Der →Kurier berichtet über die →PEN Jahrestagung mit dem Thema “verfolgte Autoren”. Weltweit seien letztes Jahr 18 Autoren wegen ihrer schriftstellerischen Tätigkeit getötet worden. Weitere 18 seien spurlos verschwunden, 217 seien inhaftiert, 231 bedroht und 109 vorübergehend festgenommen worden. Außerdem seien 104 Schriftsteller überfallen und misshandelt, 4 seien entführt worden.
Weiters berichtet der Kurier über ein deutsches Stipendienprogramm, das sechs ins Exil geflüchteten Autoren für einige Zeit ein sicheres Zuhause in Deutschland bietet. Ich frage mich nun: Was dann?
Auf der Seite von PEN-Deutschland gibt es eine →Liste der verfolgten Autoren und Journalisten.

Bisher habe ich gedacht, nur der Salman Rushdie würde verfolgt. Das ist ja grauenhaft, was sich da tut. Ich wette, wenn man dürfte, würde Charlotte Roche als Hexe verbrannt. Gut dass sich die Zeiten wenigstens soweit geändert haben. Und zur Frage was dann: Es müsster einen neuen Asylgrund “Verfolgter Schriftsteller” geben. Aber das würde wahrscheinlich zu Auswüchsen und komplizierten Auslegungsregelungen führen. Aber wenn Schriftsteller von einem Regime verfolgt werden, ist das ohnehin wahrscheinlich in den meisten Fällen ein Asylgrund. Man könnte auch von jedem verkauften Buch einen Cent in eine Kassa von PEN zahlen, aus der verfolgten Schriftstellern geholfen wird.