Archiv für November 2008

Wissenschaftspreis – Steinlaus

Für meinen Vogelfängerkrimi recherchiere ich gerade über die Steinlaus. Denn was treibt eine Wienerin ins Salzkammergut? Richtig. Forschung. Bekanntlich werden in den dortigen Salzstollen allerhand Wesen über die Jahrtausende konserviert, so auch der Mann im Salz. Meine Wienerin interessiert sich aber nicht für gesalzene Männer, sondern für fossile Steinläuse, die einst in großen Mengen in den Höhlen des Dachsteins gelebt haben sollen.

Und was sehe ich da? Es gibt ein eigenes →Blog über die Steinlaus und die Redaktion des medizinischen Wörterbuchs Pschyrembel lobt sogar einen →Wissenschaftspreis aus. Die beste wissenschaftliche Arbeit über die Steinlaus wird im nächsten Pschyrembl veröffentlicht.

Polizisten und Polizistinnen erzählen

Ständig schreiben wir über die Polizei, doch hier schreibt die Polizei: Die →Polizei-Poeten bilden eine Plattform für schreibende PolizistInnen. Sie haben auch schon →drei Anthologien beim Piper-Verlag veröffentlicht. Untertitel: „Polizisten erzählen“ und „Polizistinnen“ erzählen. Vielleicht eine lohnende Lektüre für KrimiautorInnen, die jetzt nicht gerade mit PolizistInnen verwandt oder verschwägert sind oder sonst eine gute Informationsquelle zur Hand haben.

Krimi-Couch TV

Nachdem mir der ORF zu grausig ist, da sich dort gerade zwei Skorpione umzubringen versuchen und so die echte Grausamkeit des Lebens demonstrieren, sehe ich lieber →Krimi-Couch TV: Interviews mit Karin Slaughter, Linwood Barclay, Daniela Larcher, Marc Billingham, Martyn Waites und Colin Cotteril.

Tiroler Krimi mit Gewinnspiel

Frisch gefunden bei der →Krimicouch: Der soeben erschienene Krimi „Die Zahl“ von Daniela Larcher. Daniela Larcher ist in Vorarlberg geboren und lebt in Wien, der Krimi spielt in Tirol und beschäftigt einen Wiener Chefinspektor. Das ist dann also kein Regiokrimi, sondern mehr ein Krimi der Regionen. Ich werde das Buch selbstredend lesen. Auch wenn mir in Tirol nicht direkt ein Dorf namens Landau bekannt ist. Was sich diese Autorinnen heutzutage auch für Freiheiten herausnehmen!

Zuvor werde ich allerdings versuchen, das Buch beim →Preisrätsel, das der Fischer-Taschenbuchverlag zur Feier des Buches veranstaltet, zu gewinnen.

Links:

→Die Homepage der Autorin.

Ein Interview mit der Autorin von →Crimicouch-TV. Interessant. Daniela Larcher möge keine Bücher, in denen es 13 Seiten lang darüber gehe, wie jemand ein Brot schneidet.

Eine Rezension gibt es schon einmal bei der →Büchereule.

Bod-Titel auf Bestsellerliste

Während wir →hier diskutieren, ob die Armut Kunstschaffender in Österreich jetzt gefährdet ist oder nicht und selbst ein berühmter Schriftsteller wie dpr nach →Alternativen sucht, endlich reich zu werden, schafft es ein Buch, das im Eigenverlag herausgegeben wird, auf eine Bestsellerliste.

Jörn Brien vom eliterartur-Blog →berichtet über einen bod-Titel, der es auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat: Es handelt sich um das Buch „Ich will nicht, dass Ihr weint“, in dem die 16 jährige Jennifer Cranen über ihre Krebserkrankung schreibt. Das Mädchen ist inzwischen verstorben, der Erlös aus den Buchverkäufen gehe an krebskranke Kinder.

Links:

→Pressemeldung bei Bod

→zum Buch

Kriminachrichten aus Österreich

Der Standard berichtet dieses Wochenende über „→Marionetten“, den neuen Spionagethriller von John le Carré, der sich mit der „allgemeinen Paranoia“ nach 9/11 befasse. Ein „routinierter Thriller“ meint Ingeborg Sperl.

Und in den USA – der Standard weiß das – wurden Peter Mathiessen und Anette Gordon Reed mit den „→National Books Awards“ ausgezeichnet: Peter Mathiessen für „Shadow Country“, eine überarbeitete Fassung von drei Serienkillerromanen der 90er, Anette Gordon Reed für eine Geschichte über die Sklavenfamilie von Thomas Jefferson.

Die Presse zeigt eine →Bildergalerie zur „Buch Wien“ von Daniel Breuss, der mit mir weder verwandt noch verschwägert ist. Es sei recht →eng und rechteckig dort, eben „→Messekubismus.“

Die →Wienerzeitung hat den Film „der Mann, der niemals lebte“ von Ridley Scott gesehen und findet ihn nicht hundertprozentig überzeugend. Die Handlung sei nicht immer schlüssig, meint Christina Mondolfo und das beruhigt mich, denn ich habe den Film gesehen und nicht immer verstanden. Es liegt also an der Handlung und nicht an mir, das ist ja beruhigend.

Außerdem in der Wienerzeigung: Im Theater Rabenhof in Wien jage der Polizist Delacroix einem Fantom hinterher, das seine Frau entführt habe, nämlich im →Musical „Fantomas“. Brigitte Suchan sieht Potenzial zum „Kultmusical.“

Die Kleine Zeitung hat →Karl Markovics interviewt. Anlass ist die Nominierung seiner Darstellung des Briefbombenattentäters „Franz Fuchs“ in Elisabeth Scharangs Film für einen „Emmy“.

Reich durch Bücher?

Auf den Seiten des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur kann man eine kürzlich veröffentlichte →Studie zur sozialen Lage der Künstler und Künsterinnen in Österreich einsehen.

Der Studie ist zu entnehmen, dass KünstlerInnen im Erhebungsjahr aus ihrer künstlerischen Tätigkeit im Schnitt 4500 Euro netto eingenommen haben, das Einkommen der Frauen war noch um 35% niedriger als das der Männer. LiteratInnen haben mit 2600 Euro im Jahr das geringste Einkommen aller KünstlerInnen. Wen wundert es da, dass 76% der KünstlerInnen zusätzlich in kunstnahen* und kunstfernen Bereichen tätig sind?

Rechnet man alle Einkünfte zusammen, beträgt das mittlere Äquivalenzeinkommen** der Kunstschaffenden durchschnittlich 1000 Euro pro Monat und liegt damit knapp über der Armutsgefährdungsgrenze, die mit 832 Euro angegeben wird, 37% der Kunstschaffenden unter der Armutsgefährdungsgrenze.

__________________

* genannt werden Lehr- und vermittlungstätigkeiten

** berücksichtigt die Haushaltsgröße

→via Kulturmanagement-Blog

Wettbewerbe rund um den Rhein

Ich finde ja, dass der Rhein eine Regio im Sinne des Regiokrimis ist. Denn wenn ich in meinem Krimi in Graubünden eine Leiche ins Wasser werfen lasse, wo wird sie dann angeschwämmt, sagen wir einmal bei Hochwasser? Fußach? Karlsruhe? Wiesbaden? Leiden? Also. Krimitechnisch eine einzige Region. Denn wenn ich mich auf Graubünden beschränkte oder etwa den Abschnitt zwischen Ill und Bregenzer Ach, würde die Leiche irgendwann einfach aus dem Krimi hinausschwimmen. Das wäre dann zwar ein sehr moderner Krimi, nämlich einer ohne Auflösung, aber ich fände das doch sehr einschränkend.

Anders sehen das anscheinend die heutzutagigen Krimiwettbewerbs- ausrichter. Es gibt momentan gleich zwei Wettbewerbe, die sich rund um den Rhein regionalisieren: Einmal den →Kurzkrimi-Wettbewerb „Tödliche Wasser“ der Heidelberger Krimitage. Hier ist ein inhaltlicher Bezug zur Rhein-Main-Neckar Region gefordert, Einsendeschluss ist der 1.2.2009. Und dann den bis März 2008 laufenden „→Krefelder Kurzkrimipreis“, der Krimis am „Tatort Niederrhein“ sucht.

Und so kommt es, dass ich keinen Rhein-Regiokrimi schreibe, obwohl ich doch am Rhein aufgewachsen bin.

→via Uschtrin

„Medinfo“ – ein neues Lieblingsblog

Unter dem Titel „→Medinfo“ bloggt gleich ein ganzes Team zu den Themen „Medizin, Bibliothek und Fachpresse“. Soweit ich das verstehe, stammt das Blog von der Unibibliothek Dortmund, zumindest wird es dort gehostet.

Das ist auch für den klugen Franz interessant, denn auf der Startseite gibt es gleich zwei Verweise auf Rechtliches: Einen auf das Blog „→Wissenschaftsurheberrecht“ von Eric Steinhauer und einen auf den →Urheberrechtsquiz des Spiegel. Das ist jetzt natürlich deutsches Recht, aber der kluge Franz könnte zum Beispiel den Quiz spielen und uns dann erklären, wie es rechtlich zu beurteilen wäre, wenn ich die englische Übersetzung eines japanischen Artikels von einem deutschen Server kopieren, in einem Österreichischen Kopycenter kopiere und in Lichtenstein auf einem Kongress als mein geistiges Eigentum ausgebe. Genau so stelle ich mir Bloggen vor: Das Publikum arbeitet und alle haben etwas davon.

Aber eigentlich wollte ich ja über das Medinfo-Blog schreiben. Es ist eine Fundgrube für Themen wie „→Open Access“ oder „→Publikationswesen“ und manchmal ist es auch einfach →witzig.

Sezierkurs in Innsbruck

Frisch gefunden. staunt

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Robert Pucher: Katerfrühstück, Prolibris 2006

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