Ich finde ja, dass der Rhein eine Regio im Sinne des Regiokrimis ist. Denn wenn ich in meinem Krimi in Graubünden eine Leiche ins Wasser werfen lasse, wo wird sie dann angeschwämmt, sagen wir einmal bei Hochwasser? Fußach? Karlsruhe? Wiesbaden? Leiden? Also. Krimitechnisch eine einzige Region. Denn wenn ich mich auf Graubünden beschränkte oder etwa den Abschnitt zwischen Ill und Bregenzer Ach, würde die Leiche irgendwann einfach aus dem Krimi hinausschwimmen. Das wäre dann zwar ein sehr moderner Krimi, nämlich einer ohne Auflösung, aber ich fände das doch sehr einschränkend.
Anders sehen das anscheinend die heutzutagigen Krimiwettbewerbs- ausrichter. Es gibt momentan gleich zwei Wettbewerbe, die sich rund um den Rhein regionalisieren: Einmal den →Kurzkrimi-Wettbewerb „Tödliche Wasser“ der Heidelberger Krimitage. Hier ist ein inhaltlicher Bezug zur Rhein-Main-Neckar Region gefordert, Einsendeschluss ist der 1.2.2009. Und dann den bis März 2008 laufenden „→Krefelder Kurzkrimipreis“, der Krimis am „Tatort Niederrhein“ sucht.
Und so kommt es, dass ich keinen Rhein-Regiokrimi schreibe, obwohl ich doch am Rhein aufgewachsen bin.

an krefeld hatte ich auch schon gedacht, wegen dem büchergutschein …
*überlegt
Tatsächlich. Das habe ich nicht bedacht. Vielleicht sollte ich versuchen, eine Alpenrhein-Geschichte hinzuschicken.
Vielleicht genügt es, wenn der Kommissar aus Krefeld kommt. Der hat wegen der Krise seinen Job verloren und einen neuen in Bregenz gefunden.
Nur zu, schreib!
Genau! Er kann dem Herrn Bond in Bregenz den Martini mixen! Superplot!
Praktisch ein Gastgewerbekrimi.