Ich bin wieder im Internet und steige gleich mit Werbung ein. Zuerst für mich:
Mein Artikel über das Konzert von Hubert von Goisern in Bad Goisern ist aus dem →Weblog des Franz von Goisern heraus in das beliebte Qualitätsmedium “Journal der Marktgemeinde Bad Goisern” gewandert. Die Beleidigungen des Bürgermeisters wurden allerdings vorher entfernt. Wenn der Mann, der sich dort mit dem Internet auskennt, wieder da ist, wird es auch im Internet sein und dann kann ich es verlinken. Momentan kann man die Zeitung erstehen, wenn man ins Salzkammergut reist.
Dann gibt es Werbung für den berühmten Tiroler Krimischriftsteller →Reinhard Kocznar. Sein Drittling “Harte Landung” wurde soeben in der Buchhandlung Morawa in Innsbruck präsentiert und ist ausnahmsweise kein Krimi. Es geht darin um einen Mann namens “ich”, der plötzlich auf einer Intensivstation aufwacht und feststellt: Er habe eine gebrochene Ferse, einen doppelten Beckenringbruch, eine Rippenserienfraktur mit Hämatothorax, einen offenen Unterarm- und Oberarmbruch, einen Oberschenkelbruch mit Trochanterfraktur, Glaskörperverletzungen und wahrscheinlich noch ein paar andere Dings, die ich jetzt vergessen habe. Außerdem einen Schlauch, der ins Nasenloch führt, einen an der Schulter mit vier Ventilen und einen in der Harnröhre, einen auch im Hals, dann einen Nagel im Unterschenkel. Mehr verrate ich nicht wegen des Suspense. Man fragt sich die ganze Zeit: Wird der “ich” das überleben? In einer zweiten Geschichte wird ein Mann namens “ich” von quälendem Tinnitus heimgesucht, diesen Teil des Buches kann ich durchaus an Selbsthilfegruppen empfehlen, außerdem an alle Leute, die gerne wahre Schicksalsgeschichten von Menschen namens “ich” lesen. Was diese Person namens “ich” schon mitgemacht hat in der Weltliteratur geht langsam auf keine Kuhhaut mehr, die muss sieben Leben haben oder eher 7777. Inzwischen, das schreibe ich jetzt am Sonntag drauf, gibt es auch einen Link direkt zur →Buchpräsentation.
Werbung gibt es auch für Stephan Schleim. Wir erinnern uns Er ist Neurowissenschaftler und hat sich rege an der Diskussion zu unserer →neurowissenschaftichen Fortbildung für Krimischaffende beteiligt. Nun hat er bei der Zeitschrift “Gehirn und Geist” einen Artikel mit dem Titel →”Justitias neue Kleider” veröffentlicht. Und was finde ich dort? Mann kann dort für fünf Euro alles bestellen, was man braucht, um ein →DNA-Molekül zu basteln. Das haben meine Biologieprofessoren vor vielen Jahren schon gesagt: “Man kann alles, was man braucht, um Gene zu manipulieren, im Versandhandel bestellen.” So billig ist Molekulargenetik jetzt also schon geworden.

Da danke ich aber für die ehrenvolle Erwähnung, Margit, und bei Amazon wird die “Harte Landung” in so an die zwei Wochen sein, und auf meiner Homepage krieg ich’s auch noch hin.
Die Scheidung, die ich bei meinem Verlag eingereicht habe, wird auch bald erledigt sein, dann bringe ich meinen Öko-Thriller “Vor Tagesanbruch” noch im Herbst heraus. Fertig ist er ja seit zwei Jahren.
Damit kann ich im Sommer “Die Erstickung” fertigstellen, ein Thriller für Freunde des Überwachungsstaates. Orwell sieht nämlich neben der Realität, auf die wir zusteuern, ziemlich alt aus.
Jetzt muss nur noch der Franz seinen Drittling schreiben.
Und natürlich warten wir auf Dein Krimiprojekt.
Beste Grüße
Henny
Jaja, mein Erstling. Ich ziehe mich verschämt zurück.
Nix da, Margit, verschämt samma deshalb nit. Aber, soviel wie du bloggst, wirst du wohl den Urlaub dafür her nehmen müssen.
Nein, daran habe ich noch nicht einmal gedacht.
Was mich eher mehr interessieren würde, ist das
‘Das Psychiatriekrimiprojekt’.
Wann habt Ihr denn da an erste Hypothesen gedacht?
Henny
Ach so, im Herbst. Wobei es schon Hypothesen gibt, aber das Problem ist, dass sie unveröffentlicht sein müssen, wenn ich sie an eine Psychiatriezeitschrift schicke. Da komme ich ins Dilemma, den vielen Leuten, die hier helfen, natürlich etwas präsentieren zu wollen, aber was ich hier schreibe, nimmt dann keine Zeitschrift mehr. Das Dilemma ist am Ende dann aber auch nicht so groß, weil die kleinen Psychiatriezeitschriften eh online sind und von allen Leuten gelesen werden können. Aber mit “Vorab-Veröffentlichen” halte ich mich zurück. Per Mail kannst Du aber gerne schon etwas bekommen, wenn Du willst.
Margit
Reinhard, ja mit dem Blog wird es abwärts gehen, sonst gibt es nie ein Buch.
Ja, Margit, wenn du auch zu den Leuten gehörst, deren Tag nur 24 Stunden hat, dann ist da was dran.
Obwohl mir der Blog gut gefällt, und damit stehe ich sicher nicht alleine da, wünsche ich dir im Zweifel lieber ein tolles Buch. Wäre schade um die gute Idee, die dem zugrunde liegt.
Ja, ich würde gerne etwas aus Eurem Projekt lesen wollen. Und da Du die kleinen Psychiatriezeitschriften erwähnt hast, die online stehen, kannst Du mir da auch noch ein Paar Adressen mailen.
Vielen Dank
Henny
Hallo Henny,
→ClincumNeuropsy, vollständig online
→Neuropsychiatrie, für eine deutschsprachige Zeitschrift nicht so klein! Kann über die Homepage der Psychiatrie Innsbruck als pdf heruntergeladen werden.
→Nervenheilkunde, teilweise gratis zugänglich
International: → hiernachschauen
Mehr nächste Woche per Mail, ich habe die Sachen im Büro.
Reinhard soll seinen Roman VOR TAGESANBRUCH in Lesungen um 5 Uhr Früh vorstellen.
Un Du Margit, beende endlich Deinen Krimi! Wilfried schrieb in seinem Buch: Der Mörder ist immer der Kärntner. Also aufpassen bei deinem Plot.
Vor Tagesanbruch wird nicht vor Sonnenuntergang vorgelesen, weil ich nämlich erst gegen zehn Uhr vormittags materialisiere. Vorher bin ich irgendwo, im Nirwana oder so.
Oder auf der Birke? Mit der Wirtin?
Du lässt Dir einen guten Verkaufsgag entgehen, wenn Du nach 5 Uhr früh liest. Ein guter Manager würde dich aus dem Nirwana entreißen und dich zum Lesen um diese Uhrzeit zwingen. Oder aus dem Diwana? Jedenfalls würden zu Deiner Lesung viele Nachtarbeiter, wie Nutten, oder Frühaufsteher wie Franziskaner oder Clarissinnen kommen. Das gäbe eine interessante Mischung. Als Hintergrundmusik wäre ideal “I can’t get no satisfaction” gesungen als gregorianischer Choral. Während der Lesung beißt dich eine Vampirin, die Clarissinnen retten Dich durch Mund-zu-Mund-Beatmung. Was gibt das für eine Schlagzeile! Dein Buch wird ein Bestseller, und Deinen Sohn, der 9 Monate später im Kloster zur Welt kommt, nennst Du “Book” oder “Tagesanbruch”.
Das ist doch super, da vermarktet er gleich zwei Bücher, das vor dem Tagesanbruch und das Vampirbuch. Das nennt man glaub Synergie, wenn wir uns hier fremder Fachsprachen befleissigen wollen.
Auf der Birke schlafe ich nur bei Neumond, mit dem Kopf nach unten. Die Wirtin hast du eingeführt, hinterrücks, die gibts bei mir nirgends. Von den Weiterungen bin ich schlicht chocirt. Ich bin ein ernst zu nehmender Schriftsteller, der auch an die jährliche Budgetrede des jeweils amtierenden Finanzministers glaubt.
Bei Musik denke ich eher an “Take it to the limit” von den Eagles.