Es ist krimimäßig nichts los hier, wollte ich gerne schreiben, weil die ÖsterreicherInnen nur noch mit Fußball beschäftigt sind: Fußballgirlanden über den Straßen, Fußbälle in den Schuhgeschäften, Fußbälle auf Buchcovern, Fußbälle in den Zeitungen, nichts als Fußbälle. Jetzt kann ich das nicht mehr schreiben, weil die ÖsterreicherInnen schon wieder mit einem echten →Verbrechen beschäftigt sind. Fußbälle wären mir wirklich lieber. Ich kann darüber gar nicht mehr Worte verlieren, weil ich keine habe.
Archiv für 14. Mai 2008
Thomas Raab liest gegen das Uefa Cup Finale
Veröffentlicht Mai 14, 2008 Dies und das... 1 KommentarTags: Bücher, krimi, lesen, Lesung, Metzger
Da hat er sich ja den schwierigsten Sendeplatz ausgesucht, der →Thomas Raab, nämlich den, den sonst keiner haben will: Gleichzeitig mit dem Uefa Cup Finale.
Aber er hat mit Bravour gewonnen, der Thomas Raab, auch wenn nur gezählte 19 Leute zur Lesung in Innsbruck gekommen sind, und das obwohl der Herr Raab 500 Kilometer aus dem →Zentrum der Krimiwelt hierher angereist ist. So witzig war das Uefa Cup Finale nämlich sicher nicht, auch nicht so spannend, voller Bewegung und Treffer. Ins Schwarze nämlich.
Meine Lieblingszitate:
- Man fängt an zu schreiben, wenn man sich die Psychotherapie nicht mehr leisten kann (steht nicht im Buch).
- Tirol ist das Land des „Seins“. Die Tiroler sagen: „Wir sein Tiroler“ (steht nicht im Buch).
- Wenn ein gutes Buch zu Ende ist, ist das wie ein kleiner Tod (steht nicht im Buch).
- Wie soll ein Hund da scheißen können? (steht im Buch)
Warum das Cover von „der Metzger muss nachsitzen“ rotstichig ist, das Cover von „der Metzger sieht rot“ aber bundesheergrünstichig, weiß ich noch immer nicht.
Links: Eine ausführliche Rezension gibt es natürlich bei →dpr, ein Interview →hier.
Ein Alligatorenfund
Veröffentlicht Mai 14, 2008 Gefunden 2 KommentareTags: Fernsehn, Film, krimi, Tatort
Wir →berichteten bereits über die Tatortfolge „der frühe Abschied“, bei dem ein Säugling zu Tode kommt. Ich habe die Folge gesehen und so ganz anders erlebt, als „normale“ Tatorte mit ihrem vorhersehbaren Ablauf, eher wie eine Gesellschaftsstudie, eine sehr quälende. Nun kritisiere Medienexperte Joe Gobel die Szene mit dem toten Kind in der „Bild“-Zeitung als „starker Tobak“, der vor allem Kindern stark in Erinnerung bleibe. Es scheine so, als habe man den Film so aufpeppen wollen. Das wundert mich, denn ich hab noch nie einen unpeppigeren, langsameren und zäheren Tatort gesehen. Jedenfalls habe es aus dem Publikum kaum Beschwerden gegeben, anders als beim letzten Tatort aus Wien. Da hätten sich die Leute beschwert, weil sie den Dialekt teilsweise nicht verstanden hätten. Via →Standard.

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