Archiv der Kategorie 'Ankündigungen'

Jede Menge Krimi-Ausschreibungen …

… sind mir via →Uschtrin-Newsletter in die Mailbox geflattert:

Die  →Zeitschrift Gong sucht bis zum 31. März 208 einen unveröffentlichten Kriminalroman eines Autors oder einer Autorin, der oder die noch keinen Kriminalroman veröffentlicht hat. Dem Gewinner oder der Gewinnerin winken ein Vertrag mit dem Piper Verlag und 10000 Euro Honarar. Wer jetzt genau mitmachen darf, wird allerdings nicht ganz klar. „Gong und der Münchner Piper Verlag suchen Deutschlands besten Krimiautor“, steht dort. Weiter unten heißt es dann: „Bewerben kann sich jeder Autor, der bisher noch keinen Kriminalroman veröffentlicht hat (sonstige Veröffentlichungen möglich). Der Roman muss in Deutsch geschrieben sein und zumindest teilweise in Deutschland spielen.“ Das klingt dann also so, als könnte auch jemand der Timbuktu ansässig ist, Deutschlands bester Krimiatautor werden, solange der Krimi deutsch ist und zum Teil in Deutschland spielt. Das finde ich wirklich gut und angemessen im Zeitalter der Gobalisierung.

Während Georg über →Legomännchenkrimis philosophiert, schreitet der Odenwaldkreis zur Tat und schreibt den nächsten Themenkrimiwettbewerb aus. Gesucht werden – ganz nach dem Motto „→Apfelkomp(l)ott“ – Kurzkrimis zum Thema „Apfel“.  Der Wettbewerb ist eine Sektion für Erwachsene und eine für Jugendliche unterteilt und läuft bis zum 2. März 2009.

Etwas für Spezialisten ist der „→Deutsche Kurzkrimipreis Tatort Eifel“. Hier wird Rego- mit Themenkrimi kombiniert. Die Regio  ist „Eifel“, das Thema  „Abgehauen – Untergetaucht“. Die Siegertexte sollen beim Krimifestival „Tatort Eifel“ gelesen werden, zudem winken Geldpreise und die Veröffentlichung in einer Anthologie. Einsendeschluss ist der 31. März 2009. So, und jetzt flüstere ich etwas, was nicht im Uschtrin-Newsletter steht: Auf der Tatort-Eifel Seite gibt es noch eine Reihe anderer Wettbewerbe: Einen →Krimi-Kurzfilmwettbewerb für Studierende an Filmhochschulen und Nachwuchsfilmemacher, eine →Krimistoffbörse, und einen „→Roland“ für Kriminalfilme, für den man aber, wie es scheint, nicht selber Filme einreichen kann. Für junge SchriftstellerInnen gibt es dort den  „→Junior Award“ für Leute zwischen neun  und zwanzig. Achtung: Bis zum 15.1. anmelden!

Termingerecht schneit via Uschtrin-Newsletter die Ausschreibung zum Weihnachtskrimi-Wettbewerb der „edition karo“ herein. Die geplante Anthologie wird zwar erst nächstes Jahr erscheinen, die nächsten Wochen sind aber sicher sehr inspirierend in Belangen der zwischenmenschlichen Gehässigkeiten. Da kann man gut recherchieren. Allerdings müssen die Krimis rund um das Schloss Charlottenburg spielen. Es handelt sich also wieder um einen Vertreter der beliebten →Regio-Themenkrimis. Einsendeschluss ist der 14.3.2009.

Thewritingfranz im Fernsehn

Heute Abend wird auf ORF 2 der erste Teil des Films „→Die Heilerin“ mit Ruth Drexel nach einem Buch von Felix Mitterer ausgestrahlt. Der zweite Teil folgt am 17.12. Mit dabei: Starstatist →Thewritingfranz.

Franz soll aber noch sagen, was er dort genau macht, dass ihn auch alle erkennen. Soviel ich weiß, spielt er einen zerlumpten Kranken mit einem bloßen Bauch.

Anschauen!

Wissenschaftspreis – Steinlaus

Für meinen Vogelfängerkrimi recherchiere ich gerade über die Steinlaus. Denn was treibt eine Wienerin ins Salzkammergut? Richtig. Forschung. Bekanntlich werden in den dortigen Salzstollen allerhand Wesen über die Jahrtausende konserviert, so auch der Mann im Salz. Meine Wienerin interessiert sich aber nicht für gesalzene Männer, sondern für fossile Steinläuse, die einst in großen Mengen in den Höhlen des Dachsteins gelebt haben sollen.

Und was sehe ich da? Es gibt ein eigenes →Blog über die Steinlaus und die Redaktion des medizinischen Wörterbuchs Pschyrembel lobt sogar einen →Wissenschaftspreis aus. Die beste wissenschaftliche Arbeit über die Steinlaus wird im nächsten Pschyrembl veröffentlicht.

Wettbewerbe rund um den Rhein

Ich finde ja, dass der Rhein eine Regio im Sinne des Regiokrimis ist. Denn wenn ich in meinem Krimi in Graubünden eine Leiche ins Wasser werfen lasse, wo wird sie dann angeschwämmt, sagen wir einmal bei Hochwasser? Fußach? Karlsruhe? Wiesbaden? Leiden? Also. Krimitechnisch eine einzige Region. Denn wenn ich mich auf Graubünden beschränkte oder etwa den Abschnitt zwischen Ill und Bregenzer Ach, würde die Leiche irgendwann einfach aus dem Krimi hinausschwimmen. Das wäre dann zwar ein sehr moderner Krimi, nämlich einer ohne Auflösung, aber ich fände das doch sehr einschränkend.

Anders sehen das anscheinend die heutzutagigen Krimiwettbewerbs- ausrichter. Es gibt momentan gleich zwei Wettbewerbe, die sich rund um den Rhein regionalisieren: Einmal den →Kurzkrimi-Wettbewerb „Tödliche Wasser“ der Heidelberger Krimitage. Hier ist ein inhaltlicher Bezug zur Rhein-Main-Neckar Region gefordert, Einsendeschluss ist der 1.2.2009. Und dann den bis März 2008 laufenden „→Krefelder Kurzkrimipreis“, der Krimis am „Tatort Niederrhein“ sucht.

Und so kommt es, dass ich keinen Rhein-Regiokrimi schreibe, obwohl ich doch am Rhein aufgewachsen bin.

→via Uschtrin

Hinweise: Krimi- und Grusellesungen in Innsbruck

„Apokalypse, Gruseln, Krimi“ steht da im Betreff einer Email. Und die kommt – nein, nicht aus einem großen deutschen Verlag, auch nicht von Amazon, sie kommt von →Cognac & Biskotten. Da staune ich aber. Cognac & Biskotten also. Das ist jene Literaturzeitschrift, bei der ich einst mitarbeitete, und die mit trivialen Dingen wie Krimis wirklich gar nichts am Hut hatte. Lyrik ja, Romane ja, postmoderne Prosa ja, →Fußball ja. Aber Krimis: Na.

Ich freue mich, das zu hören und verbreite hier gerne die entsprechenden Ankündigungen, die Apokalypse ist leider schon vorbei:

16.11. Sonntag 19.00 Uhr, Kulturgasthaus Bierstindl, Klosterg. 6, Innsbruck
Lesung: Bierstindl Wilde Gschichtn – Christian Kössler „Stadtplan des Grauens“; Cognac & Biskotten Raritäten Nr. 9: Unsere Landeshauptstadt Innsbruck werden Sie in Christian Kösslers mysteriös-düsteren Lesung (u.a. Autor des erfolgreichen Buches: Bestialisches Innsbruck) von ihrer gruseligen, unheimlichen Seite kennenlernen.

19.11. Mittwoch 20.30 Uhr, Treibhaus, Angerzellg. 8, Innsbruck
Aufgrund des großen Erfolges Wiederaufnahme der schrägwitzigen, szenischen Krimi-Kabarett-Lesung: Kommissar Prohaska – Fall 1: Der Tibeter mit der Stricknadel von/mit Der Koschuh, Thomas Schafferer, Daniel Suckert feat. Christian Kössler, Ines Stockner. Sound: Viktoria Dornauer – Orchester. Weitere Termine 26.11./03.12./10.12.!

Regiokrimiprojekt

Auf der Seite des Ronald Henss Verlags läuft gerade ein Regiorkimiprojekt, aus dem eine Anthologie hervorgehen soll.

Kurzgeschichten sollten bis zum 30.11.08 dort eingestellt werden, Geschichten, die im Ausland spielen, sind dort aber nicht erwünscht. Inland wäre in diesem Fall Deutschland.

→Link

Amerikanischer Fleiß – National Novel Writing Month

Übermorgen beginnt er wieder: Der November, der von einem Team um Chris Baty aus Kalifornien zum „National Novel Writing Month“ ausgerufen wird. Ziel des Projekts ist, im November einen 50000 Wörter starken Roman zu schreiben, jeder und jede, der/die das schafft, wird zum „Gewinner“ oder zur „Gewinnerin“ ernannt.

Dabei wird nicht erwartet, dass druckreife Bücher entstehen (wenngleich das immer wieder vorkomme, zumindest nach einer Überarbeitung), vielmehr gehe es um den Prozess des Schreibens: Den Mut, einfach draufloszuschreiben, ohne viel zu hinterfragen und zu sehen was passiert. So soll man unter Umständen „Flow“ herbeirufen können. Dass es lustiger wird und wohl auch, um sich gegenseitig über Tiefen zu helfen, pflegen die TeilnehmerInnen Kontakte: Sie treffen sich, trinken starken Kaffee, kommunizieren über das Internet. Bei einer eigenen „→Procrastination Station“ kann man sich dort auch noch die Zeit vertreiben, ohne am Roman zu schreiben, zum Beispiel in der Abteilung „Scare yourself with your own writing“.

Der „National Novel Writing Month“ ist inzwischen nicht mehr „national“, sondern international, die Homepage allein schon fünfsprachig, unter anderem Deutsch. Letztes Jahr soll es über 100000 Teilnehmer und 15333 Gewinner gegeben haben.

Links:

→NaNoWriMo

→NaNoWriMo Blog

→NaNoWriMo auf Deutsch

Das Rätsel ist gelöst, das Kasperltheater beendet

Das Rätsel um →Ludgers Kasperle, →meinen Duschvorhang →und →all →die →anderen →schönen →Gegenstände aus →Portugal ist gelöst: Die Spur führt zur Homepage von →Roderick van Larven und seinem →Killer-Club, einem Podcast-Projekt des Droemer Knaur Verlags. Wie das Rätsel gelöst wurde, kann man bei →literatina.de nachlesen.

Der Killerclub lobt gerade einen →Wettbewerb aus, man kann dort Miglied werden, ein „Mordkonzept“ einreichen und über die Konzepte der KollegInnen abstimmen. Das beste Konzept wird von einem „professionellen Autoren in eine Kurzgeschichte verwandelt“ und von „der Killerclub-Stimme“ vertont. Die besten fünf gewinnen Krimi-Abos. Meine Güte, das ist für mich wieder so eine ambivalente Geschichte. Einerseits ist es ein schöner Wettbewerb, es ist für aufstrebende KrimischriftstellerInnen sicher interessanter, sich an „Profi-Autoren“ zu messen und im Ambiente eines großen Verlags vertont zu werden als an Honigbienenkrimiwettbewerben teilnzunehmen um ein Glas Honig zu gewinnen. Andererseits: Muss man unbedingt Mitglied in einem „Killer-Club“ werden, wenn man ein Konzept für eine Krimi-Kurzgeschichte einreichen will? Diese Event-Sprache mit all ihren Killerclubs, Mördermahlen und Todestreffen ist mir einigermaßen suspekt. Und warum dürfen die Leute die Geschichte nicht selber schreiben? Wenn wir schon gegen Fitzek antreten, dann aber richtig. Wie auch immer: Die Informationen zum Wettbewerb gibt es →hier (pdf).

Kriminacht in Wien

Stargast bei der Kriminacht in Wien ist Karin Slaughter. Außerdem würde ich gerne hören: Thomas Raab (wegen seinem Humor), John Leake (aus Interesse), Max Edelbacher (weil er in Leakes Buch vorkommt), Edith Kneifl (weil sie Psychoanalytikerin ist) und →Major Kottan. Dieser werde nämlich auferstehen und Lukas Resetarits werde als Überraschungsgast dabei sein. Jetzt weiß ich nur nicht, worin die Überraschung besteht, wenn man die Überraschung vorher ankündigt.

Leider wäre es unmöglich, auch nur die paar AutorInnen zu hören, die ich oben angeführt habe, weil sie zum Teil zeitgleich in verschiedenen Bezirken lesen, da ich am vierundzwanzigsten ohnehin in der Schweiz bin, braucht mich das aber nicht weiter zu kümmern. Wer die Kriminacht besucht, hat die Qual der Wahl, über 35 AutorInnen habe ich gezählt. Informationen gibt es →hier.

Rund um die Burg

Seit heute lesen Autoren und Autorinnen in Wien wieder einmal rund um die Burg. Und wie immer nicht nur um das Burgtheater, sondern auch rund um die Uhr. Ab drei in Früh soll es erotisch werden, haben sie grad in den Nachrichten gebracht, aber auch kalt. Der ORF empfiehlt warme Kleidung.

Ab Samstag 0.30 nennt sich die Veranstaltung „Kriminacht“, dann lesen nacheinander Eva Rossmann, Thomas Raab, Manfred Wieninger und Helga Anderle. Dann kommt folgender Programmpunkt: „Herr Hermes liest Tim Binding“. Wer Herr Hermes ist, habe ich inzwischen auch →herausgefunden, er sei bei FM4. Meine Güte, man wird alt. Dann ist es drei und die Erotik kommt.

Alfred Komarek hat auch gelesen, aber keinen Krimi, sondern „Doppelblick“. Das habe ich im Sommer am Hallstättersee gelesen, es ist praktisch ein Regiokrimi ohne Krimi. Das hat er geschickt gemacht, der Komarek, er durfte nämlich bei der richtigen Literatur zu einer christlichen Zeit lesen, heute um 20 Uhr. Hauptabendprogramm.

Das Salzkammergut ist außerdem mit dem Sänger „Wilfried“ vertreten und mit Thomas Bernhard. In Form eines Beitrags von Margit Schreiner zum Thema: „Schreibt Thomas Bernhard Frauenliteratur?“ Nein, würde ich sagen, er schreibt zur Zeit keine Frauenliteratur. Das ist natürlich ein höchst spannendes Thema. Samstag, 12 Uhr, da kann ich leider nicht. Da ich für meinen Vogelfängerkrimi gerade über Habsburger recherchiere, hätte ich mir auch noch gerne Eduard Habsburg-Lothringen angehört, der aus „Die Reise mit Nella“ liest. Wie man hört, beginnt die Geschichte auf einem Schloss. Samstag 6:30, das schaffe ich auch nicht.

Das ganze Programm von Freitag 16:00 bis Samstag 16:00 gibt es →hier. Samt Kinderprogramm.

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