Archiv der Kategorie 'Work in Progress'

Der Spurensicherungsquiz - die Auflösung

Tataa und Tusch! Hier ist die Auflösung des Spurensicherungsquiz:

Die Waffe, mit der auf die →Scheibe geschossen wurde, heißt “Stahel”, das Geschoss ist ein Bolzen.

Der “Stahel” ist die Waffe, mit der Wilhelm Tell einst auf den Apfel schoß, außerhalb des Salzkammerguts heißt sie auch Armbrust.

Das →”Stahelschießen” ist Teil des Brauchtums im Salzkammergut. Zu festlichen Anlässen treffen sich die Schützen in ihren Trachten und schießen auf handbemalte Zielscheiben. Trifft einer genau in die Mitte (es wird eine Zielscheibe aus Karton auf die handbemalten Holzscheiben genagelt), wird automatisch ein Böllerschuss ausgelöst, ein bunt bekleideter Mann namens “Zieler” wälzt sich auf Tannenreisig und stößt laute Jugichzer (Jauchzer) aus. Gleichzeitig fangen ein Seitlpfeifer und ein Trommler an zu spielen.

Ich danke →thewritingfranz, dass er die Zielscheibe, die an der →Rathlucka-Hütte hängt, für mich fotografiert hat und dafür, dass er mir diese Bräuche, in die nur Einheimische wirklich eingeweiht sind, immer wieder erklärt. Als Dankeschön habe ich ihm einen Link auf seinen →Pius-Waldner-Rap versprochen. Da dieser perfekt zum Thema “schießen und erschossen werden” passt, setze ich ihn an dieser Stelle gern.

Spurensicherungsquiz

Ich schreibe einen Regionalkrimi, der in einem Ort spielt, der ziemlich weit von meinem Wohnort entfernt liegt. Die Region wird bereits in diesem Blog erwähnt, wer liest ist klar im Vorteil. Gestern war ich dort, um zu recherchieren und habe dieses Objekt gefunden:

Wie jeder und jede sicher sofort bemerkt hat, befinden sich vor allem rechts oben zahlreiche Einschusslöcher. Damit wird sicherlich auch dem Letzten klar, warum mein Krimi in dieser Gegend spielen muss: Menschen, die Gesichter als Zielscheiben benutzen, lassen sich perfekt in Krimifiguren verwandeln. Und nun die Frage an alle Spurensicherer und -Innen: Mit welcher Waffe wurde auf die Scheibe geschossen? Wer es weiß, gewinnt Ruhm und Ehre. Die Lösung gibt es am Mittwoch in diesem Blog.

Invasion der Käfer

Ich tippe also Seite um Seite meines Krimis, der hoffentlich kein →Regionalkrimi nach dpr ist, obwohl er in einer sehr volkstümlichen Gegend spielt, die sich dafür gewiss eignen würde. Da quält sich also meine Hauptfigur Katharina Käfer mit den Sitten und Unsitten des Salzkammerguts und da fällt mir ein: Hoppla. Da gibt es doch einen Herrn Daniel Käfer, seines Zeichens Hauptfigur in Komareks Salzkammergut-Romanen, teils schon verfilmt mit allem was dazu gehört. Das ist natürlich unerhört. Katharina Käfer ist mit dem Herrn weder verwandt noch verschwägert. Aber da er sehr berühmt ist, zumindest hierzulande, ist es wohl sinnvoll, beizeiten den Namen zu wechseln. Sonst werde ich noch des Namensklaus bezichtigt oder noch schlimmer des Plagiats. Außerdem entstünde der Eindrück, dass im Salzkammergut ein jeder Käfer heißt und das stimmt nicht, gibt es hier doch Leute namens Leitner Sepp, Lichtenegger Poit und Kienesberger Resi (die Beispiele sind erfunden, namensgleiche Personen können aber nicht ausgeschlossen werden).

Dann werde ich mich wohl auf Namenssuche machen müssen. Gott sein Dank gibt es in der Textverarbeitung die “Ersetzen”-Funktion. Einfach ist es trotzdem nicht, weil sie mit dem Namen ja auch der Charakter der Person ändert. Einfach das Tier auszutauschen, das spielt sich nicht. Katharina Stier ist eine ganz andere Person als Katharina Frosch oder Katharina Leo-Pard. Außerdem wollte ich so eine schrullige Alliteration haben. Da bliebe Katharina Krokodil, Katharina Kakadu, Katharina Känguruh, Katharina Kormoran. Passt irgendwie alles nicht.


 

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