Der nächsten Sonntag augestrahlt werdende Tatort spielt in Telfs in Tirol, das ist ein Katzensprung von Innsbruck weg. In der Nachbarschaft praktisch.
Das türkische Mädchen Ayse wird erhängt im Wald aufgefunden, an einem Baum an dem sich zuvor schon Mädchen erhängt haben, die in der Türkei zwangsverheiratet werden sollten. Gleichzeitig ist Ayses Tiroler Freund Martin verschwunden. Am Mädchen werden Spuren der Gewaltanwendung gefunden und auch Martin wird ermordet aufgefunden. Kurz zuvor wurde in Telfs ein Minarett errichtet. Die Tiroler Volksseele kocht.
Um 22 Uhr strahlt der dann ORF ein „Schauplatz spezial“ aus, eine Reportage über Telfs in Tirol. Dort hat die türkische Gemeinde nämlich ein Minarett errichtet. Seither hätten sich die Gegensätze zwischen alteingesessenen TirolerInnen und türkischen Zuwanderern verschäft. Der FPÖ-Gemeinderat warne vor „Überfremdung“, der Bürgermeister werde als „Türkenbürgermeister“ bezeichnet. Türkische Telfer dagegen beklagten, als Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden. Christine Grabner und Alfred Schwarz sind über mehrere Wochen hindurch der Frage nachgegangen, wie es um das Verhältnis zwischen urtirolerischen und türkischen Telfern bestellt ist.

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