Tataa und Tusch! Hier ist die Auflösung des Spurensicherungsquiz:
Die Waffe, mit der auf die →Scheibe geschossen wurde, heißt “Stahel”, das Geschoss ist ein Bolzen.
Der “Stahel” ist die Waffe, mit der Wilhelm Tell einst auf den Apfel schoß, außerhalb des Salzkammerguts heißt sie auch Armbrust.
Das →”Stahelschießen” ist Teil des Brauchtums im Salzkammergut. Zu festlichen Anlässen treffen sich die Schützen in ihren Trachten und schießen auf handbemalte Zielscheiben. Trifft einer genau in die Mitte (es wird eine Zielscheibe aus Karton auf die handbemalten Holzscheiben genagelt), wird automatisch ein Böllerschuss ausgelöst, ein bunt bekleideter Mann namens “Zieler” wälzt sich auf Tannenreisig und stößt laute Jugichzer (Jauchzer) aus. Gleichzeitig fangen ein Seitlpfeifer und ein Trommler an zu spielen.
Ich danke →thewritingfranz, dass er die Zielscheibe, die an der →Rathlucka-Hütte hängt, für mich fotografiert hat und dafür, dass er mir diese Bräuche, in die nur Einheimische wirklich eingeweiht sind, immer wieder erklärt. Als Dankeschön habe ich ihm einen Link auf seinen →Pius-Waldner-Rap versprochen. Da dieser perfekt zum Thema “schießen und erschossen werden” passt, setze ich ihn an dieser Stelle gern.


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