Wir Blogger und Bloggerinnen werden in Österreichs Qualitätsmedien gelobt! Helmut A. Gansterer singt im Profil ein →”Lob der Amateure” und meint, dass Leute wie er, also die Profis vom Web 2.0 profitieren werden:
Die viele Kacke, die dort (in den Blogs, Anm. M.B.) zweifellos dampft, wird zu einer kritischen Masse des niedrigen & billigen & kurzatmigen & bunten Journalismus führen. Es wird ein Sehnsuchtsschwenk ins Anspruchsvolle folgen.
Der kennt wohl unsere hochkarätigen Krimiblogs nicht. Es wird zweifellos zu einer kritischen Masse des anspruchsvollen Journalismus kommen, es wird ein Sehnsuchtsschwenk ins Banale folgen.

Zunächst bezaubert, wie viele Jugendliche sich mithilfe ihrer, im Gegensatz zu Eltern und Lehrern geduldigen, nervenstarken und toleranten Freunde PC und Digi-Cam kreativ austoben.
Endlich ‘mal kein Misanthrop in den Qualitätsmedien. Meistens miesepetern die Älteren doch ‘rum.
Ja, Misantrop ist das gewiss keiner. Das ist schmissig und humorvoll und ich finde es auch sympathisch, wie er sich dazu bekennt, in Qualitätsmedien zuerst Cartoons und Gesellschaftsseiten zu lesen. Aber der obige Satz provoziert schon. Zumindest mich zu einem Wortspiel.
Es wird ein volle Sehnsucht nach einem Schwenk des Anspruchs kommen. Im Übrigen sind auch Krimis banal, weil es immer einen Täter gibt, könnte man sagen. Einer ist nicht banal, der, bei dem der Leser - und zwar jeder Leser -am Schluss draufkommt, er selber, der Leser, ist der Täter. Genial! Manchmal gibt es auch einen Täter ohne Tat, das ist dann der Fall, wenn jemand unschuldig verurteilt wird, weil z.B. die Frau durch Ungeschick in den Brunnen fiel, beim Wasserholen, und nie gefunden wird. Der Ehemann wird aber verhaftet und verurteilt, weil er schon öfters seine Frau als blede Gretl, die nicht kochen kann, bezeichnet hat. Aber das wurde schon oft geschrieben.