit Fug und Recht fragen, was der Verlag nützt.

    Wer so an den Festen der schreibenden Zunft rüttelt, hat lediglich den Blick über den Gartenzaun riskiert. Im Filmgeschäft ist das ganz normal. Die Firma United Artists wurde von Charlie Chaplin gegründet, warum hat er das wohl getan? Zahlreiche bedeutende Regisseure und Schauspieler haben ihre eigenen Produktionsfirmen. Sie sind die ewigen Diskussionen leid, die zahlreichen Leute, die ihre Ideen zerreden, ihnen Akteure hineinsetzen, die nicht dazupassen, denen das jeweilige Projekt nicht gefällt und so weiter. In diesem Geschäft muss man ganz andere Summen investieren als in ein Buchprojekt. Der Einwand, dass so etwas unprofessionell wäre, ist lächerlich.

    • 3 Isabella Lovegood (Autorin) November 28, 2014 um 8:53

      Schließe mich diesem Kommentar absolut an. Im Gegenteil, würde ich sogar sagen: Nur wer als Autor das Schreiben und sich selbst wirklich ernst nimmt, und etwas erreichen will, wird die Mühen und Kosten auf sich nehmen, extra einen Verlag zu gründen, um auf dem Buchmarkt eine Chance zu haben. Dass man dann vielleicht auch Kolleg/innen verlegen kann, die ebenfalls als Neueinsteiger von keinem etablierten Verlag genommen werden, ist eine Begleiterscheinung und ein Doppelnutzen.

    • 5 Anja Reitlinger Juni 12, 2017 um 7:14

      Sehe ich genauso, wenn ich einen ernstzunehmenden Verlag gründe, kann ich mich sehrwohl selber verlegen, denn dann habe ich einen Verlag der ganz meinen Wünschen nachgeht. Das Lektorat darf natürlich nicht ausfallen, aber erstens kann ich a) einen Lektor anstellen oder b) mit freiberuflichen Lektoren für meine Bücher arbeiten.

  3. 6 krimi.krimi Mai 18, 2008 um 17:01

    Lieber Reinhard,

    ich nehme einmal an, dass Du der Reinhard bist, mit dem ich darüber gesprochen habe.

    Du hast natürlich Recht, was ich da geschrieben habe, ist mehr als unpräzise und „wenn es einem mit dem Schreiben Ernst ist“, muss Dir aufgestoßen haben.

    Ich habe damals einen Artikel über das Verlagsgründen im Kopf gehabt und wollte diesen Punkt mit wenigen Worten kurz und prägnant klären: dass ich mich nicht selbst verlege (zumindest ist das nicht geplant). Mit dem „Schreiben“ habe ich aber nicht den Vorgang des Schreibens an sich gemeint, also nicht das, was ich jetzt gerade mache, nämlich Buchstaben in den PC zu klopfen, sondern „Schreiben“ als professionelle Tätigkeit wie zum Beispiel „Taxi fahren“. Dann ist „tut man nicht“ immer noch zu kategorisch, aber Du kennst ja die Diskussion: Selbstverlegtes wird von Verlagen und vielen Medien nicht Ernst genommen und für die meisten (Ausnahmen bestätigen die Regel), die in die Verlage wollen, ist es sicher nicht hilfreich, wenn sie sich zuerst selbst verlegen. „Wer ‚Schreiben‘ als professionelle Tätigkeit im etablierten Literaturbetrieb anstrebt, sollte mit dem Selbstverlegen vorsichtig sein,“ hätte ich wohl formulieren sollen. Es gibt natürlich auch Leute, die beides machen, zum Beispiel Nicola Hahn, sonst fällt mir jetzt aber niemand ein. Ulrike Linnenbrink fällt mir noch ein, die hat sich – soviel ich weiß, es ist nicht mein Genre – nach Verlagsveröffentlichungen wieder fürs Selber-Verlegen entschieden, weil sie Vorteile gesehen hat.

    Natürlich hast Du Recht: Wer als österreichischer Normalautor in der Lage ist, 1000 Bücher selber zu verkaufen, braucht keinen Verlag. Aber die meisten, die sich selbst verlegen, können das nicht, und dann habe sie gar nichts davon außer schönen Weihnachtsgeschenken: Keine Bücher verkauft und das Werk als „Eigenverlag“ verbraten, was frustrierend ist, wenn man vom etablierten Literaturbetrieb träumt, der dem Werk dann die gebührende Anerkennung verweigert. Es ist natürlich gar nichts dagegen einzuwenden, wenn das Buch als Weihnachtsgeschenk für Oma und Opa konzipiert ist, aber die vielen frustrierten Berichte im Netz zeigen, dass da oft ganz andere Hoffnungen dahinter stehen.

    Natürlich gibt es heute spannende Entwicklungen jenseits des etablierten Literaturbetriebs, Reinhard, ich verfolge das und Du brauchst keine Sorge zu haben, dass ich einfach nur nachschreibe, was andere Leute sagen, mit anderen Worten: Es ist nicht nötig, mich lächerlich zu machen. Zum Beispiel ist mir nicht entgangen, wie weit es diese „Bod“-Serie von Kiara Singer gebracht hat. Band eins steht heute immer noch auf Verkaufsrang #232 bei Amazon, der neue Raab dagegen auf #9045. Ich habe auch nicht übersehen, dass in die USA Blogs ein selbstverlegtes Buch auf Platz eins in den Bestsellterlisten gehypt haben, der Titel fällt mir jetzt nicht ein, ich trage das nach. Publikationen außerhalb des literarischen „Normbetriebs“ waren hier nicht mein Thema und ich habe einfach meine Position zu flapsig formuliert. Das ist aber gar nicht so schlecht, denn so mancher, der diesen Artikel liest, mag diese kategorischen Formulierungen durchaus als Warnung und Denkanstoß verstehen, sonst sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Wie ich schon geschrieben habe, googelt täglich jemand nach dieser Verlagsgründungsgeschichte und ich möchte nicht wissen, wie viele Menschen da gänzlich unbedarft ans Werk gehen. Natürlich gilt das längst nicht für alle, das ist klar.

    Vielleicht kann ich Dir ein Angebot zur Versöhnung machen, indem ich Dich auf „Peter Hardcastle“ hinweise (wenn Du ihn nicht eh kennst). Das ist eins der vielen Pseudonyme von Burkhard P. Bierschenk, der sich seit Jahr und Tag selbst verlegt und mit seinem Bookspot-Verlag einen mehr als ansehnlichen Kleinverlag betreibt. Ich bin dort in einer Anthologie vertreten und habe den Verlag als sehr korrekt und professionell erlebt.

    Viele Grüße
    von Margit

    • 7 B P Bierscheck März 12, 2012 um 11:26

      Habe jetzt erst diesen Blog gesehen. Nur zur Klarstellung, ich bin hauptberuflich Verleger eines erfolgreichen, alteingesessenen Verlages für Fachzeitschriften und Fachbücher. Die Gründung des Bookspot Verlags ergab sich, weil ich unter dem Namen des Fachverlages keine Belletristik verlegen wollte. Es ging los mit TB-Krimis. Dass ich dort anschließend auch ein paar meiner eigenen (älteren) Manuskripte verlegt habe, geschah so nebenher, nicht als Hauptzweck. Heute verlegt der Bookspot Verlag ziemlich erfolgreich aufwändig von Profi-Buchdesignern gestaltete, gut lektorierte Hardcover Romane der Genres Historisch, Romantik und Thriller, von denen wir auch TB-Lizenzen an größere Verlage verkaufen konnten. Das hat sehr viel Mühe und einiges Geld gekostet, bevor daraus etwas halbwegs professionelles wurde. Belletristik finanziell erfolgreich zu verlegen, ist wie eine Wanderung durch ein Minenfeld, darüber könnte ich Seminare halten.

  4. 8 krimi.krimi Mai 18, 2008 um 17:13

    Ach, Burkhard P. Bierschenk hat ein Blog, das muss ich doch schnell in meine Blogroll aufnehmen:

    http://bierschenck.blogspot.com/

  5. 9 Reinhard Mai 18, 2008 um 19:29

    Liebe Margit,

    ich kann dich meiner uneingeschränkten Wertschätzung versichern, ich habe lediglich zitiert, was du zitiert hast. Das ist die herrschende Meinung. Warum man sich der anschliessen oder sie ewig fortschreiben soll weiss ich aber nicht.

    Du brauchst mir auch kein Angebot zur Versöhnung machen, ich bin dir ja nicht böse, und ich hoffe, du mir auch nicht lange. Der Bierschenk ist mir ein Begriff, ich finde, er tut das Richtige.

    Was das „Etablierte“ betrifft, ich schaue mir einfach an, ob es mir hilft. Wenn nicht, kann ich genau so gut einen eigenen Weg gehen.

    Du sagst: “Wer ‘Schreiben’ als professionelle Tätigkeit im etablierten Literaturbetrieb anstrebt, sollte mit dem Selbstverlegen vorsichtig sein,” hätte ich wohl formulieren sollen.

    Keine Sorge. 1 (ein) % der Schriftsteller kann vom Schreiben leben. Dass du auch nur einem weiteren durch dein Blog diese Laufbahn verbaut hast ist nicht anzunehmen. Im Gegensatz zur Spielbank oder einem kreditfinanzierten Börsengeschäft kann durch das Selbstverlegen auch keiner ruiniert werden.

    Im Gegenteil, ich finde deine Anleitung gut. Auch wenn einer etwas Unbrauchbares geschrieben hat, besser, er verlegt es selber als er fällt einem Druckkostenzuschussverlag in die Hände. Der kostet mehr und dieses Geld ist tatsächlich für die Fische.

  6. 10 krimi.krimi Mai 18, 2008 um 20:30

    Hallo Reinhard,

    dann ist ja jetzt alles geklärt. Da bin ich aber froh.

    Viele Grüße
    von Margit

  7. 11 Reinhard Mai 18, 2008 um 20:54

    Freut mich auch. Ich nehme die Anleitung ernst und mache es jedenfalls. Vielen Dank für die Anregung.

    Reinhard

  8. 12 thewritingfranz Mai 18, 2008 um 22:17

    Ihr uneingeschränkten Werschätzer! Beide haben recht. Wer selber schreiben und gleichzeitig verlegen will, soll dies tun, wer es nicht will, soll dies nicht tun. Hauptsache Bücher, gute, kommen in den Buchhandel oder sonstwie auf den Markt und zum Leser. Ich habe nächste Woche Lesung, ich verlege mich nicht selbst, bin aber oft verlegen und oft verlegt SIE ihre Brille. Gute Nacht!

  9. 13 thewritingfranz Mai 18, 2008 um 22:19

    Vergass zu sagen, dass ich den Artikle supergut finde, fachlich fundiert und geschrieben von jemandem, der weiß was er sagt.

  10. 14 Reinhard Mai 19, 2008 um 10:20

    Angenehm, schreibender Franz. Ich denke da, dass die schreibende Zunft ein generelles Problem hat: die überragende Wichtigkeit. Der hat jede(r) verpflichtet zu sein, und Schriftsteller ist nur, wer von einem Verlag geadelt wurde. Bei Malern, Musikern oder Bildhauern findest du das nicht.

    Das nützt denen, die „es geschafft haben“, und die halten die plebs misera gern auf Abstand. Die Verlage mögen es auch, zementiert es doch ihre Machtposition. Man kann es ruhig darauf reduzieren, mehr ist es nicht.

  11. 15 wortman Mai 19, 2008 um 17:51

    @Reinhard: Das hast du wirklich gut gesagt. Diese „Möchtegern-Wichtigkeit“ ist überaus nervend.

    Was das Selbstverlegen angeht, denke ich, der „schlechte“ Ruf liegt oftmals an dem BOD-Verfahren selber. Man lässt drucken, egal ob es lektoriert wurde oder nicht. Ob der Inhalt stimmig ist oder nicht, wird nicht überprüft usw. usw. Dementsprechend sind durch das BOD-Verfahren natürlich auch sehr viele „schlechte“ Werke auf den Markt geschwemmt worden.
    Die großen Verlage sind leider nun mal reine Profitdenker. Daher wird man es auch sehr schwer haben, als „Neuling“ dort überhaupt Fuß zu fassen…

  12. 16 Reinhard Mai 19, 2008 um 19:01

    So ist es, wortman.

    Ich habe mir zahllose BOD-Seiten durchgesehen. Was da an Unbedarftheit daherkommt ist grauenhaft. Scheusslich gesetzt, natürlich unlektoriert, nicht einmal einige Bekannte mit Grips gefragt, was von dem Opus zu halten sei. Nicht ein Hauch von Selbstkritik trübt die Euphorie mancher, die der Menschheit etwas mitteilen wollen.

    Aber – es schadet niemandem. Soviel Vertrauen in die Leser darf man schon haben, dass er/sie selbst entscheidet, was gekauft wird.

    Schlechte Werke am Markt? Dafür hat es nicht BOD gebraucht, das schaffen Etablierte allemal selbst.

  13. 17 wortman Mai 19, 2008 um 19:05

    *hehe* ohja, das schaffen sie :)

  14. 18 petra September 18, 2011 um 18:56

    ich bin total verwirrt,
    bod…da wollte ich auch schon……
    selbst verlegen, ja da bin ich auch mal wieder

    man blöd
    keine idee weiterhin.

  15. 19 Die Lektoriatskanzlei Januar 12, 2012 um 8:19

    Wir sind gerade bei Schritt 3 angekommen.
    1. Angeblich soll ich bei Firmengründung die Unterschriften beim Notar einholen (kostet ca. 200,-), dann kann ich erst zum Gericht um den Verlag in das Firmenbuch eintragen zu lassen. Brauchtest Du auch einen Notar?
    2. Hat der Verlag eine eigen ISBN bekommen?

    Vielen Dank schon jetzt.
    Liebe Grüße Sabine

  16. 20 Michael August 22, 2012 um 15:50

    Ja, ein Firmenbucheintrag MUSS notariel beglaubigt sein, aber mit 200 ist man noch sehr gut dran.

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    Und welche Ausbildung benötigt man um die Gewerbe Berechtigung zu bekommen?
    Muss ich Publizistik studiert haben?
    Gibt es da eine FH?
    Danke

  21. 25 tassenlurch September 9, 2016 um 22:48

    Hat dies auf der blaue buchling rebloggt und kommentierte:
    Ein wirklich spannender Artikel aus dem Jahr 2008, der allerdings soweit ich persönlich weiß nicht so viel an Aktualität eingebüßt hat, die Schritte sind immer noch mehr oder weniger dieselben.


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