Wir →berichteten bereits über die Tatortfolge “der frühe Abschied”, bei dem ein Säugling zu Tode kommt. Ich habe die Folge gesehen und so ganz anders erlebt, als “normale” Tatorte mit ihrem vorhersehbaren Ablauf, eher wie eine Gesellschaftsstudie, eine sehr quälende. Nun kritisiere Medienexperte Joe Gobel die Szene mit dem toten Kind in der “Bild”-Zeitung als “starker Tobak”, der vor allem Kindern stark in Erinnerung bleibe. Es scheine so, als habe man den Film so aufpeppen wollen. Das wundert mich, denn ich hab noch nie einen unpeppigeren, langsameren und zäheren Tatort gesehen. Jedenfalls habe es aus dem Publikum kaum Beschwerden gegeben, anders als beim letzten Tatort aus Wien. Da hätten sich die Leute beschwert, weil sie den Dialekt teilsweise nicht verstanden hätten. Via →Standard.
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Warum blieb die Szene Kindern im Gedächtnis? Schauen sich Kinder den Tatort an? Ausserdem, es gibt in den täglichen Nachrichten grauslichere Bilder, von verhungerten, hungernden und getöteten Kindern. Das dies hier niemandem auffällt, wundert mich.
Das habe ich mich freilich auch gefragt. Was die Kinder um diese Zeit noch vor dem Fernseher machen. Und zweitens, was die da sehen dürfen.