Endgültiger Abschied

Liebe Leserinnen und Leser,

ich habe schon lange nicht mehr die Zeit, das Blog zu aktualisieren. Und ist man erst Mal raus aus dem Thema, ist es sehr, sehr schwer, wieder hinein zu kommen.

Das lesen, diskutieren und verfolgen von anderen Blogs und neuen Entwicklungen hat damals sehr viel Spaß gemacht. Jetzt ist das Blog schon lange verwaist und ich denke, es ist langsam Zeit, es abzuschalten. Die Inhalte werden ja nicht akuteller.

Da ich sehe, dass immer noch viele Leute hier lesen, möchte ich mich verabschieden und mich bei allen bedanken, die hier gelesen, kommentiert und diskutiert haben.

Ich lasse das Blog heuer noch stehen und schalte es dann ab.

Allen weiterhin viel Freude mit Krimis

Margit

Erschienen

ist der Artikel „Kollege Hannibal Lecter“ von Margit Breuss, Renate Gross, Susanne Maislinger und Wilhelm Kantner-Rumplmair in →“ClinicumNeuorpsy.“

Zurück

Nach einer längeren Pause, die ich eingelegt habe, weil ich sehr mit Angelegenheiten beschäftigt war, die so gar nichts mit Krimis zu tun haben, staube ich hier ab, ziehe die Vorhänge zurück und schreibe wieder. Nicht mehr so häufig wie früher, aber doch regelmäßig, so habe ich es mir vorgenommen.

Ich beginne einmal mit Erwähnenswertem, das sich bei mir angesammelt hat:

  • Ronald Henss hat mich auf eine →Regio-Krimi Ausschreibung aufmerksam gemacht. Das Projekt wird von Jörg Christian Sprave betreut und eine Anthologie mit dem besten Beiträgen soll im Dr. Ronald Henss Verlag erscheinen. Der Wettbewerb ist mit 1000 Euro dotiert, Beiträge sollen direkt im →Forum eingestellt werden und werden dort diskutiert. Achtung: Einstellschluss ist →Morgen, also Schubladen plündern oder die ganze Nacht durchschreiben! Dr. Ronald Henss ist übrigens Psychologe. Das ist in diesem Zusammenhang zwar völlig belanglos, aber es ist nun einmal Stil dieses Blogs,  jede noch so geringe Verbindung zwischen der Vorsilbe „Psych-“ und Krimis auf penetranteste Art und Weise zu unterstreichen. Ich habe dort selber einmal veröffentlicht und kann den Verlag empfehlen.
  • Gerne weise ich auch auf das neue Buch von Edith Kneifl hin. Es heißt →“Glücklich, wer vergisst“, spielt am Attersee, erscheint bei Haymon in Tirol und  wird am 2. April in der Buchhandlung Morawa in Wien →präsentiert. Und am 17. April liest Frau Kneifl in der Innsbrucker Wagnerischen! Das schreibe ich gleich hier her, dass ich es nicht vergesse. Edith Kneifl ist Psychologin und Psychoanalytikerin und hat uns in den Anfängen unseres Psychiatriekrimiprojekts einen Artikel zur Verfüung gestellt,  der uns sehr geholfen hat, Fragen zum Thema „Psychiatrie und Krimis“ zu formulieren. Jetzt frag‘ ich mich natürlich, was es zu bedeuten hat, wenn ein Buch einer Psychoanalytikerin ausgerechnet „glücklich, wer vergisst“ heißt. Ich hoffe, ich kann das am 17. April diskutieren.
  • Therese Bauer hat mir gemailt, dass gerade ihr erster Krimi erscheint. Er heißt „Kinderspiel“, ist im →“Verlagshaus Hernals“ erschienen und mit „ein Krimi für Mütter“ untertitelt. Jetzt erwähne ich das hier freundlich, weil ich der Meinung bin, dass man Erstlingsbücher, die in kleinen Verlagen erscheinen, grundsätzlich freundlich empfangen soll. Ob der Titel gscheit ist, weiß ich nicht, da er 50% der möglichen Leserschaft von vornherein ausschließt und einen guten Teil der Frauen auch. Ich zum Beispiel fühle mich nicht angesprochen, für mich ist das Buch ganz offensichtlich nicht gedacht. Jedenfalls wünsche dem Buch viele geeignete Leserinnen und Alles Gute.

Eine aktuelle Meldung aus der Krimszene …

… haben sie in Tirol heute grad angekündigt. Und dann über einen Bankraub in Südtirol berichtet. Jetzt können wir rätseln, wie der ORF wohl „Krimi“ definiert. Eigenwillig.

Soziokrimi? Regiokrimi? – Fernsehtipp!

Der nächsten Sonntag augestrahlt werdende Tatort spielt in Telfs in Tirol, das ist ein Katzensprung von Innsbruck weg. In der Nachbarschaft praktisch.

Das türkische Mädchen Ayse wird erhängt im Wald aufgefunden, an einem Baum an dem sich zuvor schon Mädchen erhängt haben, die in der Türkei zwangsverheiratet werden sollten. Gleichzeitig ist Ayses Tiroler Freund Martin verschwunden. Am Mädchen werden Spuren der Gewaltanwendung gefunden und auch Martin wird ermordet aufgefunden. Kurz zuvor wurde in Telfs ein Minarett errichtet. Die Tiroler Volksseele kocht.

Um 22 Uhr strahlt der dann ORF ein „Schauplatz spezial“ aus, eine Reportage über Telfs in Tirol. Dort hat die türkische Gemeinde nämlich ein Minarett errichtet. Seither hätten sich die Gegensätze zwischen alteingesessenen TirolerInnen und türkischen Zuwanderern verschäft. Der FPÖ-Gemeinderat warne vor „Überfremdung“, der Bürgermeister werde als „Türkenbürgermeister“ bezeichnet. Türkische Telfer dagegen beklagten, als Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden. Christine Grabner und Alfred Schwarz sind über mehrere Wochen hindurch der Frage nachgegangen, wie es um das Verhältnis zwischen urtirolerischen und türkischen Telfern bestellt ist.

→Via TV-Media

Ein gutes Neues Jahr!

Ich wünsche meinen Leserinnen und Lesern ein Gutes Neues Jahr!

Ablehnungsgrund

Meine Novelle hatte ich Korrodi geschickt, der eine idiotische Kritik zurückgeschrieben hat und die Geschichte refüsiert. Das Faktum des Refüsierens hat mir nichts gemacht, aber die Begründung. Es sei zu naturalistisch, ein Dieb interessiere nicht durch das Gefängnis, zu wenig Innenleben, romantischer Schluss, das ganze ende nicht.

Das schieb Friedrich Glauser am 8.12.1920 an seinen Freund Bruno Götz.

aus: Friedrich Glauser: Man kann sehr schön mit Dir schweigen.  Briefe an Elisabeth von Ruckteschell und die Asconeser Freund, Nimbus 2008

Jede Menge Krimi-Ausschreibungen …

… sind mir via →Uschtrin-Newsletter in die Mailbox geflattert:

Die  →Zeitschrift Gong sucht bis zum 31. März 208 einen unveröffentlichten Kriminalroman eines Autors oder einer Autorin, der oder die noch keinen Kriminalroman veröffentlicht hat. Dem Gewinner oder der Gewinnerin winken ein Vertrag mit dem Piper Verlag und 10000 Euro Honarar. Wer jetzt genau mitmachen darf, wird allerdings nicht ganz klar. „Gong und der Münchner Piper Verlag suchen Deutschlands besten Krimiautor“, steht dort. Weiter unten heißt es dann: „Bewerben kann sich jeder Autor, der bisher noch keinen Kriminalroman veröffentlicht hat (sonstige Veröffentlichungen möglich). Der Roman muss in Deutsch geschrieben sein und zumindest teilweise in Deutschland spielen.“ Das klingt dann also so, als könnte auch jemand der Timbuktu ansässig ist, Deutschlands bester Krimiatautor werden, solange der Krimi deutsch ist und zum Teil in Deutschland spielt. Das finde ich wirklich gut und angemessen im Zeitalter der Gobalisierung.

Während Georg über →Legomännchenkrimis philosophiert, schreitet der Odenwaldkreis zur Tat und schreibt den nächsten Themenkrimiwettbewerb aus. Gesucht werden – ganz nach dem Motto „→Apfelkomp(l)ott“ – Kurzkrimis zum Thema „Apfel“.  Der Wettbewerb ist eine Sektion für Erwachsene und eine für Jugendliche unterteilt und läuft bis zum 2. März 2009.

Etwas für Spezialisten ist der „→Deutsche Kurzkrimipreis Tatort Eifel“. Hier wird Rego- mit Themenkrimi kombiniert. Die Regio  ist „Eifel“, das Thema  „Abgehauen – Untergetaucht“. Die Siegertexte sollen beim Krimifestival „Tatort Eifel“ gelesen werden, zudem winken Geldpreise und die Veröffentlichung in einer Anthologie. Einsendeschluss ist der 31. März 2009. So, und jetzt flüstere ich etwas, was nicht im Uschtrin-Newsletter steht: Auf der Tatort-Eifel Seite gibt es noch eine Reihe anderer Wettbewerbe: Einen →Krimi-Kurzfilmwettbewerb für Studierende an Filmhochschulen und Nachwuchsfilmemacher, eine →Krimistoffbörse, und einen „→Roland“ für Kriminalfilme, für den man aber, wie es scheint, nicht selber Filme einreichen kann. Für junge SchriftstellerInnen gibt es dort den  „→Junior Award“ für Leute zwischen neun  und zwanzig. Achtung: Bis zum 15.1. anmelden!

Termingerecht schneit via Uschtrin-Newsletter die Ausschreibung zum Weihnachtskrimi-Wettbewerb der „edition karo“ herein. Die geplante Anthologie wird zwar erst nächstes Jahr erscheinen, die nächsten Wochen sind aber sicher sehr inspirierend in Belangen der zwischenmenschlichen Gehässigkeiten. Da kann man gut recherchieren. Allerdings müssen die Krimis rund um das Schloss Charlottenburg spielen. Es handelt sich also wieder um einen Vertreter der beliebten →Regio-Themenkrimis. Einsendeschluss ist der 14.3.2009.

Robert Pucher – Katerfrühstück

Ich wurde schon per Mail drauf aufmerksam gemacht, dass ich hier ständig Bücher großer Verlage erwähne, während ich eigene Rubriken für Kleinverlage führe, was auf ein gewisses Interesse für kleine Verlage hinweisen könnte. Ich gelobe Besserung, zumindest für heute und stelle Robert Puchers „→Katerfrühstück“ ins Schaufenster. Das Buch ist im Prolibris-Verlag erschienen, der einen Schwerpunkt auf Regiokrimis hat, spielt in Wien und erfüllt die gängigen Kriterien für einen Regiokrimi – schlechter Stil, ausufernde Ortsbeschreibungen, Null-Acht-Fuchzehn-Handlung -, allesamt nicht.

Es ist die Geschichte eines brotlosen Schriftstellers, der eines Tages seine Lektorin ermordet in seiner Badewanne findet. Die Geschichte einer Geschwisterbeziehung zwischen Fürsorge und Missbrauch. Die Geschichte eines gescheiterten Boxers, das ist ein Mensch und kein Hund. Auch die Geschichte eines Rechtsradikalen, damit liegt Pucher im Trend, diese Leute kommen in österreichischen Krimis sehr häufig vor. Und es ist die Geschichte eines Katers, der eine Schlüsselrolle spielt.

Nur die Taubengeschichte am Anfang hätte ich nicht gebraucht, erstens sehe ich keine Bezug zu den anderen Geschichten, zweitens lese ich keine Krimis, die aus der Perspektive von Vögeln erzählt sind, die denken und fühlen wie Menschen. Aber gut –  eine fallende Taube – vielleicht ist das ja eine Allegorie. Ich lerne gerade „Allegorie“ und sehe jetzt überall Allegorien. Jedenfalls ist der Spuk mit den humanoiden Vögeln schon auf der ersten Seite vorbei, der später auftretende Kater benimmt sich dann wie ein Kater.

An anderer Stelle habe ich die Hypothese aufgestellt, dass momentan kein Autor, der etwas auf sich hält, den Fall am Ende auflöst. Pucher macht das auch nicht, er löst den Fall gleich in der Mitte. Man muss aber trotzdem weiter lesen, denn die Polizei ist mit ihren Ermittlungen an dieser Stelle noch lange nicht fertig. Außerdem geht die Bruder-Schwester Geschichte noch weiter und die Rechtsradikalengeschichte und Boxergeschichte und die Katergeschichte. Ich habe also zu Ende gelesen und das, obwohl ich den Krimi eigentlich nach 10 Zeilen in die Ecke schleudern wollte, als die Taube ihren Zenit erreichte. Und das gerne. Also: Ab ins Schaufenster

Meinten Sie Killer?

Ich gebe gerade „Gieler“ in Amazon ein, einen der wichtigsten deutschen Vertreter psychosomatischer Dermatologie. Und was fragt mich Amazon: „Meinten Sie Killer?“. Jetzt denke ich mir schon: Was ist mit Amazon los?


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Im Schaufenster

Robert Pucher: Katerfrühstück, Prolibris 2006

→Journal of Medical Internet Research

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