Archiv für Juni 2008

Internetprobleme und ein Fernseh-Krimi-Tipp

Ich habe im Moment kein Internet zu Hause, deshalb blogge ich so kurz angebunden und bis es wieder geht, wird das auch so bleiben. Fast →anobellesk schon.

Deshalb verweise ich hier auch nur ganz kurz darauf, dass am Mittwoch, dem 3.7. um 22:20 →“Komm Süßer Tod“ von Wolf Haas auf ORF1 läuft. Muss man gesehen haben, so zwei bis drei Mal.

45000 Tonnen Restmüll

haben 500 000 Fußballfans in Innsbruck hinterlassen, schreibt der →ORF.

Europameister der Herzen

„Europameister der Herzen“ nennt der ORF die deutsche Fußballnationalmannschaft und berichtet über die Feierlichkeiten in Berlin nach dem 2. Platz bei der Euro. „Prinz Poldi“ und Bastian Schweinsteiger hätten →Bier über den Moderator Oliver Pocher geschüttet. Ja, so gewinnt man die Herzen der ÖsterreicherInnen. Weiter so!

Herzlichen Glückwunsch, Tilmann Rammstedt

Ich gratuliere Tilmann Rammstedt herzlich zum Bachmannpreis und zum Publikumspreis. Ich habe auf dieser →Zockerseite, nebenbei der →beste Bachmannblog, den es gibt, auf ihn gesetzt und gewonnen. Ich freue mich. In Tilmann Rammstedts Text geht es um einen Großvater, der nach China fahren will, nicht aber nach Österreich. Überhaupt war er sein Leben lang noch nie in Österreich. Andererseits war es ein sehr flotter Großvater, denn er war immerhin mit drei Frauen verheiratet. Das hat die Jury zur bemerkenswerten Diskussion veranlasst, ob es möglich sei, dass ein Großvater, der noch nicht einmal in Österreich war, in der Lage sei, drei Frauen zu finden. Schließlich wurde der Konsens gefunden, dass es sehr wohl möglich sei, drei Frauen in Deutschland zu finden. Das wäre dann also geklärt.

Die anderen Preisträger sind:

Markus Orths: Telekom-Preis

Patrick Findeis: 3sat-Preis

Clemens J. Setz: Willner-Preis

Ich gratuliere allen Preisträgern!

Quelle: →kaernten.orf.at

Krimifestival Mörderischer Attersee

Ach, wie ich diese reißerischen Nonsense-Festival-Titel doch hasse. Als ob der Attersee mörderisch wäre. Schon, dass da jedes Jahr etliche Leute ertrinken, aber dann ist er doch eher gefährlich als mörderisch. Da werden einfach Begriffe aus Krimis heraustransferiert und völlig sinnlos auf geographische Gegebenheiten, wehrlose Abendgalen und andere unbelebte Objekte übertragen. Wo doch völlig klar ist, dass niemand →“Morden im Norden“ besuchen würde und um den mörderischen Attersee würden die Leute einen großen Bogen machen, könnte man den Veranstaltern diesbezüglich auch nur einen Funken Glauben schenken.

In Wirklichkeit dürfte es sich aber einfach um Lesungen handeln und viele der bekannten österreichischen KrimischriftstellerInnen werden sich da einfinden. Wobei die Auswahl der SchriftstellerInnen etwas nach Syndikatstreffen ausschaut. Unter anderem lesen: Sabina Naber, Susanne Schubarsky, Stefan Slupetzky, auch die Psychotherapeutin Edith Kneifl, sie interessiert mich natürlich besonders. Organisiert wird das Fest von Beate Maxian und die vollständige Liste der deutschen, schweizer und österreichischen AutorInnen finden Interessierte →hier. Nebenbei kann man im Rahmen des Festivals mit einem Attersee-Schiff fahren und das EM-Finale auf Großbildleinwand ansehen. Da AutorInnen vermutlich selten randalieren, wäre das auch eine Option für →gefährdete Mitmenschen aus den USA.

Ich bin dann also einmal →dort, bringts mir inzwischen das Blog nicht durcheinander!

Wie ich heute eine Bibliothek besuchte, Kaffee trank und die Umwelt schützte

Ich war jetzt drei Jahre lang nicht in Innsbruck und habe mir heute einen neuen Bibliotheksausweis für die →Universitätsbibliothek besorgt. Da wurde mir ganz feierlich zumute, denn ich liebe diese alte Bibliothek mit dem großen →Lesesaal und den würdigen Buchrücken an den Wänden. Vieles hat sich geändert. Zum Beispiel gibt es dort keine zuckerfreien Kaffeegetränke mehr, was ist denn das für ein Standard? Außerdem sind die technischen Anforderungen gestiegen, nicht nur, dass man Bücher unbedingt über EDV bestellen muss, nein: Neben dem Kaffeeautomaten steht jetzt ein weiterer Automat, der für jeden Kaffee, den man ersteht, einen kleinen, gelben Chip ausspuckt. Mittels dieses Chips kann man 15 Cent Einsatz für den Pfandplastikbecher zurück erhalten. Man steckt den Chip in den vorgesehenen Schlitz an jener Apparatur, was einigermaßen Fingerspitzengefühl erfordert, da der Chip Rillen aufweist, die in den Schlitz eingefädelt werden müssen. Sodann hat man für einige Sekunden Zeit, den geleerten Plastikbecher in eine Öffnung zu werfen, danach bekommt man 15 Cent Cash zurück und zwar in der Form von drei 5-Cent-Stücken.

weiterlesen ‘Wie ich heute eine Bibliothek besuchte, Kaffee trank und die Umwelt schützte’

Buchcover

Da gibt es einen Coverentwurf für ein Buch, das bald in meinem Verlag erscheint. Wenn nur Autor das Manuskript liefern tät. Sonst beschwert er sich wieder über das schlechte Weihnachtsgeschäft, wenn das Buch erst nach Weihnachten erscheint.

Buchcover

Bachmannpreis – die Eröffnung

Und außerdem: Kaum hat die Euro Klagenfurt verlassen, wird die Stadt schon wieder zum Mittelpunkt der Welt. Das →Bachmannpreis-Wettlesen hat begonnen. Erstmals in sieben Sprachen!

Allerdings wird man sich noch an die Sprachen gewöhnen müssen, denn anscheinend werden sie noch schlecht verstanden. Zitat:

Die Klagenfurter Rede zur Literatur gab es heuer nicht nur in literarischer, sondern auch in musikalischer Form: Redner Ilja Trojanow gab mit dem Titel „Beginne den Beguine“ vorab nicht nur Rätsel auf, er hatte auch Musik mit nach Klagenfurt gebracht.

Das war wahrscheinlich eh deutsch, schließe ich aus dem deutschen Ausdruck „beginne“, wurde aber anscheinend nicht von allen als Solches identifiziert. Dennoch:

Trojanows Rede, eine Mischung aus literarischem und philosophischem Text, wurde vom Publikum begeistert aufgenommen.

 Begeisternd finde ich persönlich Trojanows Motto für den Wettbewerb:

„try again, fail again, fail better“.

Das ist auch Deutsch, glaub ich, jedenfalls fühlt es sich vertraut an.

Bemerkenswert ist auch, dass sich die Bachmannpreis-Redaktion der dramaturgischen Prinzipien des Krimis bedient, obwohl dort keine Krimis gelesen werden: Suspense! Zum Schluss! Spannung bis zum Ende!

Spannend bis zum Schluss: Lesereihenfolge

Im Anschluss an die offiziellen Eröffnungsansprachen und die Rede zur Literatur erfolgte die Auslosung der Reihenfolge, in der die Autoren an den folgenden beiden Tagen lesen werden.

Nachlesen kann man das alles komplett und lückenlos auf →dieser Seite.

US-Bürger schlagen die Warnungen ihrer Botschaft in den Wind, treiben sich auf Fanmeilen herum und entdecken neue Gefahren

Ich liebe ja diese Blogs, auf denen AusländerInnen über uns (damit meine ich jetzt der Einfachheit halber deutsprachige MitteleuropäerInnen, denn konkret sind jetzt Deutsche gemeint) bloggen. Den soviel erfährt man sonst nie über die eigenen Marotten. Eins dieser Blogs ist das Blog der →Heidelbergerin, die aber keine Heidelbergerin im herkömmlichen Sinn ist, sondern eine in Heidelberg lebende Amerikanerin. Auf ihrem Blog kann man zum Beispiel erfahren, dass Duschgel mit ätherischen Ölen von Bergamotte, Cassis und Orangenblüte „happyful“ macht. Gefunden habe ich die Heidelbergerin über einen Link zu meinem →gestrigen Beitrag über die Warnung der US-Botschaft vor Fanmeilen. Die Heidelbergerin hat auf ihrem Blog sage und schreibe siebzehn derartiger Beiträge zusammengetragen, manche von Auslands- amerikanerInnen. Und dort kann man allerhand über deutsche Bräuche und Sitten erfahren. So meint das multinationale Blog →“Deutsche Welle“, dass die Ängst der US-Botschaft bezüglich der Fanmeilen möglicherweise tiefer gehen:

Many of the viewers at the so-called fan miles, it turns out, are hopped up on a liquid intoxicant known as „beer.“

This substance has been known to lead to outbreaks of mirth, loss of equilibrium and unintended and later regretted coupling among users.

Wirklich, wirklich gefährlich sei aber eine Substanz, die „Bratwurst“ genannt wird. So führt die Deutsche Welle aus:

In addition, soccer fiends have been reported to consume things called „bratwurst,“ which, depending on quality, can emit streams of hot fluid, known in street lingo as „grease,“ when improperly chomped upon.

Mit herzlichem Dank an die Deutsche Welle. Ich werde mir Schuhe mit einem guten Profil besorgen und gut darauf achten, wo ich hintrete, wenn ich das nächste Mal durch eine Fanmeile gehe.

Reisewarnung für Deutschland und Österreich

Ich habs bei →Herrn Kamenin gefunden und der hat es auf dem →Hauptstadtblog gefunden, das Original kommt direkt von der deutschen →US-Botschaft: Sie fordert alle sich in Deutschland aufhaltenden US-Bürger auf, sich bei der Botschaft in Berlin oder den Konsulaten zu melden, um aktuelle Sicherheitsinformation zu erhalten. Weiters sollen sich US-Bürger bei der Botschaft oder den Konsulaten registrieren lassen, dass es leichter sei, sie im Ernstfall zu unterstützen. Befürchtet werden Störungen, inklusive gewalttätige Ausschreitungen während oder nach dem Match Deutschland/Türkei, mindestens aber Verkehrsbehinderungen in großen Städten.

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Robert Pucher: Katerfrühstück, Prolibris 2006

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